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Friktion (Wirtschaft)
Gründe für eine Friktion liegen hier zum Beispiel in Arbeitsplatzwechsel und damit verbundenen Umzügen oder der zeitweiligen Trennung von Familien vor.
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Begriff und Bedeutung
Friktion, auch Marktfriktion, bezeichnet in der Volkswirtschaftslehre Koordinations- oder Transaktionshemmnisse. Solche Widerstände erschweren, dass Marktteilnehmer zusammenfinden oder wirtschaftliche Vorgänge reibungslos ablaufen.
Friktionen auf dem Arbeitsmarkt
In der Arbeitsmarkttheorie verhindern Friktionen, dass offene Stellen unmittelbar mit Arbeitslosen besetzt werden. Gründe können ein Arbeitsplatzwechsel und die damit verbundenen Umzüge oder eine zeitweilige Trennung von Familien sein.
Friktionelle Arbeitslosigkeit, auch Sucharbeitslosigkeit genannt, entsteht durch den ständig stattfindenden Wechsel von Arbeitsplätzen. Sie ist immer kurzfristig und nur zu einem geringen Anteil vorhanden. Ein gewisses Maß an friktioneller Arbeitslosigkeit ist unvermeidlich. Einen Zusammenhang dazu behandelt auch die Beveridge-Kurve.
Berücksichtigung in Wirtschaftstheorien
Die Neue Institutionenökonomik berücksichtigt Friktionen, die durch Transaktionskosten – Kosten der Durchführung wirtschaftlicher Vorgänge – und Informationsasymmetrien entstehen. Informationsasymmetrie bedeutet, dass Beteiligte unterschiedlich gut informiert sind. In der Neoklassik werden solche Friktionen hingegen nicht berücksichtigt.