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Angewandte Informatik
Die Angewandte Informatik ist ein Teilgebiet der Informatik. Sie beschäftigt sich mit der Anwendung informatischer Methoden in informatikfremden Gebieten …
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Kern der Angewandten Informatik
Die Angewandte Informatik ist ein Teilgebiet der Informatik. Sie nutzt informatische Methoden, um Probleme in Gebieten außerhalb der Informatik zu bearbeiten, etwa in Biologie, Betriebswirtschaft oder Medizin. Damit unterscheidet sie sich von der Praktischen Informatik: Diese befasst sich mit Problemstellungen, die zur Informatik selbst gehören.
Ziel ist es, für Fragestellungen anderer Wissenschaften IT-Lösungen zu entwickeln, herzustellen und zu betreiben. Dabei können Computerprogramme Daten aufbereiten, statistisch analysieren oder Prognosen berechnen. Solche Prognosen beruhen auf analytisch erkannten Gesetzmäßigkeiten.
Wissenschaftliche und interdisziplinäre Einsatzfelder
Angewandte Informatik wird in klassischen Wissenschaften und technischen Fächern eingesetzt. Dazu zählen Physik, Chemie, Elektrotechnik und Maschinenbau. Dort unterstützen Anwendungsprogramme beispielsweise die Datenaufbereitung, die statistische Analyse und Prognosen auf Grundlage von Rechnungen.
Wichtige moderne interdisziplinäre Gebiete sind Wirtschaftsinformatik und Verwaltungsinformatik, Medizinische Informatik, Geoinformatik, Bioinformatik, Medieninformatik, Umweltinformatik, Rechtsinformatik, Sozialinformatik, Agrarinformatik und Humanities Computing. Auch Teilgebiete wie E-Commerce oder Computertomographie gehören zu diesen Anwendungsfeldern.
Computergrafik und grafische Datenverarbeitung
Computergrafik bedeutet, Bilder mit einem Computer zu erzeugen. Ausgangspunkt können gespeicherte Beschreibungen oder Eingabekommandos einer Benutzerin oder eines Benutzers sein.
Von der Computergrafik werden im Allgemeinen zwei andere Bereiche unterschieden: Die digitale Signal- und Bildverarbeitung verbessert unvollkommene Bilder, zum Beispiel durch das Beseitigen von Unreinheiten, Kontrastverstärkung oder Färbung. Die Mustererkennung untersucht Bilder, die zunächst nur als strukturlose Folge von Punkten vorliegen, daraufhin, was sie darstellen. Computergrafik, digitale Signal- und Bildverarbeitung sowie Mustererkennung werden zusammen als grafische Datenverarbeitung bezeichnet.
Simulation mit Computermodellen
Bei einer Simulation wird ein Computermodell eines Gegenstands oder Prozesses aufgebaut und untersucht, anstatt die Wirklichkeit unmittelbar zu untersuchen. Dieses Vorgehen ist besonders in technischen Computeranwendungen bedeutsam.
Ein Modell ist eine Abstraktion: Es lässt unwichtige Teile der wirklichen Einrichtung weg. Daher lassen sich mit ihm nur bestimmte Eigenschaften der Wirklichkeit untersuchen. Modelle können fehlerhaft sein, wenn in der Realität Ereignisse auftreten, die im Modell nicht berücksichtigt wurden.
Computersimulationen haben den Vorteil, dass Prozesse virtuell durchgeführt werden können, deren reale Durchführung aktuell nicht möglich wäre. Gründe können Zeit, Sicherheit, physikalische Grenzen, Kosten oder andere Umstände sein.
Verarbeitung großer Datenmengen
Datenverarbeitung bezeichnet die Erfassung und Aktualisierung großer Datenmengen. Der Computer verarbeitet dabei vor allem Eingabedaten und erzeugt daraus Ausgabedaten.
Zentrale Probleme sind die Organisation und der Umfang der zu verwaltenden Daten. Große Datenmengen müssen so strukturiert werden, dass neue Daten ergänzt werden können, ohne die Struktur zu zerstören. Ebenso wichtig ist das Auffinden bereits vorhandener Daten. Die Eingabe und Ausgabe von Daten haben in diesem Anwendungsbereich vorrangige Bedeutung.