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Global Policy Forum Europe

Ziel von GPF Europe ist es, Entwicklungen sowie Debatten in den Vereinten Nationen und zum Thema Global Governance kritisch zu begleiten und zu analysieren.

Inhalt6 Abschnitte
  1. 1. Grundidee und Ziel
  2. 2. Entstehung
  3. 3. Thematische Arbeit
  4. 4. Veröffentlichungen und Dialog
  5. 5. Finanzierung und Aufbau
  6. 6. Zusammenarbeit in Netzwerken

Grundidee und Ziel

Das Global Policy Forum Europe (GPF Europe) ist eine 2004 gegründete internationale Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Bonn. Es ist ein gemeinnütziger eingetragener Verein. Sein Schwerpunkt liegt auf den Vereinten Nationen und Global Governance, also auf Regeln, Institutionen und Zusammenarbeit zur Lösung weltweiter politischer Probleme.

GPF Europe begleitet und analysiert Entwicklungen und Debatten in den Vereinten Nationen kritisch. Ziel ist es, eine Brücke zwischen internationaler und lokaler Ebene herzustellen. Die Organisation will zwischenstaatliche Organisationen stärken und einen solidarischen Multilateralismus fördern. Multilateralismus bedeutet Zusammenarbeit mehrerer Staaten; bei GPF Europe soll diese Zusammenarbeit auf dem Völkerrecht und der Charta der Vereinten Nationen beruhen.

Die Organisation arbeitet mit einem holistischen Ansatz. Das heißt: Sie betrachtet Frieden und Sicherheit zusammen mit wirtschaftlicher und sozialer Gerechtigkeit, menschlicher Entwicklung und nachhaltiger Politik. Dabei sollen Machtstrukturen in der multilateralen Weltordnung und in den Vereinten Nationen sichtbar gemacht werden. GPF Europe fordert außerdem mehr Rechenschaftspflicht und Bürgerbeteiligung. Vorstandsvorsitzender ist Klaus Schilder; Bodo Ellmers ist seit Juli 2025 leitender Geschäftsführer und wird auch als geschäftsführender Vorstand genannt.

Entstehung

Das Global Policy Forum wurde 1993 in New York von insgesamt 14 Wissenschaftlern und Aktivisten gegründet. Am 24. September 2004 entstand dann der Verein Global Policy Forum Europe in Bonn. Gegründet wurde er von einer Gruppe von Experten der internationalen Beziehungen.

Der europäische Verein sollte die deutsche und europäische Politik im Kontext der Vereinten Nationen stärker in die Arbeit einfließen lassen. Global Policy Forum und Global Policy Forum Europe sind rechtlich getrennte Organisationen. Die Teams in den USA und Europa arbeiten jedoch eng zusammen.

Thematische Arbeit

Die aktuellen Arbeitsprogramme von GPF Europe konzentrieren sich auf nachhaltige Entwicklung und Menschenrechte, Entwicklungsfinanzierung und Steuergerechtigkeit, UN-Reform und Multilateralismus, globale Gesundheit sowie den Einfluss und die Regulierung von Unternehmen.

Diese Themen werden nicht getrennt voneinander betrachtet. GPF Europe verbindet soziale Fragen mit wirtschaftlichen, finanziellen und ökologischen Themen. Dazu kommen Frieden und Sicherheit, Menschenrechte und Geschlechtergerechtigkeit. Dadurch soll deutlich werden, wie globale politische Probleme miteinander zusammenhängen.

Veröffentlichungen und Dialog

GPF Europe veröffentlicht jedes Jahr zahlreiche Materialien zu seinen Arbeitsbereichen. Dazu gehören umfangreiche themenspezifische Berichte, Grundsatzpapiere, kürzere Fachtexte und Stellungnahmen zu aktuellen Entwicklungen. Viele Veröffentlichungen entstehen zusammen mit nationalen und internationalen Organisationen und sind auf der Website der Organisation zu finden.

Ein wichtiges Beispiel ist der Spotlight-Report on Sustainable Development. GPF Europe veröffentlichte ihn von 2016 bis 2021 jährlich gemeinsam mit internationalen Nichtregierungsorganisationen aus dem Globalen Süden und dem Globalen Norden. Der Bericht analysierte neue Entwicklungen und Tendenzen bei der Umsetzung der Agenda 2030.

GPF Europe begleitet außerdem seit vielen Jahren den Verhandlungsprozess zur Entwicklungsfinanzierung der Vereinten Nationen, abgekürzt FfD. Dazu veröffentlicht die Organisation viele Beiträge. Die vierte FfD-Konferenz soll 2025 in Spanien stattfinden, nach Monterrey 2002, Doha 2008 und Addis Abeba 2015. Zusätzlich organisiert GPF Europe Fachgespräche, zivilgesellschaftliche Konferenzen und andere Treffen und beteiligt sich aktiv am Politikdialog.

Finanzierung und Aufbau

GPF Europe finanziert sich größtenteils durch Zuwendungen von Partnerorganisationen, öffentlichen Institutionen und Stiftungen. Hinzu kommen Mitgliedsbeiträge und Einzelspenden. Genauere Angaben zur Finanzierung veröffentlicht die Organisation auf ihrer Webseite.

Geführt werden die Geschäfte von einem Vorstand und einem Sekretariat in Bonn. Unterstützt wird das Team durch ein Netzwerk aus ehrenamtlichen Mitgliedern von GPF Europe und Beratern, die in verschiedenen Teilen der Welt ansässig sind.

Zusammenarbeit in Netzwerken

GPF Europe ist aktiv in internationalen zivilgesellschaftlichen Netzwerken und Bündnissen. Dazu gehören unter anderem die Global Alliance for Tax Justice (GATJ), der Civil Society Financing for Development Mechanism, das European Network on Debt and Development (Eurodad), die Treaty Alliance, das CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung und der Geneva Global Health Hub (G2H2).

Die Aktivitäten werden auch in enger Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen und Netzwerken umgesetzt. Genannt werden unter anderem das African Forum and Network on Debt and Development (Afrodad), das Arab NGO Network for Development (ANND), das Center for Economic and Social Rights (CESR), das Latin American Network on Economic and Social Justice (Latindadd), Public Services International (PSI), Society for International Development (SID), Third World Network (TWN), die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), die Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS), Misereor, Brot für die Welt, Engagement Global und die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen.

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