Dipol-Dipol-Wechselwirkungen Chemie - simpleclub https://www.youtube.com/watch?v=zKvHQ9QplWY Transkript (automatisch erstellt) 0:00 So Leute, jetzt gibt's erstmal was zu tun. Schnappt euch einen Luftballon, pustet den richtig gut auf und bindet 0:05 ihn zu. Jetzt treibt ihr den am Kopf und ladet den so auf. Anstatt mit dem jetzt die Frisur zu verschönern, haltet ihr 0:12 den nebenen Wasserstrahl aus dem Wasserharn und schauen was passiert. Am besten hier Pause drücken, wenn ihr es 0:17 macht. Ansonsten kommt hier sofort die Auflösung. Der Wasserstrahl wird zum Ballon hin abgelenkt. Was da passiert, 0:22 warum das so ist und was das alles mit Chemie zu tun hat, klären wir jetzt. Wenn ihr den Luftballon reibt, dann 0:34 ladet ihr ihn elektrisch auf. Nennt man auch elektrostatische Aufladung, bestimmt schon gehört. Die kommt 0:41 übrigens zustande, wenn bei enger Berührung von zwei unterschiedlichen Stoffen Elektronen von einem Stoff auf 0:47 den anderen übergehen und zwar logischerweise Formstoff, der sie nicht so gut festhalten kann auf den, der die 0:52 Stärke anzieht, aber das ist jetzt gerade nicht wirklich Thema. Jedenfalls zieht der Ballon z.B. dadurch Haare an 0:58 oder klebt an der Decke. Wichtig jetzt, der hat eine Ladung. Sagen wir mal beispielsweise eine negative. Wenn wir 1:05 das Ding jetzt neben den Strahl halten, dann wird der Strahl in die Richtung abgelenkt. Also irgendwelche Kräfte in 1:11 den Wassermolekülen müssen mit dem Ballon und seiner Ladung zusammenwirken. Aber unsere Wassermoleküle haben keine 1:17 echten Ladung, sind ja ungeladene Moleküle. Wieso werden die dann trotzdem angezogen? Dafür schauen wir uns so ein 1:24 Wassermolekül und seine Bindungen mal ganz genau an. Wir wissen ja, dass es beim Wasser zweimal die Bindung zwischen 1:30 einem Wasserstoffatom und einem Sauerstoffatom gibt. Die Bindung ist eine 1:36 Elektronenpaarbindung, also beide Atome teilen sich hier ein Elektronenpaar. Jetzt ist aber der Sauerstoff viel 1:43 elektronegativer als der Wasserstoff. Und da die Elektronegativität ein Maß dafür ist, Elektronen zu sich zu ziehen, 1:49 sind die Elektronen weiter am Sauerstoff als am Wasserstoff. Soweit so gut. Jetzt sind die Elektronen aber, wie ihr wisst, 1:56 negativ geladen. Wenn die dann näher am Sauerstoff sind, ist da mehr negative Ladung. Deshalb bekommt der Sauerstoff 2:02 hier auch ein griechisches Delta. Sieht so aus mit einem Minus dran. Das steht eben für eine negative Teilladung, auch 2:09 Partialladung genannt. Wenn das Teilchen aber am Sauerstoff ein bisschen negativer ist, weil hier die Elektronen 2:15 näher sind, dann muss es beim Wasserstoff natürlich positiver sein. Deshalb hier wieder das griechische 2:21 Delta, aber halt mit einem Plus hin. Um das Ganze noch weiter zu verdeutlichen, kann man auch die Kilschreibweise 2:27 benutzen. Dafür einfach das dickere Ende von dem K dahin, wo die Elektronen stärker angezogen werden. Also in 2:33 unserem Fall zum Sauerstoff. Da man die aber zu schnell mit räumlichen Ausrichtung verwechseln kann, nimmt man 2:39 lieber die griechischen Deltas. Wenn wir nun beide Bindungen im Wassermolekül betrachten, dann bekommen wir sowas. Auf 2:47 der Seite der Wasserstoffatome haben wir eine positive Teilladung und auf der Seite des Werstoffs eine negative. 2:53 Deshalb wird Wasser auch Depol genannt. Auf der einen Seite positiv, auf der anderen negativ, wie bei Magneten eben. 3:00 Deshalb kann man die Moleküle auch so vereinfachen. Und wenn man sich nun erklären soll, was 3:06 mit dem Wasserstrahl neben dem negativ geladenen Luftballon passiert, dann checkt man das auch. Da sich positive 3:12 und negative Ladungen anziehen, ziehen im Wasserstrahl die positiven Enden der Wassermoleküle zum negativen Ballon hin. 3:19 Wenn wir da eine positive Ladung neben den Wasserstrahl halten würden, würde er trotzdem in dieselbe Richtung abgelenkt 3:25 werden. Nur würden hier eben die negativen Seiten angezogen werden. Das war jetzt aber nicht wirklich eine Depol 3:30 Depol Wechselwirkung, sondern eine Depol Wechselwirkung mit einem wirklich geladenen Stoff. Das geht also 3:36 offensichtlich auch. Es gibt noch viele andere Dipole, nicht nur Wasser. Betrachten wir also ein echtes Beispiel, 3:42 die Depol Wechselwirkung zwischen Chlor Wasserstoffmolekülen. Das Chlor ist elektronegativer, zieht 3:48 also die Elektronen näher zu sich und bekommt eine negative Partialladung. Deshalb hat eben auch der Wasserstoff 3:55 eine positive Ladung. Jetzt richten sich die negativen und positiven Enden der Moleküle so aus, dass es zwischen den 4:01 einzelnen Molekülen Anziehungskräfte gibt. Die sind hier gestrichelt dargestellt. Zwar sind die 4:06 Wechselwirkungen hier schwächer als echte Bindungen, aber dafür stärker als Wand der Wahlswechselwirkung. 4:12 Moleküle, bei denen keine oder nur eine sehr kleine Elektronegativitätsdifferenz auftritt, sind keine Dipole. Das ist so 4:19 bei Molekülen aus gleichen oder sehr ähnlichen Atomen wie bei H2. Hier ziehen beide Seiten gleichstark, deshalb gibt 4:26 es keine Partialladung. Insgesamt ist es für die Chemie aber wichtig zu wissen, ob es sich bei einem Stoff um ein Dipol 4:33 handelt oder nicht. Denn für die Löslichkeit von Stoffen in verschiedenen Lösungsmitteln spielt das eine Rolle, 4:39 genauso wie für die Anziehungskräfte der Moleküle unter sich und die beeinflussen Schmelz und Siedepunkte. Zudem sind 4:45 Wasserstoffbrückenbindungen ein Sonderfall der Depol Wechselwirkung. Mehr dazu erfahrt ihr aber hier in dem 4:51 Video. Wenn ihr den Versuch gemacht habt und der bei euch geklappt hat, dann schreibt in die Comments #supergeil.