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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

France Culture

Die Form der Präsentation lädt zur Reflexion ein und unterscheidet sich durch einen ruhigen Grundton von der Lebhaftigkeit anderer französischer Radioprogramme.

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Profil und Bedeutung
  2. 2. Entwicklung des Senders
  3. 3. Gestaltung des Programms
  4. 4. Prägende Sendungen
  5. 5. Verbreitung und Empfang

Profil und Bedeutung

France Culture ist ein öffentlich-rechtlicher französischer Kultursender mit Sitz in Paris und gehört zu Radio France. Er sendet überwiegend Wortprogramme über kulturelle, wissenschaftliche und gesellschaftlich relevante Themen. Die ruhige Präsentation soll zum Nachdenken anregen und unterscheidet den Sender von lebhafteren französischen Radioprogrammen.

France Culture zählt neben France Inter und France Musique zu den Hauptprogrammen des französischen Rundfunks. France Culture und France Musique richten sich an eine kleine, besonders kulturinteressierte Hörerschaft. Während France Culture einen hohen Wortanteil hat, verbreitet France Musique vor allem klassische Musik sowie Barock und Jazz.

Entwicklung des Senders

Der Sender wurde 1946 unter dem Namen Chaîne Nationale gegründet, 1958 in France III umbenannt und erhielt 1963 den Namen France Culture. Zu seinen bekannten Produktionen gehörte das „Atelier de Création Radiophonique“. Seit 2015 wird France Culture von Sandrine Treiner geleitet.

Gestaltung des Programms

Kennzeichnend sind groß angelegte Themenabende und Themennächte. Ein Thema wird dabei über mehrere Stunden aus unterschiedlichen Blickwinkeln behandelt. Zum Einsatz kommen verschiedene Formen wie Radio-Feature, Reportage, literarische Lesung, Hörspiel, Radio-Essay, Dokumentation und Gespräch. Diese Genres vermischen sich teilweise auf eine für nicht-französische Hörer ungewohnte Weise.

Auch das Nachtprogramm „Les nuits de France Culture“ bietet ausführliche und anspruchsvolle kulturelle Wortbeiträge. Nachrichtensendungen laufen täglich um 7.00, 8.00, 12.30, 18.00, 19.00 und 22.00 Uhr. Im Unterschied zu anderen Kanälen stehen Hintergründe im Mittelpunkt. Sie werden besonders in längeren Gesprächen in der zweiten Hälfte des Journals erläutert; als Gesprächspartner treten meist Wissenschaftler oder Kulturschaffende auf.

Prägende Sendungen

Zu den im Artikel genannten bekannten Sendungen gehören „Cultures monde“ seit 2011, „Les matins de France Culture“ und „Les pieds sur terre“ seit 2002 sowie „LSD, La série documentaire“ seit 2016. „Une vie, une œuvre“ besteht seit 1984 und trägt seit 2006 den Titel „Toute une vie“.

Zu den ehemaligen Formaten zählen unter anderem „Atelier de création radiophonique“ (1969–2018), „Black and Blue“ (1970–2008), „Le Bon plaisir“ (1985–1999), „Les Chemins de la connaissance“ (1970–1997), „Les Nuits magnétiques“ (1977–1999), „La Matinée des autres“ (1977–2002) und „Du jour au lendemain“ (1985–2014). Der Artikel führt „Le Panorama“ ebenfalls unter den ehemaligen Sendungen, nennt dafür aber lediglich den Beginn „seit 1968“ und kein Enddatum.

Verbreitung und Empfang

In Frankreich wird France Culture hauptsächlich terrestrisch über UKW ausgestrahlt. Das Programm ist außerdem über das Internet und digital unverschlüsselt über Satellit im Standard DVB-S empfangbar. In den Grundangaben werden zusätzlich Kabel und analog-terrestrischer Empfang genannt; das UKW-Empfangsgebiet ist Frankreich.

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