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Dantons Tod (1977)
Dantons Tod ist die 1977 geschaffene Studioaufzeichnung des Fernsehens der DDR einer Inszenierung von Fritz Bornemann nach einem Drama von Georg Büchner aus …
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Überblick
Dantons Tod ist eine 1977 entstandene Studioaufzeichnung des Fernsehens der DDR. Sie beruht auf einer Inszenierung von Fritz Bornemann nach dem Drama Dantons Tod von Georg Büchner aus dem Jahr 1835. Der Film wurde in deutscher Sprache produziert, stammt aus der DDR und hat eine Länge von 138 Minuten.
Im Mittelpunkt stehen Figuren der Französischen Revolution, besonders Georges Danton und Robespierre. Die Besetzung nennt Friedo Solter als Georges Danton, Jürgen Hentsch als Robespierre, Henry Hübchen als St. Just und Uwe Kockisch als Camille Desmoulins. Weitere Rollen sind unter anderem Lacroix, Hérault-Séchelles, Philippeau, Julie, Lucile, Collot d’Herbois, Barère, Billaud-Varennes, Legendre, Marion, Herman und Fouquier-Tinville.
Inhaltliche Anlage
Der Abschnitt zur Handlung enthält im vorliegenden Artikel keine ausgeführte Inhaltsangabe. Aus den übrigen Angaben geht nur hervor, dass die Fernsehaufzeichnung auf Büchners Drama über Danton und weitere Gestalten der Französischen Revolution basiert. Für eine genaue Zusammenfassung der Handlung liefert der Artikel selbst keine weiteren Details.
Produktion und Gestaltung
Regie führte Fritz Bornemann. Die Musik stammt von Henry Krtschil. An der Kamera arbeiteten Werner Schramm, Uwe Reuter, Hans-Joachim Döbler, Horst Rudolph und Wolfram Huth; den Schnitt übernahm Jürgen Schulz. Produktionsunternehmen war das Fernsehen der DDR.
Bornemann erklärte in der Berliner Zeitung die konzeptionelle Ausrichtung der Inszenierung. Ein Ansatzpunkt sei Büchners Verhältnis zum „vierten Stand“ gewesen. Damit ist hier die Perspektive der einfachen Bevölkerung beziehungsweise der Volksmassen gemeint. Das Handeln der Hauptfiguren sollte „von unten“ betrachtet werden. Bornemann wollte mit den Mitteln des Fernsehens besonders die Volksszenen als ständige Bezugsebene hervorheben.
Die Erstausstrahlung erfolgte am 27. März 1977 im 1. Programm des Fernsehens der DDR.
Auszeichnung und Bewertung
Die Produktion erhielt 1978 einen Sonderpreis auf dem 6. Internationalen Festival der Fernsehtheater in Plowdiw.
Die Kritik fiel im Artikel positiv beziehungsweise interpretierend aus. Dieter Krebs schrieb in der Berliner Zeitung vom 30. März 1977, die Inszenierung sei ein „großer Fernsehabend“ und könne dazu anregen, sich weiter mit Danton und Büchner zu beschäftigen. Er betonte außerdem, dass Büchners Aussagen über Haltungen zur Revolution weiterhin aktuell wirken könnten.
Rainer Kerndl beschrieb in Neues Deutschland vom 31. März 1977 besonders Friedo Solters Darstellung des Danton. Solters Danton erscheine als ehemaliger Revolutionär, der in Fatalismus verfalle, zum „Komödianten seiner selbst“ werde und vor dem Tribunal eine rhetorische Vorstellung biete. Diese Deutung hebt eine Figur hervor, die sich selbst ausweicht und zugleich keine kühle Distanz zu sich selbst gewinnt.