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Deutsch: Neue Sachlichkeit - kein alter Hut - Einfach unterrichten
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 226 Zeilen
- [Musik] Einfach Unterrichten, der Podcast von Friedrich Plus aus dem Friedrich Verlag. Wir bringen innovativen Unterricht für
- Lehrkräfte auf den Punkt. Herzlich willkommen beim Podcast Friedrich plus Deutsch vom Friedrich Verlag. Wir möchten dich in diesem
- Podcast ja mit innovativen Unterrichtsideen inspirieren und deshalb bringen wir in jeder Folge den neuesten Stand der Fachdidaktik. in fünf Thesen,
- fünf Kernaussagen, vielleicht auch in fünf zentralen Anliegen zum Ausdruck und auf dem Punkt. Und heute geht es um das Thema neue
- Sachlichkeit im Deutschunterricht. Mein Name ist Sebastian Müsse und ich spreche hier mit den Menschen hinter diesen Unterrichtsideen aus dem Friedrich
- Verlag. Und heute darf ich als Gast ganz herzlich begrüßen Professor Dr. Dieter Wrobel. Er ist Mitherausgeber von Praxisde Deutsch und erlehrt oder ist am
- Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur in Würzburg und wir werden uns gleich ein bisschen darüber unterhalten, wie wir jetzt
- dieses Thema neue Sachlichkeit in den Deutschunterricht reinbringen können. Wie immer arbeiten wir dabei, ich habe es gerade schon gesagt, die fünf
- wichtigsten Aspekte heraus, die du für deinen Unterricht benutzen kannst. Und am Ende fasse ich diese fünf Themen dann auch noch mal für dich zusammen. Du
- findest sie auch noch mal in den Show Nototes und damit starten wir jetzt quasi nach der Vorrede direkt in das Gespräch rein. Und bevor wir zu den fünf
- Thesen kommen, noch eine wichtige Frage, die wir klären sollten oder zwei Fragen. Die erste Frage, die ich stellen möchte, ist einfach nur noch mal kurz auf den
- Punkt gebracht, was genau meint denn eigentlich neue Sachlichkeit und damit herzlich willkommen Dieter im Podcast. Ja, hallo Sebastian, grüß dich. Ja, neue
- Sachlichkeit ist eine Literaturströmung der 20er Jahre, die Literaturströmung, die die Weimaraer Republik begleitet, also direkt nach Ende des ersten
- Weltkriegs in den frühen 20er Jahre beginnt, sich zu entwickeln und ihren Höhepunkt zum Ende der 20er Jahre findet und dann 33 abrupt abbricht.
- Sachlichkeit. Deshalb, weil die Autoren und Autorinnen genauso wie die anderen Künstler, die Künstlerinnen versuchen nicht mehr mit Bombast, mit Stuck, mit
- äh noch originelleren und noch äh größeren metaphorischen Sprachfiguren zu arbeiten, sondern sie beschreiben, was sie sehen. Sie nehmen
- die Sprache zurück, sie reduzieren, sie werden sachlich. Und du hast gesagt, und das findet man ja auch in der Ausgabe dann wieder das vielleicht nur noch als
- wichtiger Aspekt. Das ist nicht beschränkt auf Literatur, sondern dieser Aspekt von Sachlichkeit findet sich tatsächlich dann und damals auch in
- anderen Bereichen noch wieder. Vielleicht kannst du da auch noch ein zwei Punkte zu sagen. Ja, klar. Also in den 20er Jahren gibt
- es diesen einen Zug der neuen Sachlichkeit als einen prägenden ästhetischen Zug. Der findet sich in einigen Gemälden der Zeit wieder. Die
- Architektur, die moderne Architektur verzichtet nun auf die äh Schnorkel und die Arabesken, sondern es werden glatte Fassaden, klare äh Fronten gezeigt. Das
