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Deutscher Tonkünstlerverband

Der Deutsche Tonkünstlerverband (DTKV) ist der älteste und größte Berufsverband für Musiker in Deutschland. Der Dachverband mit Sitz in München und einer …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Aufgabe und Aufbau
  2. 2. Angebote und Aktivitäten
  3. 3. Entwicklung des Verbandes

Aufgabe und Aufbau

Der Deutsche Tonkünstlerverband (DTKV) ist ein eingetragener Verein und nach eigenen Angaben der älteste und größte Berufsverband für Musiker in Deutschland. Er wurde 1847 in Berlin gegründet, hat seinen Sitz in München und eine Geschäftsstelle in Passau. Sein Zweck ist die Interessenvertretung des gesamten Spektrums der Musikberufe sowie die Mitarbeit bei Fragen des Musiklebens auf Bundesebene und internationaler Ebene.

Der Dachverband vertritt Interpreten, Komponisten, Musikpädagogen sowie Hochschul- und Musiklehrer. Nach eigenen Angaben hat er mehr als 9000 Mitglieder. Er besteht aus 14 eigenständigen Landesverbänden. Häufig gibt es zusätzlich Gliederungen für Regionen oder Städte; diese arbeiten jedoch nicht in allen Landesverbänden als eigenständige Vereine.

Der DTKV unterstützt und koordiniert seine Mitglieder und vertritt ihre Interessen in Deutschland und im Ausland. Dazu gehört die Mitwirkung im Deutschen Musikrat, im Deutschen Kulturrat und im Beirat der Künstlersozialkasse. Außerdem berät der Verband die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie die Kultusministerkonferenz in politischen Fragen. Ein weiteres Arbeitsfeld ist das Urheberrecht, also der Schutz von Rechten an künstlerischen Werken wie Kompositionen.

Angebote und Aktivitäten

Seit 1980 unterhält der Verband ein Manuskriptarchiv mit Sitz in Siegburg und München. Es soll die Veröffentlichung von Kompositionen sowie den Erwerb zeitgenössischer Musik erleichtern, die noch nicht öffentlich erschienen ist.

Daneben betreibt der DTKV eine Musiklehrer-Datenbank. Über sie können Leistungen angeboten und Gesuche aufgegeben werden. Gemeinsam mit Musikhochschulen veranstaltet der Verband mehrere Kongresse und Tagungen im Jahr. Für Mitglieder organisiert er Fortbildungsveranstaltungen und Meisterkurse sowie die Deutsch-Österreichisch-Schweizerische Studientagung.

Entwicklung des Verbandes

1844 entstand in Berlin der erste Tonkünstlerverband, der Berliner Tonkünstlerverein (BTV); zu seinen Gründungsmitgliedern gehörte der Pianist Theodor Kullak. Sein Publikationsorgan wurde die 1847 im Verlag Bote & Bock gegründete Neue Berliner Musikzeitung. 1859 fand in Leipzig die erste Tonkünstlerversammlung statt. 1861 wurden sowohl der Allgemeine Deutsche Musikverein, unter anderem durch Franz Brendel und Franz Liszt, als auch das erste Tonkünstlerfest in Weimar gegründet beziehungsweise veranstaltet. Franz Liszt wurde 1871 Ehrenmitglied des BTV.

1874 schlossen sich die Tonkünstlervereine in Berlin, Hamburg, Leipzig und München zum Verband deutscher Tonkünstlervereine zusammen. 1903 folgte der Zentralverband deutscher Tonkünstler und Musiklehrer. 1922 entstand mit zehn Landesverbänden der Reichsverband deutscher Tonkünstler und Musiklehrer (RDTM). Dieser wurde 1933 im Zuge der Gleichschaltung aufgelöst und in die Reichsmusikkammer überführt.

1946 gründete sich erneut der Verband deutscher Tonkünstler und Musiklehrer (VDTM). 1964 erhielt er den Namen VDMK, Verband deutscher Musikerzieher und konzertierender Künstler. Seit 1993 trägt der Verband die heutige Bezeichnung Deutscher Tonkünstlerverband (DTKV).

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