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Google Präsentationen
Google Präsentationen (englisch Google Slides) ist ein Präsentationsprogramm von Google, das Teil der kostenlosen, webbasierten Suite Google Docs Editors ist.
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Grundidee und Zweck
Google Präsentationen, auf Englisch Google Slides, ist ein Präsentationsprogramm von Google. Es gehört zur kostenlosen, webbasierten Suite Google Docs Editors, zu der auch Google Docs, Google Tabellen, Google Zeichnungen, Google Formulare, Google Sites und Google Notizen gehören. Das Programm dient dazu, Präsentationen online zu erstellen, zu bearbeiten, zu teilen und vorzuführen.
Google Präsentationen ist eine Software-as-a-Service- und Online-Office-Anwendung. Entwickelt wird sie von Google LLC; als Erscheinungsjahr wird der 9. März 2006 genannt. Die Programmiersprache ist JavaScript. Die Anwendung ist deutschsprachig und läuft als Webanwendung, als mobile App sowie auf Chrome OS. Wichtig ist außerdem die Kompatibilität mit PowerPoint-Dateiformaten, auch wenn der Import wegen einzelner Funktionen nicht immer einwandfrei ist.
Entwicklung
Im September 2007 veröffentlichte Google ein Präsentationsprogramm für die Google-Docs-Suite. Grundlage war die Übernahme von Tonic Systems am 17. April 2007. Im März 2010 kaufte Google DocVerse, ein Unternehmen, das Online-Zusammenarbeit mehrerer Benutzer an Microsoft PowerPoint sowie an Word- und Excel-Dokumenten ermöglichte. Verbesserungen auf Basis von DocVerse wurden im April 2010 bereitgestellt.
Im Juni 2012 erwarb Google Quickoffice, eine proprietäre Freeware-Produktivitätssuite für mobile Geräte. Im Oktober 2012 wurde Google Presentations in Google Slides umbenannt. Gleichzeitig erschien eine Chrome-App, die Verknüpfungen zu Slides auf der neuen Registerkarte von Chrome bereitstellte. Das Logo änderte sich mehrfach: von 2014 bis 2020, von 2020 bis 2026 und mit einem aktuellen Logo seit 2026.
Plattformen und Zugriff
Google Präsentationen ist als Webanwendung verfügbar und wird von Google Chrome, Mozilla Firefox, Internet Explorer, Microsoft Edge und Apple Safari unterstützt. Benutzer greifen über Google Drive auf Präsentationen und andere Dateien zu. Im Juni 2014 führte Google eine eigene Startseite für Präsentationen ein, die nur Dateien enthielt, die mit der Suite erstellt wurden.
2014 veröffentlichte Google außerdem eine eigene mobile App für Android und iOS. 2015 wurde die mobile Webseite mit einer „einfacheren, einheitlicheren“ Oberfläche aktualisiert. Wer auf mobilen Geräten Präsentationen bearbeiten wollte, wurde anschließend zur speziellen mobilen Slides-App weitergeleitet; die Bearbeitung direkt im mobilen Browser wurde dadurch verhindert.
Zusammenarbeit und Bearbeitung
Ein zentrales Merkmal von Google Präsentationen ist die Zusammenarbeit in Echtzeit. Mehrere Benutzer können dieselbe Präsentation gleichzeitig teilen, öffnen und bearbeiten. Änderungen sind Folie für Folie und Zeichen für Zeichen sichtbar, während andere daran arbeiten. Die Änderungen werden automatisch auf Googles Servern gespeichert.
Der Versionsverlauf zeigt frühere Bearbeitungsstände chronologisch an. Ältere Versionen lassen sich ansehen und wiederherstellen. Autoren werden dabei nach Farbe und, falls sie angemeldet sind, nach Name unterschieden. Die aktuelle Position eines Bearbeiters wird mit einer eigenen Farbe und einem Cursor hervorgehoben. Eine Chat-Funktion in der Seitenleiste erlaubt es den Mitarbeitenden, Änderungen direkt zu besprechen. Wie oft Versionen gespeichert werden, können Benutzer nicht selbst steuern; normalerweise erkennt die Software eine Sitzung und fasst sie als Änderungsgruppe mit einsehbaren Teiländerungen zusammen.
