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Chlorate
Sie enthalten als Anion das Chlorat-Ion (ClO 3 −). Chlor weist dabei die Oxidationszahl +5 auf. Wichtige Chlorate sind Natriumchlorat, Aluminiumchlorat und …
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Grundlagen und Bedeutung
Chlorate sind Salze der Chlorsäure HClO_{3}. Sie enthalten als Anion, also als negativ geladenes Ion, das Chlorat-Ion ClO_{3}^{−}. Im Chlorat-Ion hat Chlor die Oxidationszahl +5. Wichtige Chlorate sind Natriumchlorat, Aluminiumchlorat und Kaliumchlorat.
Die meisten Chlorate sind starke Oxidationsmittel. Das bedeutet, dass sie andere Stoffe leicht oxidieren können und dabei selbst reduziert werden. Viele Chlorate reagieren spontan und können deshalb gefährlich sein.
Verwendung und Gefahren
Gemische aus Chloraten und Reduktionsmitteln wurden früher als Explosivstoffe und Zündmittel verwendet, zum Beispiel bei Chloratsprengstoffen. Heute werden sie dafür nicht mehr eingesetzt, weil sie reibungsempfindlich sind und zur Spontanreaktion neigen.
Natriumchlorat und Kaliumchlorat wurden früher als Unkrautbekämpfungsmittel eingesetzt. Für Rückstände in Lebensmitteln und Erzeugnissen gelten europaweit Rückstands-Höchstgehalte, die in der geänderten Verordnung (EG) Nr. 396/2005 geregelt sind.
Bindungsstruktur
Die Lewisschreibweise zeigt beim Chlorat-Ion meist nur eine mesomere Grenzstruktur. Eine mesomere Grenzstruktur ist eine mögliche Darstellung der Elektronenverteilung, beschreibt aber nicht allein die tatsächliche Bindungssituation.
Tatsächlich sind im Chlorat-Ion alle Cl-O-Bindungen identisch. Das zeigt sich daran, dass alle diese Bindungen gleich lang sind. Bei Kaliumchlorat beträgt die Bindungslänge zum Beispiel 1,49 Å.