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Agrarbiologie
Die Agrarbiologie oder Agrobiologie gehört zu den Agrarwissenschaften und wie die Biologie zu den sog. „grünen/Grünen Studiengängen“.
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Gegenstand und Ziel des Fachs
Agrarbiologie, auch Agrobiologie, ist ein Teil der Agrarwissenschaften und zählt wie die Biologie zu den „grünen/Grünen Studiengängen“.
Das Studium unterscheidet sich von stärker produktionsorientierten Agrarwissenschaften: Es vermittelt vor allem wissenschaftliche Grundlagen der Agrarproduktion, also biologische Kenntnisse über Nutzpflanzen, Nutztiere und ihre Umwelt.
Forschung zu Pflanzen und Tieren
Wichtige Forschungsbereiche sind die Züchtungsforschung bei Nutzpflanzen und Nutztieren, die Verbesserung konventioneller Zuchtmethoden und die Kartierung von Genen. Bei Pflanzen gehören dazu besonders die Resistenzzüchtung gegen Krankheiten, die Untersuchung der Wechselwirkung von Schädlingen und Standortfaktoren, die Qualitäts- und Inhaltsstoffzüchtung sowie die Identifikation gentechnisch veränderten Saatguts.
In den Tierwissenschaften werden Leistungsgene untersucht. Solche Gene können beispielsweise die Fleischqualität beim Schwein oder die Milchleistung beim Rind beeinflussen. Zur Nutztierbiologie gehören außerdem bessere diagnostische Techniken zur Erkennung von Krankheitsursachen, neue Impfstoffe und die Optimierung von Aquakultursystemen.
Umwelt und nachhaltige Landwirtschaft
Die Landschafts- und Pflanzenökologie nutzt Bioindikatorpflanzen zur Beurteilung der Luftqualität. Damit trägt sie zur Verbesserung der Lebensqualität in menschlichen Ballungsräumen bei.
In ökologischen Anbauverfahren wird in der Nutzpflanzenbiologie unter anderem untersucht, welche Rolle Leguminosen als Nährstofflieferanten für eine nachhaltige Landnutzung spielen. Ein weiteres wichtiges Feld sind Stressfaktoren bei Nutzpflanzen, etwa Hitze, Kälte und Trockenheit.
Innovative Methoden, Verfahren und Produkte beeinflussen zunehmend sowohl die Umwelt als auch die Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte.