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Ernährungsphysiologie
Ernährungsphysiologie ist ein Zweig der Physiologie, der untersucht, in welcher Menge und Zusammensetzung Lebensmittel und Nährstoffe dem Organismus …
Gegenstand und Einteilung
Die Ernährungsphysiologie ist ein Zweig der Physiologie. Sie untersucht, welche Menge und Zusammensetzung von Lebensmitteln und Nährstoffen ein Organismus braucht, um – abhängig von Alter, Geschlecht und Lebensbedingungen – optimal ernährt zu sein.
Üblich ist die Einteilung in Pflanzenphysiologie, Tierphysiologie und Humanphysiologie.
Anwendung in Tierhaltung, Medizin und Ernährung
Die Ernährungsphysiologie überschneidet sich mit Ernährungswissenschaft und Biochemie. In der Tierzucht dient ihre Forschung dazu, Tierernährung, Futtermittel und Nährstoffbedarfsnormen für Nutztiere zu optimieren.
In Medizin und Veterinärmedizin steht die Vermeidung oder frühe Erkennung von Stoffwechselkrankheiten, Mangel- und Fehlernährungen sowie krankheitsbedingter Unterernährung im Mittelpunkt.
Beim Menschen unterscheiden sich Nährstoffbedarf und Grundumsatz zwischen Altersgruppen und Personengruppen mit besonderen Lebensumständen. Dazu gehören Wachstumsphasen, Schwangerschaft und harte körperliche Arbeit. Die Erkenntnisse werden in Ernährungsmedizin und Diätetik angewendet.
In Studiengängen der Agrarwissenschaften, Ernährungswissenschaft und/oder Nutztierwissenschaften gibt es eigene Lehrstühle für Ernährungsphysiologie oder Professuren, die Ernährungsphysiologie und Tierernährung zusammenfassen.