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Nation und Nationalismus

Jule Sommersberg9:57 54.924 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 76 Zeilen
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  1. laut Wikipedia bezeichnet der Begriff Nation größere Gruppen oder kollektive von Menschen denen gemeinsame kulturelle Merkmale wie Sprache Tradition
  2. sittengebräuche oder Abstammung zugeschrieben werden diese sprachlichen und kulturellen Eigenschaften und Merkmale werden dann als der nationale
  3. Charakter eines Volkes oder einer Volksgemeinschaft ausgemacht grundlegend entspricht dies der Nation als anthropologischem Konzept das sich in
  4. den Begriffen der Kulturnation oder ethnischen Nation widerspiegelt na ja ob man damit weiterkommt eher nicht zu Gruppen zu gehören ist Teil der
  5. menschlichen Existenz ich z.B gehöre zu meiner Familie zu meinem Kollegium zu meiner Religionsgemeinschaft zu meinem Fußballverein zu meiner Uni zu meinem
  6. Land aber stecken meine bayerische Tante Inge und ich in derselben Nation gehört Mesut ösil dazu obwohl er bei der nationalhymn nie mitsingt und ist das
  7. überhaupt noch wichtig oder ist das ganze Konzept der Nation total überholt und an sich schon verdächtig und rechts es gab Zeiten die kamen total ohne na
  8. aus man gehörte zu demjenigen dem das Land gehörte auf dem man lebte die Verbindung war eine ganz und gar persönliche besiegelt durch den
  9. sogenannten handgang Reste davon finden wir noch heute im Handschlag und der guten alten Zeit von Pest und geislerzügen allzu sehr nachzutrauern
  10. die Zeiten haben sich geändert irgendwann in den letzten 700 Jahren sind sie entstanden die Nationen wfen wir zuerst einen Blick auf die helle die
  11. schöne Seite der Nation und beginnen bei Jacques Rousseau der dafür immer eine gute Adresse ist der stellte sich vor dass frei und denkende Individuen sich
  12. vertraglich zusammenschließen und sich im gemeinsamen Interesse Regeln geben die Nation also als Entsprechung des Staates ähnlich argumentiert auch abess
  13. den jeder kennt der sich jemals mit der französischen Revolution beschäftigt hat auch bei ihm ist eine Nation eine vertraglich organisierte Gesellschaft
  14. die einem gemeinsamen Gesetz gehorcht bei ihm zunächst mal der dritte Stand der AB ist tatsächlich erwähnswert denn in seinen Schriften und in den
  15. Forderungen der revolutionäre von 1789 stehen Staat und Nation tatsächlich als ein und dasselbe da der deutsche Johan Gottfried Herder behauptete die Sprache
  16. sei es erst die die Nation formme und wer seine Sprache vernachlässige der sei ein Vaterlandsverräter und sowieso ein mieser hunsf nur dass er das elegante
  17. ausdrückte in der Neuzeit jedenfalls ging die Vorstellung von einer Nation und einer Zusammengehörigkeit mit dem Wunsch nach einem politisch
  18. einheitlichen Staat einher ein Blick in die Geschichte der westlichen Staaten zeigt dass in dieser frühen Phase Nationalismus und Demokratie einander
  19. nicht ausschlossen England USA Frankreich überall ging die alstaatsbestrebungen mit der Entstehung von Demokratien einher in dieser Zeit
  20. wird aus dem Untertanen ein Bürger mit entsprechenden Bürgerrechten die Studenten die zu Beginn des 19 Jahrhunderts in schwarzrot
  21. goldener Uniform gegen Napoleon kämpften die Burschenschaftler die gegen die Zensurbestimmungen für mehr Bürgerrechte und für ein einheitliches Deutschland
  22. kämpften so rückwärts gewwandt und konservativ Burschenschaftler uns heute großenteils anmuten vor 200 Jahren waren sie großenteils progressiv und
  23. demokratisch die Farben schwarzrot und Gold stand für ein geeintes Deutschland noch aber sprach zu viel gegen dieses Deutschland die einzelnen Landesfürsten
  24. hatten wenig Neigung ihre Vorrechte zu Gunsten eines Nationalstaats aufzugeben und dann wer oder was sollte denn zu diesem Staat gehören sollte Österreich
