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Arbeit 4.0
Dazu gehört beispielsweise eine erhöhte Subjektivierung, Individualisierung, Partizipation und Demokratisierung bei Entscheidungen, welche die Arbeit betreffen“ …
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Bedeutung von Arbeit 4.0
Arbeit 4.0 bezeichnet den Veränderungsprozess der gesamten Arbeitswelt im digitalen Zeitalter. Der Begriff knüpft an die vierte industrielle Revolution, Industrie 4.0, an, richtet den Blick aber auf Arbeitsformen und Arbeitsverhältnisse in allen Bereichen der Arbeitswelt, nicht nur in der Industrie.
Technischer Fortschritt soll dabei nicht ausgebremst werden, zugleich sollen Schutzstandards und wesentliche Bedingungen der Arbeitswelt erhalten bleiben. Verantwortliche, die Arbeit organisieren, passen bereits bestehende und künftig aufkommende Arbeitsweisen an die Möglichkeiten und Herausforderungen der digitalen Welt an.
Kennzeichen der veränderten Arbeitswelt
Arbeit 4.0 ist „die zunehmend digitalisierte, flexible und entgrenzte Form des Arbeitens“. Entgrenzung bedeutet hier, dass feste Grenzen etwa zwischen Arbeitsort, Arbeitszeit und anderen Lebensbereichen weniger eindeutig sein können.
Die Veränderung betrifft nicht nur die konkrete Arbeitsverrichtung, sondern führt zu einer Reorganisation von Arbeitsformen und Arbeitsverhältnissen. Dazu zählen eine stärkere Subjektivierung und Individualisierung der Arbeit sowie mehr Partizipation und Demokratisierung bei Entscheidungen, die die Arbeit betreffen. Viele dieser Themen sind nicht neu, gewinnen durch den schnellen technischen Fortschritt jedoch neue Bedeutung: Arbeit und die Anforderungen an Erwerbstätige ändern sich grundlegend.
Dialog über die Zukunft der Arbeit
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales schafft mit dem Dialogprozess Arbeiten 4.0 einen teils öffentlichen, teils fachlichen Rahmen für Gespräche über die Zukunft der Arbeitsgesellschaft. Nach der Präsentation von Ergebnissen und Vorschlägen im Weißbuch durch die damalige Arbeitsministerin Andrea Nahles im November 2016 sollte dieser Dialog auf einer weiteren Ebene fortgesetzt werden.
Im Mittelpunkt stehen nicht nur neue Produktionswelten der Industrie 4.0. Auf Grundlage des Leitbilds „Guter Arbeit“ sollen soziale Bedingungen und Spielregeln der künftigen Arbeitsgesellschaft vorausschauend thematisiert und mitgestaltet werden.
Flexible Arbeitsformen und ihre Folgen
Unternehmen nutzen bereits Arbeitsformen wie Desk-Sharing, also das Teilen von Arbeitsplätzen, „Bring your own device“, bei dem Beschäftigte eigene Geräte für die Arbeit verwenden, Crowdworking sowie andere Formen des hybriden Arbeitens. Besonders diskutiert werden die Flexibilisierung von Arbeitszeit und Arbeitsort.
Start-ups praktizieren solche flexiblen Arbeitsweisen bereits. In vielen Berufen kann mit Laptop und Schreibtisch theoretisch von jedem Ort der Erde aus im Team oder an einem Projekt gearbeitet werden. Dies ist ein Vorteil, kann aber auch erhebliche gesundheitliche und rechtliche Risiken und Schwierigkeiten mit sich bringen.