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Spezifische Wärmekapazität, Phasenumwandlung & Wärmediagramm

Physik - simpleclub6:38 546.946 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 43 Zeilen
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  1. Wie viel Energie muss ich eigentlich in meinen Wasserkocher stecken, um Eis über Wasser in Wasserdampf zu verwandeln?
  2. [Musik] Wie ihr eben schon gehört habt, wollen wir heute mal aus Eis Wasserdampf
  3. machen. Der Missing Link dazwischen ist das Wasser. Welche Energien brauchen wir, um das Eis zu schmelzen, um dann aus dem Wasser letztendlich den
  4. Wasserdampf zu bekommen? Wir müssen erstmal das Eis auf 0° Celsus erhitzen. Dazu brauchen wir die Wärmeenergie Delta Q des Eises. Sind wir bei 0° Csus, so
  5. brauchen wir eine Energie, um das Eis zu Wasser umzuwandeln. Die Schmelzenergie Delta Q schmelz. Die wird also nur fürs Schmelzen an sich benötigt. Danach wird
  6. mit Delta Q Wasser das Wasser weiter auf 100° CSUS erwärmt. Dort brauchen wir dann die Verdampfenergie Delta C Verdampf, um das Wasser im Dampf
  7. umzuwandeln. Und wenn wir den Dampf weiter erhitzen wollen, dann brauchen wir natürlich die Energie Delta Q Dampf. Die Summe aller Energien müssen wir
  8. aufbringen, um Eis zu Wasserdampf zu machen. Wie groß sind aber die einzelnen Energien? Wie berechne ich das? Fangen wir mal mit den Energien der
  9. Phasenübergänge an. Also die Energien, die uns von fest zu flüssig und von flüssig zu gasförmig bringen, das sind hier Delta Q Schmelz und Delta Q
  10. Verdampf. Für beide gibt es jetzt eine kleine Definition. Die Schmelzenergie ist über die Masse M mal der spezifischen Schmelzwärme gegeben. Ist
  11. klar, je mehr Masse ich schmelzen will, desto mehr Energie brauche ich. Und die spezifische Schmelzwärme steht in irgendwelchen Tabellen oder im
  12. Klausuranhang. Seht ihr gleich am Beispiel. Die Verdampfenergie ist genauso definiert. Delta Q Verdampf ist = Masse M spezifische Verdampfwärme.
  13. Hier gilt dieselbe Logik. Wenn ihr mehr Masse habt, braucht ihr auch mehr Energie, die zu verdampfen. Die spezifische Wärme hat in beiden Fällen
  14. als Einheit Joule durch Kilogramm, damit am Ende Joule übrig bleibt. Damit können wir schon die Phasenübergänge beschreiben. Und wichtig, bei den
  15. Phasenübergängen wird die Temperatur nicht verändert, nur der Aggregatzustand. Merkt euch das. Nur der Übergang von fest zu flüssig braucht
  16. Energie, verändert die Temperatur aber nicht. Okay, brauchen wir also noch die Wärmeenergie in einer Phase, also z.B. die Energie, die ich brauche, wenn ich
  17. Wasser erhitze. Sind wir in einer Phase, so sieht die Gleichung recht ähnlich aus. Delta Q = spezifische Wärmekapazität C des Stoffes mal Masse M
  18. mal Temperaturunterschied delta T. Macht auch Sinn. Je mehr Masse wir erhitzen wollen, desto mehr Energie und auch je höher der Temperaturunterschied, desto
  19. mehr Energie. Die spezifische Wärmekapazität finden wir auch wieder in Büchern für den jeweiligen Stoff, den wir berechnen. Ihre Einheit ist hier
  20. Joule durch Kilogramm mal Kelvin, damit am Ende eben Joule rauskommt. So, das war viel Theorie, deswegen jetzt mal ein Beispiel. Aus einem Buch habe ich diese
  21. fünf spezifischen Wärmen rausgesucht. Die sind, wie ihr seht, alle in Kilojoule angegeben. Das wird dann gleich wichtig, damit wir es mit der
