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Englisch Fußball
Englisch Fußball ist ein einfaches Geschicklichkeitsspiel mit einfachstem Material für zwei Spieler, das hauptsächlich von Kindern und Jugendlichen gespielt …
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Gegenstand und Ziel
Englisch Fußball ist ein einfaches Geschicklichkeitsspiel für zwei Spieler, das hauptsächlich von Kindern und Jugendlichen gespielt wird. Es benötigt nur drei annähernd gleich große Steine und kann fast ohne Vorbereitung gespielt werden. Ziel ist es, einen Stein durch eine bestimmte Spielbewegung in das gegnerische Tor zu schießen, sodass er dort liegen bleibt.
Zu Beginn legt der durch Zufall bestimmte Beginner alle drei Steine vor sein eigenes Mal. Bei jedem Spielzug muss er einen Stein mit dem Fuß durch die gedachte Verbindungslinie der beiden anderen, bereits liegenden Steine befördern. Üblicherweise wird der mittlere Stein durch die beiden äußeren Steine in Richtung des gegnerischen Tores gespielt. Für jeden Spielzug gibt es nur einen Versuch. In Tornähe versucht der Spieler, den Stein in das gegnerische Mal zu schießen. Ein erfolgreicher Treffer entspricht im übertragenen Fußballjargon einem Tor.
Der Spieler darf so lange weiterspielen, bis er einen der anderen Steine berührt, ein beliebiger Stein die Spielfeldbegrenzung überschreitet, der Schuss nicht zwischen den beiden liegenden Steinen hindurchgeht oder ein Tor erzielt wird. Danach ist der Mitspieler an der Reihe. Das Spiel endet, wenn eine zuvor vereinbarte Trefferzahl erreicht ist.
Spielfeld, Steine und Spielbewegung
Gespielt wird auf einer ebenen, einigermaßen glatten Fläche am Boden. Im Freien eignen sich beispielsweise ein asphaltierter Weg oder eine wenig befahrene Straße; in Innenräumen kommen glatte Böden aus Stein oder Linoleum infrage. Das Feld wird individuell festgelegt: Seine Länge liegt meist zwischen 2 und 10 m, die Breite sollte wenigstens 1 m betragen.
Das Spielfeld wird häufig mit Kreidestrichen oder mit Steinen beziehungsweise Stöcken markiert und in zwei Hälften geteilt. An jedem Ende liegt ein symbolisches Mal, also ein Tor, das ebenfalls nur durch Striche gekennzeichnet wird. Die Torgröße beruht auf dem Einverständnis der Mitspieler und beträgt etwa 20 cm. Als Spielmaterial dienen drei etwa gleich große Steine mit einem Durchmesser ab 3 cm; geeignete Steine können bis ungefähr zur Größe einer Filmdose verwendet werden.
Für mehr Zufälligkeit können die drei Steine zu Beginn vom Tor aus in die eigene Hälfte fallen gelassen werden. Entsteht dabei kein ausreichend gewinkeltes Dreieck, darf der Vorgang bis zu zweimal wiederholt werden. Das Standbein darf jederzeit als Bande wie beim Billard eingesetzt werden, etwa wenn die drei Steine fast eine Gerade bilden. Gespielt werden darf jedoch nur nach vorn, in Richtung des gegnerischen Tores. Gelingt diese Bewegung nicht oder wird der bewegte Stein nicht durch die beiden anderen hindurchgeschossen, wechselt das Spielrecht.
Entstehung und örtliche Regeln
Die Herkunft der Bezeichnung ist unklar. Wahrscheinlich gibt es dieses oder ein ähnliches Spiel bereits seit Jahrhunderten. Im Zusammenhang mit dem in England aufgekommenen Fußballspiel setzte sich die Bezeichnung bei den Spielern durch. Englisch-Fußball wurde jedenfalls schon zwischen den Weltkriegen gespielt, vermutlich auch schon vor dem Ersten Weltkrieg. Ein Grund könnte der Mangel an Leder- oder Gummibällen gewesen sein. Außerdem lässt sich das Spiel mit fast überall auffindbaren Steinen an vielen Orten durchführen.
Die Regeln sind nicht überall gleich und können sich sogar von Schule zu Schule unterscheiden. Eine Zusatzregel erlaubt beispielsweise einen Torschuss erst, wenn zuvor mindestens drei Spielzüge ausgeführt wurden. Die sogenannte Höchstens-Vorschrift begrenzt dagegen die Zahl der Spielzüge, die ein Spieler zum Erreichen des Ziels verwenden darf. Sie soll verhindern, dass sich ein Spieler durch eine allzu vorsichtige Spielweise nur in winzigen Schritten dem Tor nähert.
Tischvariante und verwandte Spiele
Bei der verbreiteten Tischvariante werden zunächst alle hindernden Gegenstände vom Tisch entfernt; der Tisch bildet die Spielfeldbegrenzung. Statt Steinen verwendet man Kronkorken, Münzen oder ähnliche flache Gegenstände. Der Gegner markiert das Tor an der gegenüberliegenden Tischkante, indem er kleinen Finger und Zeigefinger spreizt und die übrigen Finger unter der Kante hält. Gespielt wird durch Schnicken und Schieben mit dem gekrümmten Zeigefinger oder mithilfe eines herkömmlichen Flaschenöffners, der als Schieber dient.
Eine aus Sri Lanka stammende Variante ist für zwei oder mehr Spieler gedacht. Auf einer glatten Tischplatte werden Bohnen, Kieselsteine oder ähnliche Gegenstände verteilt; in Sri Lanka werden Kerne der Annona-Frucht verwendet. Der Spieler zeigt auf eine Lücke zwischen zwei Bohnen und stößt mit einem einzigen Fingerstoß eine dritte Bohne hindurch. Geht sie durch die Lücke, bleibt auf dem Tisch liegen und bewegt sich keine andere Bohne, darf der Spieler eine der beiden ersten Bohnen an sich nehmen und nochmals spielen. Andernfalls ist der nächste Spieler an der Reihe. Gewinner ist, wer am Ende die meisten Bohnen besitzt.
Eine weitere Variante verwendet je eine Münze der Spieler und eine kleinere Münze als Ball. Mit einem federnden Kamm oder einem Lineal beschleunigt jeder Spieler seine Münze in Richtung der Ballmünze, die durch ein auf dem Tisch markiertes Tor gestoßen werden soll. Dieses als Pfitschigogerln bezeichnete Spiel war besonders in den 1960er-Jahren an österreichischen Schulen beliebt. Ähnliche Regeln gibt es außerdem bei zahlreichen Variationen des Murmelspiels.