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Der Schimmelreiter (1934)
Der Schimmelreiter ist ein 1933 gedrehter deutscher Spielfilm von Hans Deppe und Curt Oertel nach der gleichnamigen Novelle von Theodor Storm.
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Überblick
Der Schimmelreiter ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1934. Er wurde 1933 gedreht und basiert auf der gleichnamigen Novelle von Theodor Storm. Regie und Drehbuch stammen von Hans Deppe und Curt Oertel. Die männliche Hauptrolle spielt Mathias Wieman als Hauke Haien; Marianne Hoppe spielt Elke Volkerts.
Der Film ist 85 Minuten lang, die Originalsprache ist Deutsch, das Produktionsland Deutschland. Die Musik stammt von Winfried Zillig, die Kamera führte Alexander von Lagorio. Die Altersfreigabe ist FSK 6.
Handlung
Hauke Haien ist der Sohn eines Landvermessers und Kleinbauern. Er interessiert sich stark für die See und die Deiche. Als er Knecht beim örtlichen Deichgrafen Tede Volkerts wird, beschäftigt ihn vor allem dessen Aufgabe als Deichgraf. Die Stallarbeit interessiert ihn weniger. Dadurch gerät er in Konflikt mit Ole Peters, dem Großknecht.
Hauke verliebt sich in Elke, die Tochter des Deichgrafen. Nach dem Tod ihrer Väter heiraten Hauke und Elke. Hauke wird daraufhin neuer Deichgraf. Den Anwohnern wirkt er unheimlich; sie vermuten, er sei mit dem Teufel im Bunde.
Statt den heidnischen Bräuchen der Anwohner zu folgen, lässt Hauke einen neuen, weniger steilen Deich bauen. Bei einer Flut kommt es zur Katastrophe: Hauke muss sehen, wie die Wassermassen seine Frau begraben. In seiner Verzweiflung stürzt er sich ebenfalls in die Wassermenge, die das Land überflutet.
Entstehung und Veröffentlichung
Produziert wurde der Film von der R. Fritsch-Produktion GmbH in Berlin. Die Aufnahmeleitung hatte Kurt Heinz, die Bauten stammen von Gabriel Pellon. Gedreht wurde in Husum und Nordfriesland.
Die Uraufführung fand am 12. Januar 1934 in Hamburg statt. Im Fernsehen wurde der Film erstmals am 19. März 1956 ausgestrahlt. Am 12. November 1987 lief er im Ersten Programm des Fernsehens der DDR.
Einordnung
Die Zeitschrift Daheim – ein deutsches Familienblatt mit Illustrationen beschrieb den Film 1934 als „sehr zeitgemäß“ und schrieb: „‚Blut und Boden‘ heißt sein Inhalt, der Führergedanke lebt darin“. Der Film gehört zu den ersten Propagandafilmen im Nationalsozialismus.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Der Schimmelreiter jedoch nicht verboten. Er ist mit einer FSK-Freigabe ab 6 Jahren im allgemeinen Vertrieb.