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Dateninstitut

Das Institut soll eine zentrale Anlaufstelle für Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Staat/Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft bilden, interdisziplinär …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Aufgabe und Bedeutung
  2. 2. Konzept und geplante Aufgaben
  3. 3. Aufbau, Pilotvorhaben und aktueller Stand

Aufgabe und Bedeutung

Das deutsche Dateninstitut ist eine im Aufbau befindliche Bundesbehörde. Es soll die Datennutzung und Datenverfügbarkeit fördern. Als zentrale Anlaufstelle soll es Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Staat und Verwaltung, Politik sowie Zivilgesellschaft zusammenbringen.

Das Institut soll Wissen aus verschiedenen Fachrichtungen bündeln und praxisnahe Methodenkompetenz bereitstellen. Damit soll es helfen, Daten besser verfügbar zu machen, sinnvoll zu nutzen und gemeinsame Lösungen für gesellschaftlich oder politisch relevante Fragen zu entwickeln. Die Aufsichtsbehörde ist das Bundesministerium des Innern und für Heimat.

Konzept und geplante Aufgaben

Im Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung von 2021 wurde vereinbart, dass ein Dateninstitut „Datenverfügbarkeit und -standardisierung vorantreiben, Datentreuhändermodelle und Lizenzen etablieren“ soll. Die Idee geht auf eine Initiative von 2019 zurück, ein deutsches Open Data Institut (ODI) nach britischem Vorbild zu gründen.

Eine Gründungskommission legte im Dezember 2022 eine Konzeption für Aufbau und Methodik vor. Zu ihren sieben Missionen gehörten insbesondere:

  • Daten über Sektorengrenzen hinweg teilen und auswerten;
  • Governance-Modelle für das Datenteilen entwickeln. Governance bezeichnet dabei Regeln und Formen der Steuerung; sie sollen finanzielle, technische, organisatorische und rechtliche Fragen abdecken;
  • Wissen und Praxiserfahrung zu Datenteilen und Datennutzung aufbereiten, um daraus Lösungen für die Gesamtgesellschaft abzuleiten;
  • gemeinwohlorientierte Lösungen für gesellschaftlich und/oder politisch relevante Probleme entwickeln;
  • stärker daten- und evidenzbasierte politische Entscheidungen ermöglichen;
  • Datentreuhandmodelle etablieren und Open Data nach den FAIR-Prinzipien bereitstellen;
  • datenbasierte Geschäftsmodelle entwickeln und skalieren sowie Vorschläge für ihre dauerhafte Nutzbarkeit, Qualitätssicherung und Pflege erarbeiten.

Als Kritik wurde genannt, dass der Gründungskommission Fachwissen zu Infrastruktur, Standardisierung und Recht gefehlt habe.

Aufbau, Pilotvorhaben und aktueller Stand

Im Mai 2023 wurden erste Haushaltsmittel freigegeben, damit Wirtschaftsministerium, Innenministerium und Forschungsministerium die konkrete Planung beginnen konnten. Für jedes Jahr von 2023 bis 2025 waren 10 Millionen Euro vorgesehen.

Beim Kick-Off im April 2024 in Berlin starteten drei ineinandergreifende Module. Sie umfassten zwei Pilot-Use-Cases und ein Verhandlungsverfahren zur Gründung des Instituts. Ein Use-Case ist ein konkreter Anwendungsfall. Die beiden separat ausgeschriebenen Anwendungsfälle hießen Post-Covid und Energie; Interessierte konnten sich bewerben und sollten prototypisch miteinander konkurrieren. Die Bewerbungsfrist für Konditionierung, Gründung und Betrieb endete am 4. Juli 2024. Wikimedia Deutschland und die Open Knowledge Foundation Deutschland nahmen nicht am Verfahren teil.

Bis Mai 2025 waren Innen- und Wirtschaftsministerium für den Aufbau zuständig. Mit Verweis auf die vorläufige Haushaltsführung wurden die Arbeiten am Aufbau eingestellt. Im Koalitionsvertrag der 21. Wahlperiode des Bundestages erschien das Vorhaben nicht mehr. Seit Mai 2025 ist das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung für den Aufbau zuständig. Ebenfalls 2025 gründeten private Akteure das data analytics institute.

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