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Distributiv
Er stellt wie Kardinalzahlen, Ordinalzahlen und Kollektivzahlen eine Reihe der Numeralia (Zahlwörter) dar. Die deutsche Sprache kennt diese Wortform nicht, nur …
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Bedeutung des Distributivs
Der Distributiv, auch Plurativ genannt, ist in der Sprachwissenschaft ein Numerus (eine grammatische Form für Zahl), der die Verteilung der besprochenen Gegenstände ausdrückt. Er gehört zusammen mit Kardinalzahlen, Ordinalzahlen und Kollektivzahlen zu den Numeralia, also den Zahlwörtern.
Ausdruck im Deutschen
Im Deutschen gibt es keine eigene Wortform für den Distributiv. Die Verteilung wird umschrieben, vor allem mit „je“ oder „jeweils“: „je vier Asse oder Könige bilden ein Quartett.“
Daneben gibt es die Wörter „einzeln“ und „einzig“ als Exklusiv. Eine Bildung mit der Endung „-el“ kommt sonst nur noch bei „Zwiesel“ zu „zwei“ vor.
Formen und Beispiele in anderen Sprachen
Im Lateinischen gibt es eigene Distributivnumeralia: singulī, bīnī, ternī, quaternī, quīnī, sēnī … . Zusammen mit dem adverbium numerale können sie auch Multiplikation ausdrücken, die im Deutschen mit Multiplikativa auf „-mal“ gebildet wird. Beispiel: 2 × 2 = 4 heißt „bis bina sunt quattuor“, also „zweimal je zwei sind vier“.
Besonders häufig tritt der Distributiv in Turksprachen auf. Im Uigurischen der Turfan-Texte bedeutet „tört öd içinde yana ikirer öd adrılur“: „innerhalb der vier Jahreszeiten werden jeweils zwei (Neben-)Jahreszeiten unterschieden“. Im modernen Türkei-Türkischen heißt „İkişer yataklı iki oda istiyoruz“: „Wir möchten zwei Zimmer mit je zwei Betten“.
Distributivsuffixe gibt es außerdem im Klassischen Mongolisch mit „-ğad/-ged“ und im Westtocharischen (Tocharisch B) mit „-waiwenta“.