Präsentationen können in verschiedenen Formaten auf den lokalen Computer exportiert werden, darunter HTML, JPEG und PDF.
Funktionen mit Automatisierung und Erweiterungen
Google Präsentationen enthält mehrere Zusatzfunktionen, die das Arbeiten erleichtern. Die Funktion „Erkunden“ wurde im September 2016 eingeführt. Sie nutzt maschinelles Lernen und erzeugt in Google Slides dynamisch Designvorschläge auf Grundlage des Inhalts jeder Folie. Diese Funktion folgte auf ein einfacheres Recherchetool, das ursprünglich 2012 eingeführt worden war.
Im Oktober 2016 kündigte Google „Action Items“ an. Wenn ein Benutzer in einem Kommentar den Namen einer Person schreibt, kann der Dienst dieser Person die Aufgabe intelligent zuweisen. Dateien mit zugewiesenen Aufgaben werden in Google Tabellen oder anderen Suite-Anwendungen mit einem Hinweis gekennzeichnet.
Seit März 2014 unterstützt Google Präsentationen Add-ons. Das sind Werkzeuge von Drittanbietern, die zusätzliche Funktionen bereitstellen. Außerdem gibt es ein einfaches Tool zum Suchen und Ersetzen sowie eine Web-Zwischenablage. Mit ihr können Inhalte zwischen Präsentationen und anderen Apps der Suite sowie zwischen verschiedenen Computern kopiert und eingefügt werden. Kopierte Elemente bleiben bis zu 30 Tage auf Googles Servern gespeichert. Für die meisten Kopier- und Einfügevorgänge werden auch Tastenkombinationen unterstützt.
Dateien, Offlinearbeit und ehemalige Funktionen
Google Präsentationen unterstützt zahlreiche Dateiformate. Dazu gehören GSLIDES als Standardformat, JPEG, ODP, PDF, PNG, POT, POTM, POTX, PPS, PPSM, PPSX, PPT, PPTX, PPTM, SVG und TXT. Präsentationsdateien, die in das .gslides-Format konvertiert wurden, dürfen höchstens 100 MB groß sein. Eingefügte Bilder dürfen höchstens 50 MB groß sein und müssen im .jpg-, .png- oder .gif-Format vorliegen.
Für die Offlinebearbeitung am Computer müssen Benutzer Google Chrome verwenden. Die Chrome-Erweiterung Google Docs Offline aktiviert die Offline-Unterstützung für Präsentationsdateien auf der Google-Drive-Website. Die Android- und iOS-Apps unterstützen Offline-Bearbeitung direkt, wobei die Dateien zusätzlich zur Cloud-Sicherung lokal gespeichert werden müssen.
Google Slides ist für Einzelpersonen kostenlos, aber auch Teil von Google Workspace, früher G Suite. Dieser geschäftsorientierte Dienst ist ein monatliches Abonnement und schaltet zusätzliche Funktionen frei. Außerdem bietet Google die Chrome-Erweiterung Office Editing for Docs, Sheets and Slides an, mit der PowerPoint- und andere Microsoft-Office-Dokumente in Chrome angezeigt und bearbeitet werden können. Auf Chrome OS ist sie standardmäßig installiert.
Ein früheres, inzwischen eingestelltes Angebot war Google Cloud Connect. Dieses Plug-in für Microsoft Office 2003, 2007 und 2010 konnte PowerPoint-Präsentationen automatisch speichern und mit Google Docs in den Formaten Google Präsentationen oder PowerPoint synchronisieren. Es unterstützte Offlinebearbeitung, spätere Online-Synchronisierung, frühere Dokumentversionen und Zusammenarbeit mehrerer Benutzer. Google Cloud Connect wurde zum 30. April 2013 eingestellt, weil Google Drive laut Entwickler diese Aufgaben „mit besseren Ergebnissen“ erfüllte.