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Gold – Im Rausch der Gier

Gold – Im Rausch der Gier ist ein australischer Thriller aus dem Jahr 2022. Regie führte Anthony Hayes, der zugleich Co-Autor des Drehbuchs ist und neben …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Kampf um das Gold
  3. 3. Entstehung und deutsche Fassung
  4. 4. Resonanz, Vermarktung und Auszeichnungen

Überblick

„Gold – Im Rausch der Gier“ (Originaltitel: „Gold“) ist ein australischer, englischsprachiger dystopischer Thriller aus dem Jahr 2022. Der 97 Minuten lange Film ist in Deutschland ab FSK 16 freigegeben. Anthony Hayes führte Regie, schrieb das Drehbuch gemeinsam mit Polly Smyth und spielt außerdem Keith; Zac Efron spielt die Hauptfigur Virgil. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Gier, Isolation und Überlebensdruck einen Menschen verändern können.

Die Weltpremiere fand am 13. Januar 2022 statt. In Deutschland war der Film erstmals am 21. April 2022 synchronisiert zu sehen.

Kampf um das Gold

In einer nicht allzu fernen Zukunft fährt der Wanderarbeiter Virgil mit einem Güterzug zu einem abgelegenen Außenposten in einer Wüste. Dort bezahlt er Keith dafür, ihn mit einem Pick-up zu einer neuen Arbeitsstelle, dem „Gebiet“ („the Compound“), zu bringen. Bei einem Halt entdecken die beiden einen riesigen, im Boden steckenden Goldklumpen: das größte Goldnugget der Welt. Da sie ihn nicht selbst transportieren können, bleibt Virgil mit Wasser und Vorräten beim Fundort. Keith will mit einem Bagger zurückkommen und lässt ihm ein Satellitentelefon.

Virgil baut aus Teilen eines abgestürzten Flugzeugs einen Unterstand. Seine Lage verschlechtert sich schnell: Er verschüttet Wasser, verbraucht Feuerholz zum Schutz vor verwilderten Hunden und erleidet schweren Sonnenbrand. Keith teilt ihm telefonisch mit, dass sich seine Rückkehr verzögert.

Eine durch die Wüste reisende Frau vermutet wegen Virgils ausweichender Antworten, dass er etwas verheimlicht. Als sie seinem Goldfund nahekommt, erschlägt Virgil sie mit einer Schaufel. Nachdem Hunde ihre flach verscharrte Leiche entdecken, verbrennt er sie weiter entfernt. Später zerstört ein Sandsturm sein Lager und seine restlichen Vorräte. Ein Ast durchbohrt ihn; Verletzung, Wassermangel, Sonne und Wahnvorstellungen schwächen ihn weiter.

Eine zweite Frau mit Armbrust bietet ihm Wasser und Nahrung an. Sie ähnelt der Getöteten und fragt nach ihrer verschwundenen Schwester. Virgil verweigert jede Antwort, weist sie ab und sie verschwindet. Keith behauptet in einem letzten Telefonat, ganz in der Nähe zu sein. Tatsächlich beobachtet er Virgil mit einem Fernglas, während dieser die Hunde nicht mehr abwehren kann und von ihnen zerfleischt wird. Keith fährt anschließend mit einem Bagger zum Fundort, wird aber beim Aussteigen von einem Pfeil in die Brust getroffen und stirbt.

Entstehung und deutsche Fassung

Der Film war Anthony Hayes’ zweite Regiearbeit nach dem Drama „Ten Empty“ aus dem Jahr 2008. Das Drehbuch entstand mit seiner Ehefrau Polly Smyth. Die Dreharbeiten begannen im November 2020 und fanden im Outback von South Australia, in der Flinderskette sowie in Leigh Creek statt.

Für die Sandsturmszene waren zunächst Ventilatoren und Sand vorgesehen. Als ein echter Sandsturm aufkam, wurde unter diesen realen Bedingungen gedreht. Zac Efron brach sich dabei einen Handknochen und verschwieg die Verletzung zunächst, weil er einen Abbruch der Dreharbeiten befürchtete.

Die deutsche Synchronfassung produzierte die Münchener Rescue Film GmbH unter der Regie von Stefan Schulze. Daniel Schlauch spricht Virgil, Thomas Wenke Keith und Ditte Schupp die Fremde beziehungsweise deren Schwester.

Resonanz, Vermarktung und Auszeichnungen

Die Kritiken hoben das handwerklich überzeugende, karge Wüstensetting und die Mehrdeutigkeit der größeren, kaum gezeigten Welt hervor. Zugleich bemängelten Luke Buckmaster von „The Guardian“ und Guy Lodge von „Variety“, dass über lange Zeit wenig geschehe und der düstere psychologische Schluss früh vorhersehbar sei. Rotten Tomatoes erfasste 65 % wohlwollende Fachkritiken; in der Internet Movie Database erhielt der Film 5,4 von 10 Sternen.

Die Produktionskosten lagen bei rund 6,5 Mio. US-Dollar, die weltweiten Kinoeinnahmen bei lediglich rund 176.000 US-Dollar; etwa 100.000 US-Dollar davon kamen aus den Vereinigten Staaten und Kanada. Die niedrigen Kinoeinnahmen hängen mit der Vermarktung über Streaming zusammen: Ab dem 26. Januar 2022 war der Film beim australischen, mitproduzierenden Anbieter Stan abrufbar; eine begrenzte Kinoauswertung begann erst am 11. März 2022.

2022 wurde der Film unter anderem für einen Saturn Award als Bester Independentfilm sowie für FCCA-, Camerimage-, AACTA- und ASSG-Awards nominiert. DVD und Blu-ray erschienen am 29. April 2022 bei Leonine.

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