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Blue-Bottle-Experiment
In einem geschlossenen Gefäß befindet sich eine farblose Flüssigkeit und etwas Luft. Schüttelt man das Gefäß, so färbt sich die Flüssigkeit blau. Nach …
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Prinzip und Bedeutung
Das Blue-Bottle-Experiment ist ein klassisches chemisches Schauexperiment und dient zugleich als Modellversuch für ein Redoxsystem, das mit NAD⁺/NADH₂ verwandt ist. In einem geschlossenen Gefäß befinden sich eine zunächst farblose Flüssigkeit und etwas Luft. Beim Schütteln färbt sich die Flüssigkeit blau; nach kurzer Zeit wird sie wieder farblos. Je länger beziehungsweise intensiver geschüttelt wird, desto länger bleibt die Blaufärbung bestehen. Die Schüttelzeit ist proportional zur Färbungszeit; es handelt sich um eine Reaktion 1. Ordnung.
Chemischer Ablauf
Die Farbänderung beruht auf Reduktion und Oxidation, zusammen Redoxreaktion genannt. Bei der Entfärbung reduziert Glucose das blaue Methylenblau zu seiner farblosen Leuko-Form. Gleichzeitig wird die Glucose zu Gluconsäure oxidiert.
Beim Schütteln gelangt Sauerstoff aus der eingeschlossenen Luft in die Flüssigkeit. Dieser oxidiert das farblose Leuko-Methylenblau wieder zu farbigem Methylenblau. Anschließend reduziert die Glucose den Farbstoff erneut, sodass die blaue Farbe verschwindet.
Wiederholbarkeit und Ende
Ist Glucose in ausreichendem Überschuss vorhanden, lässt sich der Wechsel zwischen farblos und blau mehrfach wiederholen. Das Experiment funktioniert so lange, bis der Luftsauerstoff im verschlossenen Gefäß vollständig reduziert beziehungsweise verbraucht ist. Stärkeres Schütteln bringt mehr Sauerstoff mit der Flüssigkeit in Kontakt und verlängert daher die Dauer der Blaufärbung.