- Design etwa des Bauhauses nutzt die Funktion, also die Bauhausmöbel oder die Bauhausalltagsgegenstände sind ganz klar auf ihre Funktion bezogen und selbst im
- neuen Medium Film gibt es Tendenzen zu versachlichen, wiederzuspiegeln, was ist, was man sozusagen im gesellschaftlichen Feld findet, ohne
- dies großartig zu äh überhöhen oder sprachlich zu überschütten. Mein erster Gedanke, den ich jetzt gerade hatte, war das hört sich auch so ein bisschen nach
- Reinigung, nach Neuanfang, nach wir beschränken uns jetzt mal auf das Wichtigste an. Ja, das ist sicherlich eine Tendenz,
- dass das mit diesem Neuanfang, der ja auch politisch gesellschaftlicher Neuanfrank ist nach dem Krieg na die Weimmarcher Republik, der versucht
- Demokratie etwas Neues zu etablieren, dass da auch der Versuch einer neuen Ausdrucksform mit hineinspielt. Es ist aber tatsächlich hier der Versuch,
- Gesellschaft zu erfassen und zwar in ihrer gesamten Breite. Und wenn man sich die Literatur vor allem der neuen Sachlichkeit ansieht, dann zeigt die
- auch eine gewisse Breite. Sie reicht tatsächlich vom journalistischen Text über die Gerichtsreportage, die quasi neusachlich erfunden wird bis hin zum
- Roman. Sie hat in der Lyrik wie im Drama ihr ihr Pendant. Es geht darum eben Sprache klar zu machen, klar zu kommunizieren, welche auch Verwerfungen,
- welche Problemlagen ähm Autorin und Autorinnen in der Gesellschaft entdecken und diese eben nicht hinter Sprache zu verstecken oder mit Sprache zu
- überdecken, sondern im Gegenteil sie freizulegen. und um damit quasi so eine Überleitung zur ersten These zu bekommen oder zum zum ersten Kernmerkmal der
- Ausgabe und vielleicht da noch die Frage an dich: Was hat dich denn daran gereizt jetzt dich noch mal mit so einem Thema zu beschäftigen und zu sagen: "Hey, wir
- bringen jetzt noch mal so eine Ausgabe zu genau diesem Thema raus." Ah, da gibt's mehrere Gründe. Der erste Grund ist sicherlich kalendarischer
- Grund. Die Texte der neuen Sachlichkeit feiern 100tjähriges. Das heißt, aufmerksame Zuhörer, die aufmerksame Zuhörerin wird es gemerkt haben, wir
- haben 100 Jahre voll gemacht. Ja. Genau, ne? Also das, was in den 1920er Jahren sozusagen Stück für Stück veröffentlicht und publiziert wurde, wird jetzt eben
- Stück für Stück 100 Jahre alt. Das ist natürlich nur erstmal eine Oberflächenannäherung, aber immerhin so Jubeljahre, Jubeltage sind ja immer
- Anlass äh Dinge noch mal hervorzuziehen und sie anzuschauen. Ein weiterer Punkt ist, dass Texte der neuen Sachlichkeit etwa von Omgart Coin seit vielen Jahren
- im in im Zentralabitur der Bundesländer verankert sind, sodass neue Sachlichkeit durchaus ein Thema ist, das für den Literaturunterricht ohnehin immer wieder
- neu aufzubereiten ist. Und ich verheele nicht, es gibt auch einen persönlichen Grund. Ich bin ein ganz großer Fan dieser Texte der neuen Sachlichkeit. Ich
- mag sie einfach und ich bin auch jetzt beim noch mal lesen, beim Wiederentdecken vieler Texte über Perlen gestolpert äh oder viel mehr auf Texte
- auch mal wieder aufmerksam geworden, die ich mit einem ganz großen Vergnügen, großem Genuss gelesen bzw. wieder gelesen haben.