  22. Einheit nicht verkacken. Wichtig fürs Beispiel jetzt, wenn es euch irgendwie zu schnell geht, einfach auf Pause drücken und sich alles in Ruhe
  23. anschauen. Wir wollen mal wissen, welche Energie wir brauchen, um 5 kg Eis von -18° CS auf Wasserdampf mit 110° CUS zu erhitzen. Dazu müssen wir alle
  24. Wärmeenergien berechnen. Fangen wir mit der Wärmeenergie zum Erhitzen des Eises an. Die Wärmekapazität sind die 2,2. Das multiplizieren wir mit den 5 kg, weil so
  25. viel Eis haben wir ja und das noch mal 18. Wir erhitzen ja von -18° CS bis zum Nullpunkt, wo das Eis dann schmilzt und die Einheit, die dann rauskommt ist
  26. Kilojoule. Ausgerechnet gibt das dann 198 kJ. Jetzt müssen wir das Eis in Wasser umwandeln. Also brauchen wir die Formel für Quhschmelz. Cschmelz sind 333
  27. und das multiplizieren wir mit den 5 kg. Einheit ist wieder Kiloj, dann kommt raus 1665 kj. Die Energie wird aufgebracht, um 5
  28. kg Eis in Wasser umzuwandeln. Jetzt haben wir Wasser. Das müssen wir jetzt um 100° erhitzen, um zum nächsten Übergang zum Dampf zu kommen. Also Q
  29. Wasser ist gleich die gegebenen 4,3 für C Wasser mal 5 kg und mal 100, weil wir von 0 z müssen. Gibt dann 2150 kj. Dann verdampfen wir das Wasser mit
  30. der Verdampfenergie und erwärmen den Wasserdampf noch um die gewünschten 10°. Wie gesagt, drückt mal Pause und rechnet alles selbst durch. Hier zur Erinnerung
  31. noch mal die Skizze, wie das mit den Übergängen war. Perfekt. Habt ihr alles nachvollziehen können. Dann weiter. Das ganze müssen wir jetzt noch zusammen
  32. addieren, um auf die Gesamtenergie zu kommen, die wir brauchen. Insgesamt brauchen wir dann 15605,5 KJ, um das Eis zu Wasserdampf zu machen.
  33. Würden wir den Wasserdampf nun zu Eis abkühlen lassen, dann würde auch diese Energie wieder frei werden. Skizzieren wir das Ganze doch mal in einem
  34. Wärmediagramm. Los ging es ja mit unserem Eis bei -18°. Das haben wir dann erstmal auf 0° erhitzt und damit Energie reingesteckt.
  35. Dann pumpen wir weiter Wärmeenergie rein, bleiben aber bei der Temperatur von 0° CUS und schmelzen das Eis zu Wasser. Dann erhitzen wir das Wasser,
  36. verdampfen es und erhitzen noch den Wasserdampf weiter. Das ist übrigens auch der Grund, warum man sich an Wasserdampf mit 100° CSUS mehr verbrennt
  37. als an Wasser mit 100° CSUS. Beide haben zwar die gleiche Temperatur, der Wasserdampf hat aber viel mehr Energie und führt so zu schwereren
  38. Verbrennungen. Fassen wir das Ganze kurz zusammen. Verändern wir den Aggregatzustand eines Stoffes, so müssen wir die Schmelzwärme und die
  39. Verdampfwärme aufbringen. Hier geben wir Energie rein, verändern aber nicht die Temperatur, sondern nur den Aggregatzustand. Eritzen wir einen Stoff
  40. in einer Phase, so müssen wir die jeweilige Energie in Abhängigkeit der Masse m und dem Temperaturunterschied Delta t berechnen. Berechnen wir alle
  41. Energien und tragen sie in ein Wärmediagramm ein, dann sieht das so aus. Wenn ihr das vor Augen habt, dann sollte euch das Rechnen immer gelingen.
  42. Wenn ihr in der Thermodynamik direkt anknüpfen wollt, dann haben wir für euch hier ein Video zum ersten Hauptsatz der Thermodynamik. Einfach klicken und
  43. weiter geht's. und schaut natürlich gerne auch bei unseren anderen Kanälen vorbei.

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