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Generation X

Charakterisierung. Bearbeiten. Nach Einschätzung des Autors des Romans Generation X, Douglas Coupland, ist für jene Generation charakteristisch, dass ihr …

Inhalt2 Abschnitte
  1. 1. Einordnung und Abgrenzung
  2. 2. Prägungen und zugeschriebene Einstellungen

Einordnung und Abgrenzung

Generation X (kurz Gen X) ist eine schlagwortartige Bezeichnung für eine Bevölkerungskohorte, der typische Eigenschaften zugeschrieben werden. Meist meint sie die Generation nach den Baby-Boomern und wird besonders im anglo-amerikanischen Sprachraum verwendet.

Die gebräuchlichste Abgrenzung umfasst die Geburtsjahrgänge 1965 bis 1980. Die Grenzen sind jedoch nicht einheitlich: William Strauss und Neil Howe rechnen die Jahrgänge 1961 bis 1981 dazu, das McCrindle Research Center die Geburtsjahre 1965 bis 1979. In den Vereinigten Staaten werden Angehörige dieser Kohorte häufig Gen-Xer genannt. Nach verbreiteter Ansicht folgt auf die Generation X die Generation Y, auch Millennials genannt.

In Deutschland wird sie zeitlich und in ihrer Charakterisierung oft nicht genau von der Generation Golf getrennt. Diese kann deshalb als spezifisch bundesdeutsche Ausprägung der Generation X gelten.

Prägungen und zugeschriebene Einstellungen

Douglas Coupland, Autor des Romans Generation X von 1991, beschreibt als prägend die Erwartung, erstmals ohne Kriegseinwirkung mit weniger Wohlstand und ökonomischer Sicherheit als die Elterngenerationen leben zu müssen. Zugleich müsse die Generation für deren ökonomische und ökologische Sünden büßen. Der ursprünglich verwendete Ausdruck sollte auch andeuten, dass diese Generation sich der Benennung durch Werbeindustrie und Journalismus entzogen habe.

Coupland stellt einem durch gesellschaftliche und ökonomische Zwänge geprägten Lebensstil die Philosophie der „Lessness“ gegenüber. Das von englisch less („weniger“) abgeleitete Konzept misst den Wert des Lebens nicht an der Anhäufung von Statussymbolen. Dieses Wertsystem wird ironisch als „exhibitionistische Bescheidenheit“ bezeichnet. Wegen des damit verbundenen Gefühls von Konsumverweigerung wurde die Generation X, unter anderem von der Seattle Times und in Anlehnung an Gertrude Stein, als „Lost Generation der Neunziger“ bezeichnet.

Soziologen verweisen auf die Lebenssituation vieler Angehöriger: Sie seien die ersten Kinder des 20. Jahrhunderts gewesen, deren beide Eltern regelmäßig berufstätig waren, während in westlichen Ländern außerfamiliäre Betreuungsmöglichkeiten noch fehlten. Viele waren daher Schlüsselkinder, die nach Unterrichtsende mehrere Stunden ohne erwachsene Aufsicht verbrachten. Dies konnte Verlorenheit hervorrufen, führte aber auch zu größerer Eigenständigkeit.

Für viele Heranwachsende spielten Musik und Kinofilme eine wichtige Rolle. Das Fernsehangebot war begrenzt, Computerspiele standen noch am Anfang; Internet und Smartphones gab es noch nicht. In den 1990er Jahren wurde der Generation X häufig Zynismus und Nihilismus vorgeworfen. Die damalige Populärkultur war tatsächlich stark von Ironie geprägt.

Lernvideos zu Generation X

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