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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Bilaterales Monopol

Treten auf Angebots- und Nachfrageseite des Marktes für ein Produkt auf beiden Seiten jeweils nur ein Marktteilnehmer auf, spricht man von einem bilateralen …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Begriff und Marktform
  2. 2. Preisbildung und Verhandlung
  3. 3. Typische Beispiele
  4. 4. Auftreten in der Praxis

Begriff und Marktform

Ein bilaterales Monopol, auch zweiseitiges Monopol, liegt vor, wenn auf dem Markt für ein Produkt genau ein Anbieter und genau ein Nachfrager auftreten. Damit treffen ein Monopol auf der Angebotsseite und ein Monopson auf der Nachfrageseite zusammen.

Davon zu unterscheiden sind ein Duopol mit zwei Anbietern sowie ein Oligopol beziehungsweise Oligopson, bei denen es zwar mehrere, aber nur sehr wenige Anbieter beziehungsweise Nachfrager gibt.

Preisbildung und Verhandlung

Die Preisfindung ist meist schwierig. Häufig liegt der Nutzen des Abnehmers, also sein Maximalpreis beziehungsweise der höchste Preis, den er zu zahlen bereit wäre, über dem Nutzenverlust des Anbieters. Dieser Nutzenverlust entspricht dem Mindestpreis, zu dem der Anbieter verkaufen möchte.

Jeder Preis zwischen Mindestpreis und Maximalpreis macht das Geschäft für beide Seiten vorteilhaft. Weil Anbieter und Abnehmer aufeinander angewiesen sind, müssen sie sich einigen. Zugleich versucht jede Seite, einen möglichst großen Anteil der Preisdifferenz für sich zu erhalten. Anders als beim einfachen Monopol oder Monopson kann die ökonomische Theorie den Preis deshalb nur näherungsweise bestimmen.

Typische Beispiele

Ein Automobilhersteller möchte eine Teststrecke über das abgelegene Grundstück eines Bauern führen. Das Grundstück kann er nur von diesem Bauern kaufen; der Bauer hat praktisch keine anderen Interessenten für sein Grundstück.

Ein Arbeitnehmer verfügt über einzigartige, hochspezielle Kenntnisse und muss seinen bisherigen Arbeitgeber verlassen. Es gibt nur einen weiteren Arbeitgeber, der diese Kenntnisse benötigt.

Auftreten in der Praxis

In lehrbuchhafter Reinform kommt das bilaterale Monopol relativ selten vor. Seine praktischen Auswirkungen auf die Preisfindung treten jedoch häufiger auf.

Gründe können unvollständige Information sein oder ein deutlicher Abstand zwischen den Mindestpreisen beziehungsweise der Zahlungsbereitschaft eines Anbieters oder Abnehmers und den Bedingungen bei alternativen Anbietern oder Abnehmern.

Lernvideos zu Bilaterales Monopol

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