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Ernest Troger
Zu seinen Arbeits- und Forschungsschwerpunkten gehörten Bevölkerungsgeographie, regionale Geographie und Schulgeographie. Er unternahm zahlreiche …
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Ausbildung und wissenschaftlicher Werdegang
Ernest Troger (* 8. Oktober 1926 in Schwaz; † 16. Oktober 1988 in Wien) war ein österreichischer Geograph. Nach dem Besuch der Schulen in Innsbruck, Schwaz und Hall in Tirol leistete er im Zweiten Weltkrieg Kriegsdienst und wurde schwer verwundet.
Ab 1946 studierte Troger an der Universität Innsbruck Geographie, Geschichte und Geologie. Zu seinen akademischen Lehrern gehörten Hans Kinzl und Karl Finsterwalder. Nach der Lehramtsprüfung und dem Probejahr am Akademischen Gymnasium Innsbruck wurde er 1954 mit einer Dissertation über die Bevölkerungsgeographie des Zillertales promoviert.
Anschließend arbeitete Troger als Assistent von Franz Huter am Historischen Institut in Innsbruck. Forschungsaufenthalte führten ihn nach Nordafrika und Thailand. Von 1956 bis 1958 war er Gastprofessor in Bangkok. 1960 wechselte er an das wiedererrichtete Institut für Landeskunde der Universität Innsbruck, das besonders der Erforschung Nord- und Südtirols gewidmet war. Troger wirkte an dessen Aufbau mit und war ab 1963 wissenschaftlicher Leiter. Im selben Jahr habilitierte er sich an der Philosophischen Fakultät der Universität Innsbruck. 1965 übernahm er eine Gastprofessur in Hamburg.
Lehre, Forschung und Veröffentlichungen
Ab 1966 lehrte Troger an der Universität Wien zunächst als außerordentlicher Professor, ab 1971 als ordentlicher Universitätsprofessor für Allgemeine Geographie und Länderkunde. 1972/1973 war er Dekan der Philosophischen Fakultät, bevor diese in drei Nachfolgefakultäten aufgeteilt wurde.
Seine wichtigsten Arbeits- und Forschungsschwerpunkte waren die Bevölkerungsgeographie, also die geographische Untersuchung von Bevölkerungen, die regionale Geographie und die Schulgeographie. Er unternahm zahlreiche Forschungsreisen nach Südostasien und in den Orient. Außerdem war er entscheidend an der Entwicklung der Grundkarten und an den Kartenentwürfen für die erste und zweite Lieferung des Tirols-Atlas (1969–1971) beteiligt. Von 1973 bis 1983 war er Vorsitzender des naturwissenschaftlichen Fachausschusses der Österreichischen UNESCO-Kommission.
Troger war ab 1963 verheiratet. Er starb 1988 nach kurzer schwerer Krankheit wenige Tage nach seinem 62. Geburtstag.
Zu seinen ausgewählten Schriften gehören „Bevölkerungsgeographie des Zillertales“ (Wagner, Innsbruck 1954) sowie „Die Knappenstadt Schwaz“, ein Festvortrag zur Feier der 75-jährigen Stadterhebung am 6. Juli 1974 (Schendl, Wien 1975, ISBN 3-85268-055-7).