  25. Teil des zu schaffenden deutschen Staates sein schließlich sprach man auch dort Deutsch falls nicht wie definierte man Deutschland dann etwa doch nicht
  26. über die Sprache das bedeutet dass ein Staat ein nationalstaad allein noch keine Nation ausmacht die Menschen innerhalb der Staatsgrenzen müssen sich
  27. mit der Gruppe identifizieren müssen sich als Teil der Nation begreifen damit die Idee funktioniert mit dr Navid kmani dem Wissenschaftler der zum 65
  28. geburtstag des Grundgesetzes im Bundestag sprach kommt die Nation wieder beim Gesetz in diesem Fall unserem Grundgesetz an die deutsche Nation ist
  29. eine Gemeinschaft von Menschen die sich unter dem Schutz des Grundgesetzes zusammenfinden soweit so unproblematisch was eine tolle Rede kann man lang drüber
  30. nachdenken aber wenn so einfach wäre müssten wir uns mit dem Begriff der Nation doch gar nicht beschäftigen warum taucht er jedes Jahr wieder in den ABB
  31. Vorgaben auf warum reden wir uns jedes Jahr wieder in den geschichtskursen die lehrerköppe heiß in Europa gibt's 50 Staaten in jedem dieser Staaten gilt
  32. eine Verfassung die bei uns Grundgesetz anders wo anders heißt die Menschen die in einem Staat leben und einem Gesetz unterstehen bilden eine Nation
  33. unsinnigerweise habe ich auf der Karte cororsica italienisch orange gemalt das stimmt aber seit immerhin 300 Jahren nicht mehr wie dem auch sei häufig
  34. werden also diese Gemeinschaften die sich in Geschichte entwickelt haben z.B Deutschland aus einem Flickenteppich über verschiedene Bünde das Deutsche
  35. Reich die wemarreublik das Dritte Reich das geteilte Deutschland und die vereinigte Bundesrepublik seit 1990 mit biologisch entstandenen Gemeinschaften
  36. gleichgesetzt das ist insofern begriffsgeschichtlich nicht völlig unsinnig als der Begriff nazio auf Lateinisch genau das bedeutet Geburt
  37. oder Gemeinschaft von Leuten die von ihrer Geburt her zusammengehören das funktionierte im Mittelalter in kleinen Gemeinschaften ohne dass man deswegen
  38. ein gemeinsamen ST hätte haben wollen dafür war die Zeit noch nicht reif Studenten auf Wanderschaft schlossen sich als nationes z zmen je nach ihrer
  39. Herkunft in späteren Zeiten und in größeren Gemeinschaften aber ist die wörtliche Übertragung des Begriffes so als sein Menschen sowas ähnliches wie
  40. die Darwinfinken durch gemeinsame Besiedlung der ökologischen Nische sei es zur Adoption und allmählicher Herausbildung bestimmter
  41. charakteristiker gekommen was aber bei Vögeln über einen evolutionär langen Zeitraum stimmt gilt für Nationen überhaupt nicht keiner der europäischen
  42. Staaten ist wie die Inseln von Galapagos von der Umwelt abgeschnitten Menschen wandern seit eben Menschen gibt biologische und Unterschiede entwickeln
  43. sich nicht in geschichtlichen Jahrhunderten sondern in evolutionären Jahrmillionen ein Punkt der zu Konflikten führen kann ist die
  44. Exklusivität der Nation wer dazug gehört ist prima wen nicht dazu gehört ist tendenziell nicht ganz so prima fängt an bei Lieder nach Weltmeisterschaften geht
  45. weiter bei Geschichten die beweisen sollen welche geschichtliche Bedeutung die Gruppe die Nation hat welchen historischen Auftrag die Gemeinschaft
  46. gleich schon zu Beginn erhalten hat da haben wir gods own country je mehr von der Weltkarte Englisch rot ist desto besser für die Welt und unser
  47. heimatklassiker am deutschen Wesen soll die Welt genesen Mythen sind dabei wichtig meine Familie legt Wert auf den Mythos dass meine Lasagne so unglaublich
  48. gut ist weil mein uroper Italiener war dabei ist es egal dass ich meinen uroper nie kennengelernt habe dass er nachweislich Förster und nicht Koch war
  49. und dass er aus Südtirol stammt das genau genommen damals noch gar nicht zu Italien gehörte wichtig ist der Gedanke dahinter wann immer die Familie um den
  50. Tisch sitzt und die großartigste beste und schönste Lasagne ist fühlen sich alle in dieser Familie zugehörig und sind stolz auf die Geschichte das heißt
