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Centrum für Religionswissenschaftliche Studien
Das CERES ist eines der größten deutschsprachigen Einrichtungen des Faches Religionswissenschaft. Ihm sind sieben Professuren zugeordnet. Im Rahmen der Lehre …
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Aufgabe und Bedeutung
Das Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES) ist eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Ruhr-Universität Bochum. Es untersucht Religionen und religiöse Formationen in Geschichte und Gegenwart. Das 2004 gegründete Centrum ist seit 2015 fakultätsunabhängig und zählt laut Artikel zu den größten deutschsprachigen Einrichtungen der Religionswissenschaft. Ihm sind sieben Professuren zugeordnet.
Das CERES verbindet Forschung und Lehre mit Wissenstransfer und Nachwuchsförderung. In der Lehre bietet es Bachelor- und Masterstudiengänge an. Der Wikipedia-Artikel weist darauf hin, dass seine Angaben nicht ausreichend durch Einzelnachweise belegt sind.
Wissenschaftlicher Ansatz
Das CERES betrachtet Religion aus einer wissenschaftlichen Außenperspektive. Damit grenzt es sich von religionsimmanenten Perspektiven ab, die Religion aus ihren eigenen Vorstellungen und Traditionen heraus behandeln und unter anderem in der Theologie vorkommen.
Geografisch konzentriert sich die Forschung vor allem auf die Religionsgeschichte Asiens und Europas. Sie ist interdisziplinär, verbindet also mehrere wissenschaftliche Fachrichtungen. Religionen werden insbesondere mit sozialwissenschaftlichen Methoden untersucht. Hinzu kommen historisch-philologische Ansätze, die historische Quellen und Texte erforschen, kulturwissenschaftliche Ansätze sowie soziologische Verfahren.
Diese Verbindung ermöglicht ein multiperspektivisches Studium von Religionen. Das Methodenspektrum reicht von hermeneutischer Textarbeit, also der systematischen Auslegung von Texten, über religionsästhetische Methoden zur Untersuchung der sinnlich und gestalterisch wahrnehmbaren Seiten von Religion bis zu Verfahren der quantitativen Soziologie, die messbare Daten statistisch auswertet.
Ein am CERES tätiges und durch das Käte Hamburger Kolleg gefördertes Redaktionskollektiv gibt außerdem die interdisziplinäre englischsprachige Zeitschrift „Entangled Religions“ heraus.
Forschungsprojekte
Zu den abgeschlossenen Projekten gehören:
• „Modellierung von Themen und Strukturen religiöser Online-Kommunikation“ (relNet), 2006 bis 2012, gefördert durch das Mercator Research Center Ruhr.
• „Dynamiken der Religionsgeschichte zwischen Asien und Europa“, 2008 bis 2022, finanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.
• Das gemeinsam mit dem Centrum für Religion und Moderne der Universität Münster durchgeführte Forschungskolleg „Religiöse Pluralität und ihre Regulierung in der Region“ (RePliR), 2016 bis 2020, gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
• Das Forschungskolleg „Regionale Regulierung religiöser Pluralität im Vergleich“ (RePliV), 2020 bis 2024, ebenfalls gefördert durch dieses Ministerium.
Als laufend nennt der Artikel drei Projekte: „Jews and Christians in the East: Strategies of Interaction between the Mediterranean and the Indian Ocean“ (JewsEast) seit 2016 und „Dynamics in Buddhist Networks in Eastern Central Asia 6th to 14th Centuries“ (BuddhistRoad) seit 2017, beide gefördert vom Europäischen Forschungsrat, sowie das Reinhart-Koselleck-Projekt „Theorie und Empirie religiöser Evolution“ (THERE) seit 2018, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Fachleute und Veröffentlichung
Am CERES arbeiten Fachleute verschiedener religionswissenschaftlicher und regionaler Disziplinen. Genannt werden Alexandra Cuffel, Judaistin und Mediävistin, Frederik Elwert, Volkhard Krech, Religionswissenschaftler und Gründungsdirektor des CERES, Carmen Meinert, Tibetologin und Sinologin, Martin Radermacher, Religionswissenschaftler, Kianoosh Rezania, Professor für westasiatische Religionsgeschichte, sowie Jens Schlamelcher.
Als Publikation führt der Artikel das von Frederik Elwert, Martin Radermacher und Jens Schlamelcher herausgegebene „Handbuch Evangelikalismus“ an. Es erschien 2017 im Transcript Verlag in Bielefeld; die ISBN lautet 978-3-8376-3201-9.