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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Gegenion

Ein Gegenion ist ein Ion, das in der Chemie ein elektrisch geladenes Teilchen begleitet, um die elektrische Neutralität des Systems zu gewährleisten.

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Definition und Bedeutung
  2. 2. Gegenionen an Grenzflächen
  3. 3. Typische Beispiele

Definition und Bedeutung

Ein Gegenion ist ein Ion, das ein elektrisch geladenes Teilchen begleitet und dessen Ladung ausgleicht. Dadurch bleibt das gesamte chemische System elektrisch neutral. Zu einem positiv geladenen Kation gehört daher ein negativ geladenes Gegenion (Anion); zu einem Anion gehört entsprechend ein positiv geladenes Gegenion (Kation).

Gegenionen an Grenzflächen

In einer Elektrolytlösung sind Ionen frei beweglich. Gegenionen können sich als sogenannte Ionenwolke in der Umgebung eines entgegengesetzt geladenen Ions, einer Micelle oder einer anderen Grenzfläche ansammeln.

Wird eine Ionenart selektiv an einer Grenzfläche adsorbiert, entsteht dort eine elektrisch geladene Schicht. Ihre Ladung bewirkt, dass sich in der unmittelbar angrenzenden Lösungsschicht Gegenionen anreichern. Beispielsweise können positiv geladene Kationen an einer Adsorptionsfläche gebunden sein; darüber sammelt sich eine Schicht aus negativ geladenen Anionen als Gegenionen. In der weiter entfernten Elektrolytlösung bewegen sich gewöhnliche Kationen und Anionen.

Typische Beispiele

• In Kochsalz begleitet das Chlorid-Anion Cl⁻ das Natrium-Kation Na⁺; umgekehrt ist Na⁺ das Gegenion zu Cl⁻. • In Hydrofluoriden von Aminen ist Fluorid F⁻ das Gegenion. • In Hydrochloriden von Aminen ist Chlorid Cl⁻ das Gegenion. • In Hydrobromiden von Aminen ist Bromid Br⁻ das Gegenion. • In den meisten Seifen werden die Fettsäure-Anionen durch Natrium- oder Kalium-Kationen (Na⁺ oder K⁺) als Gegenionen begleitet.

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