- Also das, was du gerade sagst, das das kann ich erstmal als nicht Deutschlehrer total nachvollziehen, weil ich fand es ganz spannend, all die Aspekte und und
- thematische Überschriften um die es dann inhaltlich geht, da habe ich gedacht, ja, ob das jetzt vor 100 Jahren war oder quasi jetzt aktuell, da merkst du
- erstmal gar keinen Unterschied. Also jetzt rein zeitlich auch oberflächlich natürlich betrachtet, weil es eben genau darum geht und das ist ja auch so ein
- bisschen die erste Kernaussage, dass man eben diese Aktualität der Texte nutzt und den Schülerinnen und Schülern damit auch noch mal vor Augen führt, dass
- quasi vor 100 Jahren vieles schon genauso war wie heute, richtig? Ja, absolut richtig. Das ist ein zentrales Anliegen der Ausgabe, deutlich
- zu machen, dass diese Texte zwar 100 Jahre alt sind, uns in den 2020er Jahren, aber in vielem näher sind als Texte etwa der 1950er oder auch der
- 1960er Jahre. Also Themen, die unter aktuellen Anglizismen daherkommen, wie was weiß ich, Fake News oder Meu als äh als Debatte und Diskurs, da hat man ja
- den Eindruck, dass seinen Themen, die quasi gerade aufgeploppt sind, ähm ja äh leider ist es oder es ist nicht so. Das sind Themen, die in den 20er Jahren der
- 1920er Jahren bereits verhandelt wurden und die sich in der Literatur der 1920er Jahre eben auch finden. Also gerade dieses Fake News Beispiel, wenn man mal
- bei Erich Kner im Fabian Roman nachliest, da wird man sehen, die Journalisten, die ihr Arbeitsetos nicht allzu gründlich auffassen, halt
- Falschmeldungen in die Zeitung setzen, damit die Zeitung voll ist, sticht und ergreifen, damit das Blatt gefüllt ist und sich nicht weiter darüber Gedanken
- machen, was sie damit anrichten. oder wenn man den wunderbaren Roman Käsebier erobert, den Kurfürsten Damm von Gabriele Target pleas, da sieht man das
- Funktionsprinzip von Deutschland sucht den Superstar, also wie die Medien ihre Stars seien sie noch so unbedarft zu Stars erst macht nach dem Motto, man
- braucht die Schlagzeile, man braucht den Hype um eine Person, aber in der nächsten Saison wird der nächste Star gemacht und da gibt es den nächsten
- Superstar und keiner redet mehr vom Superstar davor. Also solche Dinge zeigen. Im übrigen gilt es auch für soziale Themen, also etwa die Rolle der
- Frau, der Wandel der Arbeitswelt, das sind alles Themen, die uns sehr aktuell erscheinen, die sehr aktuell sind, die aber gleichzeitig zeigen, dass wir
- eigentlich seit gut 100 Jahren auf der Stelle treten und uns immer noch mit denselben Problemen rumschlagen, wie die der Weimaer Republik verhandelt wurden.
- Das ging mir nämlich gerade auch durch den Kopf. Ich habe so überlegt, okay, was ist quasi der der Erkenntnisgewinn, den ich daraus gewinne? Also, wenn ich
- jetzt als als Schülerschülerin, ich meine, ich finde das total schön, weil ich kann da glaube ich ganz anders inhaltlich andocken, als wenn ich jetzt
- einen Text lese, der vielleicht historisch viel weiter weg ist oder wie du gerade auch schon gesagt hast, 50er 60er Jahre, wo einfach was mich nicht so
- packt. Also das packt mich und jetzt über die, ich sag mal Deutsch betrachtung genauso, also was wäre der Erkenntnisgewinn, war es damals wirklich
- genauso wie jetzt oder gibt's schon noch Unterschiede? Ja, selbstverständlich gibt es Unterschiede. Also, die Zeitumstände sind mit nichten zu
- vergleichen. Also, ich denke, die 20er 19, 20er Jahre waren in vieler Hinsicht radikaler und extremer, als das äh in der Gegenwart der Fall ist. Auch die
- politische Situation war viel zerrissener, viel existenzieller, viel dramatischer. Die soziale Situation war um ein Vielfaches verschärft. Also
- insofern würde ich jetzt nicht mit Blick auf die Umstände einfach eine Parallele ziehen und sagen, es kommt alles wieder und spätestens nach 100 Jahren sind wir
- wieder da, wo wir waren. Also, da bin ich weit von entfernt. Ähm allerdings mit Blick eben auf Literatur im Unterricht und die Relevanz von
