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Außenpolitikforschung
Sie ist darauf ausgerichtet, die Außenpolitik einzelner Staaten und zuweilen auch anderer völkerrechtlich anerkannter Akteure (wie internationale Organisationen) …
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Was ist Außenpolitikforschung?
Die Außenpolitikforschung (englisch Foreign Policy Analysis), genauer theoriegeleitete Außenpolitikforschung, ist eine Teildisziplin der Internationalen Beziehungen, die in den 1950er Jahren entstand. Sie analysiert die Außenpolitik einzelner Staaten und teilweise auch anderer völkerrechtlich anerkannter Akteure, zum Beispiel internationaler Organisationen.
Zur Gründergeneration bis in die 1970er Jahre zählen Richard C. Snyder, Henry W. Bruck und Burton Sapin. Sie untersuchten außenpolitische Entscheidungsprozesse kollektiver Akteure wie Regierungen oder Regierungsausschüsse. Damit öffneten sie die bis dahin geschlossene 'black box' Staat und erfassten innenpolitische Einflüsse auf außenpolitische Entscheidungen. Außerdem betrachteten sie Entscheidungen erstmals als Prozess – vorher wurde nur das Ergebnis beachtet. In der Gründungsphase entstand außerdem der Zweig der vergleichenden Außenpolitikforschung (Comparative Foreign Policy Analysis), zu dem James N. Rosenau paradigmatische Arbeiten beitrug.
Drei Forschungsrichtungen
Da der Forschungsgegenstand an der Schnittstelle von Innenpolitik und internationaler Politik liegt, ist seit der Gründungsphase umstritten, ob individuelle, innenpolitische oder internationale Einflüsse die Außenpolitik von Staaten am besten erklären. Aus dieser Grundfrage ergeben sich drei Forschungsrichtungen:
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Individuumsbezogene Ansätze: Ähnlich wie der Realismus in den Internationalen Beziehungen stellen sie das Bedürfnis nach Machterwerb und Machtausbau in den Mittelpunkt.
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Innerstaatliche und innergesellschaftliche Ansätze: Sie verstehen Außenpolitik als Ergebnis organisatorischer und prozesshafter Routinen innerhalb von Regierungen, bei denen unterschiedliche Interessen gegeneinander abgewogen werden.
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Systemische Ansätze: Sie gehen davon aus, dass die zentralen Erklärungsfaktoren staatlicher Außenpolitik auf der Ebene des Internationalen Systems liegen.