  51. nicht dass die Pizza Nachbarin schlechter wäre es ist nur na ja es ist eben nicht Lasagne die lieblingslasagne der deutschen Geschichte hat die Römer
  52. geschlagen oder sitzt seit 1000 Jahren schlafend in einem Berg je nachdem welchen Mythos man bevorzugt Mythos 1 Hermann der chiruska die Geschichte geht
  53. so Hermann ein aufrechter und blonder deutscher schlug im Jahre 9 nach Christus die Römer unter deren Feld hern Varus vernichten und stoppte so den
  54. Vormarsch der gierigen Römer nach Norden nun war a Hermann kein Deutscher sondern ein chiruskischer Fürstensohn hieß Hermann B ganz bestimmt nicht Hermann
  55. sondern vielleicht Arminius und waren C die Germanen keinesfalls deutsche wie bei der Lasagne hat in der Vergangenheit aber auch bei Arminius Hermann kaum
  56. jemand Lust gehabt die Fakten mal abzuklopfen spätestens im 19 jahrundert wurde Hermann zum Idol der Jugend die gegen Napoleon und seine Besatzung
  57. aufbegehrte dass auch die Gleichsetzung von Römern und Napoleon ziemlich doll hinkte lassen wir mal aßen vor das Hermanns Denkmal im Teuteburger Wald war
  58. ein regelrechter walfahrtsort und Hermann stand nun warum auch immer für die angestrebte nationale Einheit im Zuge dieses einheitsstrebens kam im 19
  59. Jahrhundert auch ein anderer zu neuem Ruhm Kaiser Barbarossa der Rotbart gut unterrichtete Historiker behaupten er sei auf einem Kreuzzug ertrunken aber
  60. das konnte man seinen Untertan nicht vermitteln zu mächtig zu stark und zu Sagen umwoben war Friedrich Barbarossa schon zu Lebzeiten gewesen und so
  61. entstand der Mythos Barbarossa Sitze schlafend im küfhäuse einem Berg und warte darauf dass das deutsche Volk ihn brauche auch hier ging es um Einheit
  62. zusammen ehörigkeit lauter Dinge auf die die Deutschen im 19 Jahrhundert ihrem Gefühl nach schon viel zu lange warten mussten und hier springen wir endgültig
  63. von der sprach zur Schicksalsgemeinschaft ein gemeinsames Schicksal bindet die deutschen aneinander bindet den schlafenden
  64. Friedrich an sein vermeintliches Volk außer achtlassend dass Friedrichs Herrschaftsgebiet mit nichten in Deckung zu bringen ist mit dem heutigen
  65. Deutschland oder auch nur mit den Gebieten in denen man Deutsch sprach in einem Großteil seines Reiches sprach man italienisch darin natürlich von Anfang
  66. an die vorhin schon erwähnte Idee der inroup und outgroup jede Schulklasse kennt das die Gruppe definiert sich auch durch Abgrenzung und sei es von den
  67. Parallelklassen die Feindschaft zwischen Schulklassen hält sich dabei für gewöhnlichen erträglichen Grenzen beim Nationalismus werden diese Grenzen des
  68. Erträglichen jedoch leicht überschritten die anderen die da draußen werden als Todfeinde als Erbfeinde im Fall von Deutschland und Frankreich wahrgenommen
  69. mit zum Teil dieser strösen folgen dass sich jede Idee missbrauchen lässt trifft also auch hierzu keine moderne Diktatur ohne die Beschwörung der Nation als
  70. Schicksalsgemeinschaft als Gegenbegriff zu den anderen denen da draußen dafür müssen wir nicht mal bis ins dritte Reich der Nationalsozialisten schauen
  71. schon um Kaiserreich war national unzuverlässig eine gefährliche Bezeichnung Einheit wurde mit Gefolgschaft gleichgesetzt individuelle
  72. Interessen die von den Interessen der Nation abwichen waren verdächtig der Rassismus ist einer der besonders hässlichen Brüder des Nationalismus ohne
  73. auf die Darwinfinken zurückzukommen die Ausgrenzung und Abgrenzung ging häufig einher mit der stellung von Rasse für die ich auch nicht bis ins dritte Reich
  74. gehen müsste aber könnte die Vorstellung der Nation wurde mit der Vorstellung von Rassen indeckung gebracht und half so zu erklären warum jüdische Deutsche kein
  75. Teil der deutschen Nation sein konnten auf das Konto des nationalgedankens gehen also Verfassungen Bürgerrechte Demokratien ebenso aber Rassismus
  76. Ausgrenzung Ablehnung von Individualismus und zwei Kriege von welterschütterndem Ausmaß