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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Environmental stewardship

Resilienzorientiertes Ökosystemmanagement betont Resilienz als integralen Bestandteil der Reaktion auf und Interaktion mit der Umwelt in einer sich ständig …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Begriff und Ziel
  2. 2. Rollen und Beteiligung
  3. 3. Resilienz in der Ökosystemverwaltung
  4. 4. Programme und praktische Beispiele
  5. 5. Soziale und politische Bedeutung

Begriff und Ziel

Environmental Stewardship bezeichnet den verantwortungsvollen Umgang mit der natürlichen Umwelt. Auf Deutsch wird dafür auch Umweltverantwortung verwendet; weitere Bezeichnungen sind planetary stewardship und planetarische Verantwortung. Gemeint ist die verantwortungsvolle Nutzung und der Schutz der natürlichen Umwelt durch aktive Beteiligung an erhaltenden und nachhaltigen Praktiken.

Umweltverantwortung kann von Einzelpersonen, kleinen Gruppen, Nichtregierungsorganisationen, Bundesbehörden und anderen Netzwerken ausgeübt werden. Sie verbindet damit den Schutz der Umwelt mit ihrer nachhaltigen Nutzung. Aldo Leopold (1887–1948) setzte sich in seiner Landethik für Umweltverantwortung ein. Er untersuchte die ethischen Folgen des „Umgangs des Menschen mit dem Land und den darauf wachsenden Tieren und Pflanzen.“

Rollen und Beteiligung

Auf Grundlage der organisationalen Stewardship-Theorie werden Umweltschützer, auf Englisch Environmental stewards, in drei Rollen eingeteilt:

  • Aktive engagieren sich unmittelbar im Umweltschutz, zum Beispiel ehrenamtlich bei der Beseitigung von Ölverschmutzungen.
  • Spender unterstützen Umweltprojekte finanziell oder durch Sachspenden. Dazu gehören beispielsweise Fundraising und private Spenden.
  • Praktiker arbeiten täglich im Umweltschutz. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Umweltorganisationen und -gruppen vertreten sie die Belange der Umwelt.

Alle drei Rollen fördern das Umweltbewusstsein, auf Englisch environmental literacy, und stärken die Beteiligung an Naturschutzmaßnahmen. Aus einer biokulturellen Naturschutzperspektive schlagen Ricardo Rozzi und seine Mitarbeiter partizipative interkulturelle Ansätze für den weltweiten Umweltschutz, auch Earth stewardship genannt, vor. Langfristige sozioökologische Forschungsprojekte (LTSER) sollen dabei lokale Initiativen mit globalen Netzwerken koordinieren und kulturell vielfältige Formen des weltweiten Umweltschutzes umsetzen.

Resilienz in der Ökosystemverwaltung

Das resilienzorientierte Ökosystemmanagement betrachtet Resilienz als wichtigen Bestandteil des Umgangs mit der Umwelt in einer sich ständig verändernden Welt. Resilienz ist die Fähigkeit eines Systems, sich von Störungen zu erholen und zu seiner grundlegenden Funktion und Struktur zurückzukehren.

In diesem Ansatz werden Ökosysteme nicht als einzelne Ressourcen verstanden. Sie sind funktionsabhängig und erbringen eine Vielzahl von Ökosystemleistungen. Außerdem gelten Ressourcenmanager und Managementsysteme als einflussreiche und informierte Akteure innerhalb der natürlichen Systeme, die der Mensch nutzt. Umweltverantwortung bezieht daher sowohl die Eigenschaften der Ökosysteme als auch die Entscheidungen und Kenntnisse der Menschen ein, die diese Systeme verwalten.

Programme und praktische Beispiele

Zahlreiche Programme, Partnerschaften und Förderinitiativen versuchen, den Umweltschutz in die Funktionsweise der Gesellschaft zu integrieren.

Ein Beispiel ist das Pesticide Environmental Stewardship Program (PESP), ein von der US-Umweltschutzbehörde EPA betreutes Partnerschaftsprogramm. Es berät Anwender von Pestiziden, um den Einsatz gefährlicher Chemikalien zu reduzieren und deren schädliche Auswirkungen auf die soziale und ökologische Gesundheit zu ermitteln.

England stellte 2006 den verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt in den Mittelpunkt eines landwirtschaftlichen Anreizsystems. Dadurch sollten Viehhalter zu einem besseren Management ihrer Flächen, Anbauprodukte, Tiere und ihres Materialeinsatzes bewegt werden. Im Rahmen dieser Initiative wurde außerdem der Environmental Stewardship Award geschaffen. Er zeichnet Mitglieder aus, deren Handeln beispielhaft für den Umweltschutz steht.

Soziale und politische Bedeutung

Studien untersuchten die Vorteile der Umweltverantwortung in unterschiedlichen Zusammenhängen. Dazu gehören ihre Evaluierung, Modellierung sowie ihre Integration in Politik, Systemmanagement und Stadtplanung. Eine Studie befasste sich damit, wie soziale Aspekte der Umweltverantwortung genutzt werden können, um lokale Naturschutzbemühungen neu auszurichten.

Die Bedeutung dieser sozialen Aspekte wird auch durch die National Recreation and Park Association hervorgehoben. Sie stellt Umweltverantwortung in den Mittelpunkt der kindlichen Entwicklung und des Naturbewusstseins von Jugendlichen. Darüber hinaus wird Umweltverantwortung als wirksame Methode zur Behandlung psychischer Erkrankungen und als natürliche Therapieform angesehen.

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