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Endo-exo-Isomerie

Unter endo-exo-Isomerie versteht man in der organischen Chemie eine spezielle Form der Isomerie, die nur bei substituierten verbrückten bicyclischen …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Definition und Bedeutung
  2. 2. Endo- und Exo-Stellung
  3. 3. Grenze der Bezeichnung

Definition und Bedeutung

Die Endo-exo-Isomerie ist eine besondere Form der Isomerie in der organischen Chemie. Sie kommt nur bei substituierten, verbrückten bicyclischen Kohlenwasserstoffen vor. Dabei unterscheiden sich Isomere darin, auf welcher Seite des bicyclischen Gerüsts ein Substituent R liegt.

„Endo“ und „exo“ sind relative Stereodeskriptoren: Sie beschreiben die räumliche Lage eines Substituenten im Vergleich zu einer Brücke des Moleküls. In systematischen Namen werden sie nur noch für achirale pseudoasymmetrische stereogene Zentren am Gerüst von Bicycloalkanen, Bicycloalkenen und deren Heteroanaloga verwendet.

Endo- und Exo-Stellung

Als endo bezeichnet man ein Isomer, dessen Substituenten R auf der der kürzesten Brücke entgegengesetzten Seite liegen. Als exo bezeichnet man ein Isomer, dessen Substituenten R auf derselben Seite wie die kürzeste Brücke liegen.

Bei einem dargestellten Bicyclus gibt es drei Brücken: zwei Brücken mit jeweils 2 Kohlenstoff-Atomen und eine kürzeste Brücke mit einem Kohlenstoff-Atom. An einer der Zweikohlenstoffbrücken können die Reste R zwei unterschiedliche räumliche Positionen einnehmen:

  • Liegen die Reste R auf derselben Seite wie die andere Zweikohlenstoffbrücke, liegt eine endo-Stellung vor.
  • Liegen die Reste R auf der entgegengesetzten Seite zu dieser anderen Zweikohlenstoffbrücke, liegt eine exo-Stellung vor.

Grenze der Bezeichnung

Bicyclen, die an der kürzesten Brücke einfach substituiert sind, lassen sich nicht mit der Endo-exo-Definition beschreiben. Für die Klassifikation solcher Isomere wird die syn-anti-Notation verwendet.

Lernvideos zu Endo-exo-Isomerie

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