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Enquete-Kommission „Überwindung der Folgen der SED-Diktatur im Prozeß der deutschen Einheit“

Sie befasste sich mit der Geschichte der DDR, den Folgen der SED-Diktatur in Deutschland und dem Transformationsprozess. Ihren Abschlussbericht veröffentlichte …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Aufgabe und Bedeutung
  2. 2. Arbeitsweise und Ergebnisse
  3. 3. Zusammensetzung
  4. 4. Sachverständige

Aufgabe und Bedeutung

Die Enquete-Kommission „Überwindung der Folgen der SED-Diktatur im Prozeß der deutschen Einheit“ war ein vom Deutschen Bundestag eingesetztes Gremium. Sie wurde im September 1995 eingerichtet und war die Nachfolgekommission der Enquete-Kommission „Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur“. Eine Enquete-Kommission ist eine parlamentarische Kommission, die ein größeres Thema untersucht und dazu Fachwissen sammelt.

Die Kommission befasste sich mit der Geschichte der DDR, den Folgen der SED-Diktatur in Deutschland und dem Transformationsprozess im Zusammenhang mit der deutschen Einheit. Damit sollte sie zur politischen und historischen Aufarbeitung beitragen. Ein wichtiges Ergebnis ihrer Arbeit war die Gründung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Arbeitsweise und Ergebnisse

Während ihrer Arbeit führte die Kommission 25 öffentliche und 28 nicht öffentliche Anhörungen durch. Dabei wurden insgesamt 292 Zeitzeugen und Wissenschaftler angehört. Zeitzeugen sind Personen, die historische Ereignisse selbst miterlebt haben; Wissenschaftler brachten fachliche Forschungsergebnisse ein.

Außerdem gab die Kommission 160 Gutachten und Berichte in Auftrag. Ihren Abschlussbericht veröffentlichte sie im Juni 1998. Der Abschlussbericht, die Anhörungsprotokolle sowie die Gutachten und Berichte wurden zusammen in 17 Bänden mit rund 16.000 Druckseiten veröffentlicht. Die Publikation erschien als Gemeinschaftsausgabe im Nomos- und Suhrkamp-Verlag.

Zusammensetzung

Die Kommission bestand aus ordentlichen Mitgliedern des Deutschen Bundestages und aus Sachverständigen. Vorsitzender war Rainer Eppelmann von der CDU/CSU. Stellvertretende Vorsitzende war Siegfried Vergin von der SPD. Mehrere Fraktionen stellten sogenannte Obleute, also zentrale Ansprechpartner und Koordinatoren ihrer jeweiligen Fraktion: Hartmut Koschyk für die CDU/CSU, Markus Meckel für die SPD, Rainer Ortleb für die FDP, Gerd Poppe für Bündnis 90/Die Grünen und Ludwig Elm für PDS/LL.

Zu den ordentlichen Mitgliedern gehörten Abgeordnete aus CDU/CSU, SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und PDS/LL. Einige Mitgliedschaften wechselten während der Kommissionszeit, etwa bei Reinhold Hiller, Nicolette Kressl, Christine Kurzhals, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Edzard Schmidt-Jortzig.

Sachverständige

Die Sachverständigen kamen aus verschiedenen Fachgebieten, die für die Untersuchung der DDR-Geschichte und ihrer Folgen wichtig waren. Vertreten waren unter anderem Geschichtswissenschaft, Soziologie, Politikwissenschaft, Zeitgeschichte, Recht, Theologie und Philosophie.

Genannt werden Bernd Faulenbach, Clemens Burrichter, Karl Wilhelm Fricke, Martin Gutzeit, Hans-Adolf Jacobsen, Dirk Hansen, Ilko-Sascha Kowalczuk, Peter Huber, Peter Maser, Reinhard Mocek, Patrick Moreau, Hermann Weber und Manfred Wilke. Auch bei den Sachverständigen gab es Wechsel: Hans-Adolf Jacobsen war seit dem 1. Januar 1996 Mitglied, Dirk Hansen bis zum 31. Dezember 1995.

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