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Commonwealth Games 2026
Commonwealth Games waren eine Multisportveranstaltung für Sportler aus den Commonwealthländern, die zwischen dem 23. Juli und 2. August 2026 in Glasgow in …
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Überblick
Die 23. Commonwealth Games waren eine Multisportveranstaltung für Sportlerinnen und Sportler aus den Commonwealthländern. Sie fanden vom 23. Juli bis 2. August 2026 in Glasgow in Schottland statt. Das Motto lautete „Sport Is Just the Beginning“. Eröffnet wurden die Spiele durch Charles III.; als Stadion wird das Scotstoun Stadium genannt.
Insgesamt gab es 215 Wettkämpfe in 10 Sportarten. Teilnehmend waren 74 Länder mit 2.757 Athletinnen und Athleten. Im Medaillenspiegel lag Australien mit 70 Gold-, 45 Silber- und 56 Bronzemedaillen, insgesamt 171 Medaillen, auf Platz 1. Es folgten England mit 110 Medaillen und Kanada mit 63 Medaillen.
Vergabe und Austragungsort
Die Gastgeberstadt sollte ursprünglich auf der Generalversammlung der Commonwealth Games Federation (CGF) 2019 in Kigali in Ruanda ausgewählt werden. Am 16. Juni 2019 bestätigte die CGF, dass die Auswahl 2020 erfolgen werde. Sie verzögerte sich jedoch wegen mangelnden Interesses von Städten und wegen der COVID-19-Pandemie. Im Dezember 2021 kündigte die CGF an, im März 2022 einen Gastgeber bekannt zu geben.
Am 12. April 2022 wurde der australische Bundesstaat Victoria als Ausrichter bekannt gegeben. Vorausgegangen war ein zwei Monate dauernder exklusiver Dialogprozess mit der CGF. Die Spiele sollten in fünf Regionen Victorias stattfinden: Melbourne, Geelong, Bendigo, Ballarat und Gippsland. Am 18. Juli 2023 erklärte Victoria jedoch, die Spiele nicht auszutragen. Als Grund wurden stark gestiegene Kosten genannt: Die budgetierten Kosten von 2,6 Milliarden Australischen Dollar hätten die nun geschätzten Kosten von mehr als sechs Milliarden Australischen Dollar nicht gedeckt.
Am 17. September 2024 wurde bekannt, dass Glasgow der neue Austragungsort werde. Möglich wurde dies durch eine Einigung über einen Zuschuss von 100 Millionen Pfund Sterling von Commonwealth Games Australia, der finanzielle Risiken der Veranstaltung abdecken sollte. Die Spiele fanden mit reduziertem Programm statt, geplant waren zehn Sportarten. Außerdem wurden bereits bestehende Sportanlagen genutzt, um Kosten zu senken. Im September 2024 sicherte die schottische Regierung die nötige logistische und finanzielle Unterstützung zu; im Oktober 2024 wurde der Termin bestätigt.
Sportprogramm
Im Oktober 2024 wurde bekanntgegeben, dass das Sportprogramm von zuletzt 20 auf 10 Sportarten reduziert werde. Ausgewählt wurden 3×3-Basketball, Bahnradsport, Bowls, Boxen, Gewichtheben, Judo, Leichtathletik, Netball, Schwimmen und Turnen. In sechs Sportarten war die Integration von Parasport-Wettbewerben vorgesehen. Parasport bezeichnet Wettbewerbe für Sportlerinnen und Sportler mit Behinderung.
Hintergrund der Reduzierung war vor allem die Kostensenkung. Auch die Zahl der Teilnehmenden sollte verringert werden; sie wurde auf etwa 3000 geschätzt. Zudem wurden einzelne Sportarten im Umfang gegenüber früheren Austragungen verkleinert. Es fanden generell keine Straßenwettbewerbe statt, und beim Schwimmen gab es keine Disziplinen im Wasserspringen. Vertreter der gestrichenen Sportarten kritisierten diesen Schritt.
Die meisten Entscheidungen gab es in der Leichtathletik mit 59 und im Schwimmen mit 56. Weitere Entscheidungssummen waren Bahnradsport mit 26, Gewichtheben mit 20, Boxen mit 14, Judo mit 14, Turnen mit 14, Bowls mit 7, 3×3-Basketball mit 4 und Netball mit 1. Insgesamt ergab dies 215 Entscheidungen.
Sportstätten
Die Spiele nutzten nur vier Sportstätten. Die Leichtathletik wurde im Scotstoun Stadium ausgetragen. Weitere Sportstätten waren die Emirates Arena, das Tollcross International Swimming Centre und das Scottish Exhibition and Conference Centre.
Die Konzentration auf wenige, bereits bestehende Anlagen gehörte zum reduzierten Konzept der Spiele. Dadurch sollten Organisation und Kosten begrenzt werden.
Teilnehmer
An den Commonwealth Games 2026 nahmen 74 Länder mit insgesamt 2.757 Athletinnen und Athleten teil. Die Teilnehmenden wurden nach Regionen aufgeführt: Europa stellte 754 Athleten aus 10 Nationen, Amerika 214 aus 7 Nationen, Asien 328 aus 8 Nationen, Afrika 653 aus 21 Nationen, die Karibik 232 aus 14 Nationen und Ozeanien 576 aus 14 Nationen.
Zu den größten Mannschaften gehörten England mit 253 Athleten, Australien ebenfalls mit 253, Schottland mit 176, Kanada mit 147, Indien mit 124, Wales mit 115, Neuseeland mit 113, Südafrika mit 112 und Kenia mit 98. Kleinere Delegationen waren zum Beispiel Dominica und St. Lucia mit jeweils 3 Athleten, St. Kitts und Nevis mit 4 sowie Belize mit 5.