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François Sureau
François Sureau (* 19. September 1957 in Paris) ist ein französischer Schriftsteller und bedeutender Jurist. Inhaltsverzeichnis. 1 Leben; 2 Werke (Auswahl) …
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Person und Bedeutung
François Sureau, geboren am 19. September 1957 in Paris, ist ein französischer Schriftsteller und bedeutender Jurist. Er verbindet seine literarische Arbeit mit Tätigkeiten als Anwalt, Publizist, hoher Verwaltungsjurist und Reserveoffizier. Am 15. Oktober 2020 wurde er in die Académie française gewählt.
Ausbildung und berufliche Tätigkeit
Sureau studierte Jura am Institut d’études politiques de Paris und an der École nationale d’administration (ENA). Seit 1995 arbeitet er als Anwalt in Paris. Zudem ist er Maître des requêtes beim Conseil d’État, dem französischen Staatsrat.
1986 gehörte er zu den Gründern der Zeitschrift Revue française d'économie und ist ihr Mitherausgeber. Außerdem schreibt er für die Zeitung La Croix und die Zeitschrift Commentaire. Seine 1961 geborene Schwester Véronique Sales ist ebenfalls Schriftstellerin.
Literarische Auszeichnungen
Sureau erhielt mehrere bedeutende Literaturpreise: 1988 den Prix Colette für den Roman La Corruption du siècle, 1990 den Prix du roman de l’Académie française für L’Infortune und 1997 den Prix Goncourt de la Nouvelle für Le Sphinx de Darwin. 2003 wurde Les Alexandrins mit dem Prix Méditerranée ausgezeichnet.
Militärischer Dienst
Seit 2004 ist Sureau Reserveoffizier im Rang eines Colonel beim französischen Heer. Im Februar 2011 wurde er zum Oberkommando der Fremdenlegion nach Aubagne versetzt. Dort arbeitete er unter anderem als Rechtsberater des kommandierenden Generals. In dieser Zeit nahm er an mehreren Auslandseinsätzen in Afghanistan, der Sahelzone und im Kosovo teil. Im April 2019 wurde er dem Generalstab der französischen Streitkräfte zugeteilt.
Ausgewählte Werke
Zu Sureaus Werken gehören La Corruption du siècle (1988), L’Infortune (1990), L’Aile de nos chimères (1993), Les hommes n’en sauront rien (1995), Le Sphinx de Darwin (1997), Lambert Pacha (1998), Les Alexandrins (2003), L’Indépendance à l’épreuve, La Chanson de Passavant (2005), L’Obéissance (2006), Inigo. Portrait (2010), Sans bruit sans trace (2011) und Le Chemin des morts (2013).
Spätere Veröffentlichungen sind Je ne pense plus voyager – La mort de Charles de Foucauld (2016), der Gedichtband Sur les bords de tout – La chanson de Passavant III (2016), Pour la liberté. Répondre au terrorisme par la raison (2017), Sans la liberté (2019) und L’Or du temps (2020).