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Data Unser: Wie Kundendaten die Wirtschaft revolutionieren

Das Buch beschreibt die Geschichte der Daten, die die Unternehmen über uns sammeln und wie sie diese nutzen. Die drei Autoren gehen davon aus, dass es mehrere …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Sachbuch über Kundendaten und Marketing
  2. 2. Datenbasiertes Marketing
  3. 3. Neue Datenquellen und Umgang mit Daten
  4. 4. Beurteilungen und Nominierung

Sachbuch über Kundendaten und Marketing

„Data Unser: Wie Kundendaten die Wirtschaft revolutionieren“ ist ein Sachbuch von Björn Bloching, Lars Luck und Thomas Ramge. Es erschien im Januar 2012 im Redline Verlag und ist auch als E-Book verfügbar.

Das Buch beschreibt, welche Daten Unternehmen über Kundinnen und Kunden sammeln und wie sie diese nutzen. Die Autoren sehen seit den 1980er Jahren mehrere Datenrevolutionen: vom persönlich geführten Tante-Emma-Laden über Massenmarketing, großflächigen Handel, professionelleres Marketing, CRM und Online-Marketing bis zu einem integrierten datenbasierten Marketing.

Datenbasiertes Marketing

Im Tante-Emma-Laden kannte die Eigentümerin die Wünsche ihrer Kundschaft und bestellte passende Produkte. Heute sammeln Unternehmen dafür umfangreiche elektronische Kundendaten. Nützlich werden diese Daten erst, wenn sie mit dem Verhalten einzelner Kunden verknüpft werden können.

Als Datengetriebenes Marketing wird ein Marketing bezeichnet, das Entscheidungen auf solche Daten stützt. Es wurde laut Buch erstmals in den 1980er Jahren durch CRM betrieben. CRM steht für die Pflege und Nutzung von Kundenbeziehungen; damals lieferte es jedoch noch keine ausreichend aussagekräftigen und verwertbaren Ergebnisse.

Durch die intelligente Verknüpfung von Daten soll heute ein tiefes Verständnis der Interessen und des Verhaltens einzelner Kunden möglich werden. Das Buch nennt diese Methode Datenbasiertes Marketing oder kurz Data-Marketing. Sie soll die vier großen Ps des Marketing verbinden: Place (Ort bzw. Vertrieb), Product (Produkt), Price (Preis) und Promotion (Werbung bzw. Verkaufsförderung). Als weitreichendes Beispiel nennen die Autoren Kreditkartenfirmen, die anhand von Daten erkennen könnten, welcher Kunde sich in den nächsten fünf Jahren scheiden lässt.

Neue Datenquellen und Umgang mit Daten

Soziale Medien, Cloud-Computing und Smartphones lassen laut den Autoren die Grenzen zwischen Online- und Offline-Welt zunehmend verschwinden. Dadurch erweitere sich die Datenbasis über einzelne Kunden erheblich. Diese Entwicklung sei eine Aufgabe für Großkonzerne, Online-Händler und Kleinsthändler gleichermaßen.

Die Autoren betonen, dass die Daten den Kunden und nicht den Unternehmen gehören. Deshalb schlagen sie einen „New Deal on Data“ vor. Er soll auf vier Pfeilern beruhen: Datensicherheit, Transparenz, Mehrwert und Verhältnismäßigkeit beim Einsatz von Kundendaten.

Beurteilungen und Nominierung

Besprechungen beschreiben datenbasiertes Marketing als Paradigmenwechsel: Marketing werde analytisch, datenbetrieben und vorausberechenbar. Computerprogramme könnten in großen Datenmengen Zusammenhänge finden, die Menschen nicht erkennen würden; dies könne Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Kritisch wird angemerkt, dass sich die zweite Buchhälfte teilweise in „Berater-Latein“ verliere. Außerdem stammen laut einer Besprechung fast alle Beispiele aus den USA und Asien, wo ein lockererer Datenschutz als in Deutschland bestehe. Genannt werden ungewöhnliche Zusammenhänge zwischen Windeln und Bier sowie Schmuck und Scheidung; zugleich wünschen Kunden sich demnach durchaus einen Dialog mit Unternehmen.

Das Buch war für den getAbstract International Book Award nominiert, der 2012 zum zwölften Mal auf der Frankfurter Buchmesse verliehen wurde.

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