- Literatur im Unterricht scheint mir gerade hier ein Zugang zu sein, der zeigt, dass man sozusagen auch die eigene Gegenwart noch mal beleuchten
- kann, noch mal ausleuchten kann und ein Verständnis für Problemlagen, für Verwerfungen, für aktuelle Diskurse der Gegenwart entwickeln kann, wenn man ein
- Schritt zurücktritt und eben nicht nur das anschaut, was gerade jetzt publiziert wird, sei es literarisch, sei es in den Medien, sondern das Ganze
- gewissermaßen durch die Brille der 1920er Jahre betrachtet und dort vielleicht auch Ursachenforschung betreiben kann, die die eine oder andere
- Ursache für Probleme, mit denen wir uns heute halt noch umschlagen finden kann und vielleicht auch dann an der ein oder anderen Stelle Entwicklungsschritte
- vermeidet, die sich dann daraus vielleicht ergeben haben. Ja, also vielleicht noch eine Frage dazu, weil du es gerade gesagt hast, jetzt den Blick
- mal zurückzunehmen ist ja ganz spannend und trotzdem haben wir vorhin ja schon gesagt, das waren irgendwie ganz ja auf den Punkt gebrachte Texte oder sind ganz
- auf den Punkt gebrachte Texte. Hat man das damals auch schon so gesehen, so also neue Sachlichkeitstexte, so war das damals auch schon, dass die Menschen
- gesagt haben, wow, wir erkennen hier ein Unterschied und wir beschreif beschäftigen uns damit oder hat das quasi auch Zeit gebraucht, sich damit
- dann auseinanderzusetzen und dessen gewahrt zu werden? Ah, da muss man glaube ich unterscheiden zwischen unterschiedlichen Gruppen der
- Rezeption. Also die zeitgenische Rezeption hat zum Teil diese Texte genau deswegen bejubelt, weil sie eben sehr aktuell waren, weil sie sehr zeitgemäß
- waren, weil sie in der Sprache eben auch klar und nüchtern dargestellt hat. Das ist sozusagen als Innovationsschritt seiner Zeit gelobt worden. Aber ich
- sagte schon, die 1920er Jahre sind eben nicht nur neue Sachlichkeit. die die kulturelle Spannbreite der 20er Jahre ist immens breit und auch die
- Bereitschaft der Menschen, sich auf Neues einzulassen. Und genauso wie es eben hinsichtlich der neuen Sachlichkeit Jubel gab, so gab es eben auch eine
- massive Ablehnung von all denjenigen, die sich eben nicht den neuen Herausforderungen stellen wollten, die sich überfordert gefühlt haben, die sich
- abgehängt gefühlt haben, die zurück wollten. Also insofern ist es immer so eine ein eine Spartengeschichte. Also die neue
- Sachtigkeit ist sind nicht die 20er Jahre, sind nicht die Wahlmacher Republik, sie sind eine Facette neben viel
- und das wird auch noch mal wichtig herauszustellen und gleichzeitig um das hat's gerade irgendwie noch mal schön auf den Punkt gebracht und wir sehen
- eben, wie aktuell es ist, also der Umgang mit Veränderung, das erleben wir ja jetzt auch wieder gesamtgesellschaftlich global gesehen
- wiederum im System Schule, egal wo du es betrachtest, dass es einfach extrem anstrengend ist im Sinne von also für für die einzelnen Personen ist es
- anstrengend aus unterschiedlichsten Gründen und vielleicht lass Lass uns noch mal so ein, wenn wir jetzt so auf die zweite Kernaussage gehen, zweite
- These gehen, noch mal ein bisschen reinzoomen, weil da heißt es, dass man sich natürlich, um Unterricht interessant zu gestalten, auf so Themen
- konzentrieren könnte, wie soziale Unterschiedlichkeit, wie Geschlechterrolle, Geschlechterrollen insgesamt,
- Zukunftsvision. Wie lässt sich das gut mit dem Thema neue Sachlichkeit machen? Vi können wir das mal ganz konkret an dem Beispiel
- festen. Ja, wollte ich auch gerade sagen. Ein Beispiel hilft da ganz sicherlich. Äh, wenn man sich überlegt, dass nach wie
- vor gleiche Arbeit ungleich bezahlt wird und die Lohnhöhe davon abhängt, ob jemand eben ein Mann oder eine Frau ist, dann wird man in der Literatur der 20er
- Jahre feststellen, dass es da gewissermaßen äh Ursachen dafür gibt, die die darin liegen, dass in den 20er Jahren etwa völlig neue Berufsfelder
