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Daniel Gabriel Fahrenheit
Nach ihm wurde die Temperatureinheit Grad Fahrenheit (°F) benannt. Fahrenheits Geburtshaus in der Danziger Hundegasse heute Gedächtnisplakette in der …
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Bedeutung und Temperaturmessung
Daniel Gabriel Fahrenheit (* 24. Mai 1686 in Danzig; † 16. September 1736 in Den Haag) war ein deutscher Physiker und Erfinder von Messinstrumenten. Seine wichtigste Leistung waren präzise Thermometer mit einer 3-Punkte-Eichung, also einer Festlegung der Skala anhand von drei Bezugstemperaturen. Damit begründete er die Thermometrie, die wissenschaftliche Temperaturmessung.
Die nach ihm benannte Fahrenheit-Skala misst Temperaturen in Grad Fahrenheit (°F). Ihren Nullpunkt legte Fahrenheit auf die niedrigste Temperatur fest, die er mit einer Eis-Salz-Kältemischung erzeugen konnte: −17,8 °C. Zunächst nutzte er Weingeist als Thermometersubstanz, ab etwa 1714 auch Quecksilber. Quecksilberthermometer gab es schon vor ihm; durch seine Kalibrierung und Herstellungsverfahren wurden sie jedoch allgemein anwendbar. Angeregt wurde er durch eine Arbeit von Guillaume Amontons über die temperaturabhängige Anzeige von Quecksilberbarometern.
Weitere Forschungen und Instrumente
1721 stellte Fahrenheit fest, dass Wasser deutlich unter seinen Gefrierpunkt abgekühlt werden kann, ohne sofort zu gefrieren. Dieses Phänomen heißt unterkühltes Wasser.
Er konstruierte außerdem ein Aräometer zur Bestimmung der Dichte von Flüssigkeiten, ein Pyknometer zur genaueren Dichtebestimmung sowie ein Hypsobarometer, eine besondere Form des Barometers.
Herkunft und Lebensweg
Fahrenheits Eltern Daniel (1656–1701) und Concordia Fahrenheit (1657–1701), geborene Schumann, lebten in Danzig. Daniel Gabriel Fahrenheit war das älteste von fünf Kindern und überlebte als Einziger die ersten Lebensjahre. Sein Großvater Reinhold Fahrenheit war von Kneiphof/Königsberg nach Danzig gezogen und dort Kaufmann geworden; die Familie stammte vermutlich aus Hildesheim.
Seine Eltern starben am 14. August 1701 an einer Pilzvergiftung. Auf Anweisung seines Vormunds begann Fahrenheit in Amsterdam eine Kaufmannslehre, brach sie jedoch 1707 ab; daraufhin wurde ein Haftbefehl erlassen. Ab 1707 reiste er unter anderem nach Danzig, Dresden, Leipzig, Berlin und Kopenhagen. 1708 besuchte er Ole Rømer in Kopenhagen, 1714 Christian von Wolff in Halle. Er korrespondierte mit Gottfried Wilhelm Leibniz, Herman Boerhaave und Willem Jacob ’s Gravesande.
1717 ließ er sich in Amsterdam als Glasbläser nieder und stellte Barometer, Höhenmesser und Thermometer her und verkaufte sie. Ab 1718 hielt er in seinem Haus Vorlesungen über Chemie, Optik und Hydraulik. 1736 erkrankte er während eines Aufenthalts in Den Haag, bei dem er ein Patent für eine Pumpe anmelden wollte, und starb dort.
Anerkennung und Schriften
Am 7. Mai 1724 wurde Fahrenheit zum Mitglied („Fellow“) der Royal Society gewählt. Die Temperatureinheit Grad Fahrenheit trägt seinen Namen. 1976 wurde der zuvor „Picard X“ genannte Mondkrater zu seinen Ehren in Fahrenheit umbenannt.
Seine 1724 in den Philosophical Transactions veröffentlichten Arbeiten behandeln unter anderem die Siedepunkte von Flüssigkeiten, das Gefrieren von Wasser im Vakuum, spezifische Gewichte von Substanzen, ein neues Aräometer und ein neues Barometer beziehungsweise Hypsobarometer.