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Aufbruch für Bürgerrechte, Freiheit und Gesundheit
Aufbruch für Bürgerrechte, Freiheit und Gesundheit (Kurzbezeichnung: AUFBRUCH) ist eine ehemalige deutsche Kleinpartei.
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Überblick und Zielsetzung
Aufbruch für Bürgerrechte, Freiheit und Gesundheit (Kurzbezeichnung: AUFBRUCH) war eine ehemalige deutsche Kleinpartei. Sie wurde 1998 gegründet, hatte ihren Hauptsitz in München und wurde von dem Münchner Arzt Hans Christoph Scheiner geleitet; stellvertretende Vorsitzende war Ana Scheiner.
Die Partei wollte zu einer bundesweit auftretenden Volkspartei werden. Sie verstand sich als bürgernah und verpflichtete sich einer „Neuen Ethik“ in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Dabei betonte sie Volksherrschaft, also die politische Mitbestimmung des Volkes, sowie Redlichkeit.
Politische Positionen
In der Umweltpolitik forderte AUFBRUCH den Ausstieg aus der Atomenergie. Außerdem wandte sich die Partei gegen Massentierhaltung und Tierversuche.
In der Gesundheitspolitik verlangte sie eine grundlegende Reform des Gesundheitswesens. Zu ihren Forderungen gehörte „Naturmedizin für alle auf Krankenschein“. Sie setzte sich auch für einen Stopp des Ausbaus der Mobilfunknetze ein. Nach Auffassung der Partei stand in Hochtechnologien Profit zu weit vor Gesundheit und Natur. Deshalb sollten Mensch und Umwelt bei jeder technologischen Entwicklung absoluten Vorrang haben.
Entwicklung der Partei
Die Partei wurde im Mai 1998 gegründet. Als Gründe werden die Immunität der europäischen Polizeibehörde Europol und der Eindruck genannt, dass keine andere Partei für Naturmedizin eintrete. Hans Christoph Scheiner war Parteigründer und Vorsitzender. Er unterstützte vor allem Bürgerinitiativen im Kampf gegen Mobilfunkanlagen und starb 2012.
Von 1998 bis 2002 betrieb die Partei bundesweit Öffentlichkeitsarbeit mit weit über 200 Vorträgen und Informationsveranstaltungen. Themen waren Mobilfunkgefahr, der Erhalt der Naturheilkunde, deren Einsparpotenzial und eine verbesserte Volksgesundheit sowie der Schutz von Bürger- und Menschenrechten.
2002 nahm der bayerische Landesverband an der Bundestagswahl teil und erhielt 4697 Zweitstimmen, also weniger als 0,01 %. Danach trat die Partei bei Landtags- und Europawahlen an und dehnte sich von Bayern auf Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Sachsen aus. Nach dem Tod Scheiners im Jahr 2012 waren keine Aktivitäten der Partei mehr wahrnehmbar.
Wahlergebnisse
Bei den Europawahlen erreichte AUFBRUCH 2004 0,2 % und 2009 0,1 %.
Bei Landtagswahlen erzielte die Partei in Bayern 2003 0,1 %, in Sachsen 2004 0,5 % und in Rheinland-Pfalz 2006 0,1 %. Das Ergebnis von 0,5 % in Sachsen war ihr höchstes der genannten Landtagswahlergebnisse.