- erfunden worden sind. also etwa die auch auch so die soziale Schicht der Angestellten der Sekretärinnen und das sage ich jetzt nicht mit Binnen I,
- sondern tatsächlich Sekretärinnen. Das ist eine eine neue der veränderten Wirtschaft folgenden Berufstätigkeit und diese Gruppe der Frauen, die in diesen
- Berufen tätig waren, äh die ist im Prinzip von vorne herein ausgebeutet, untergebuttert, schlecht bezahlt, zum Teil sexuell genötigt und bedrängt
- worden. Und das sind Befunde, die eben in der 20er Jahren passieren, die dort real sind, die in der Literatur der 20er Jahre verhandelt werden und die, wenn
- man es liest, eben ausgesprochen gegenwärtig sind und uns gar nicht so fürchterlich fremd vorkommen. Hast du da ein bestimmtes Beispiel vor
- Augen, also ein bestimmten Text, ein bestimmtes Werk, bei dem das gut wäre oder was dir gut gefällt, wo du sagst, boah, das ist super für den Unterricht,
- weil also ich würde einen Roman direkt nennen wollen, das Mädchen an der Orga Privat von Rudolf Braune. Die Orga privat war
- eine Schreibmaschinentyp, ne? sowas wie die Adler oder die Kommodore. Also das Mädchen an der Aga Privat 1930 geschrieben spiegelt genau diese
- Geschichte eines 19-jährigen 19-jährigen Jugendfrau, die aus der Provinz nach Berlin in die Metropole kommt und die sich mit dieser neuen Berufstätigkeit
- als Perspektive einen sozialen Aufstieg verspricht und dann sich in so einem Großraumbüro wiederfindet, der sich in diese Hackordnung einsortieren muss und
- feststellt, dass sie eigentlich da tatsächlich ausgeliefert sind und zwar insbesondere den männlichen Vorgesetzten. Sie versucht dann
- sozusagen Solidarisierungsbewegungen herbeizuführen. Würde vielleicht sagen, sowas wie eine eine prototypische gewerkschaftliche Bewegung unter den
- Sekretärinnen herbeizuführen, als da nämlich schließlich eine entlassen werden soll, die schwanger wird, nachdem sie vergewaltigt worden ist. Die Sache
- geht schlecht aus und zwar vor allem für die Initiatorin dieser sozialen Aktion, die dann letztendlich entlassen wird. Also, der Sekretärinnenroman, das ist so
- ein ein Subgenre der neuen Sachlichkeit, äh spiegelt genau diese beruflichen Kontexte wieder. Und das Mädchen an der Orger privat von Rudolf Braune ist da
- ein ganz wunderbares Beispiel, um vielleicht noch mal ein ganz anderes Beispiel zu nennen, also wenn wir jetzt mal das ist ja jetzt ein Aspekt, den wir
- gerade genannt haben, vielleicht noch einen zweiten Aspekt, wenn wir verschiedene Menschen mit verschiedenen Bereichen und Schwerpunkten, die uns
- gerade zuhören. Also, wenn du sagst, da da hätte ich noch was. Ja, nehmen wir doch mal den die die die ganzen Sportromane. Also Sport ist ja
- auch ein Thema, das Schülerinnen und Schüler recht nah liegt. Sport wird zu einem in den in den 1920er Jahren zu einem so einer Inszenierung von
- Unabhängigkeit. Also sowas wie die sechs Tageren Rennen sind erfunden worden. Die ersten großen Boxskämpfe gibt es. Das heißt, Sport wird zum einen für Männer,
- aber noch mehr für Frauen tatsächlich zu einem zu einem Vehikel, um sich von Rollenkonventionen, von Rollenbildern zu befreien, sich selbst zu emanzipieren,
- bisschen zur Kleidung, ne, die dann eben funktional äh wird, um eben für bestimmte Sportarten tauglich zu sein. Der Sport wird als eine Bewegung
- gezeigt, in der sich auch soziale Gegensätze ein Stück weit aufheben, aber eben nur ein Stück weit. Letztenendes wird bestenfalls kaschiert. Sie werden
- natürlich nicht aufgehoben. Insofern sind sind die Sportromane der 20er Jahre die Boxromane, die Fahrradromane ein ganz wunderbares Beispiel. Und auch da
- könnte ich eben schnell einen Text nennen von Marie Fleißer. Eine Zierde für den Verein. So heißt der Roman mit dem schönen Untertitel. Roman vom
- Rauchen, Sporteln, lieben und verkaufen. Da wird nämlich das sind doch Wörter, das spricht mich doch total direkt. Alles dabei, ne? das ganze Spektrum da
- war ja, also da wird schon deutlich, dass hier im Prinzip Parallelen bestehen zwischen dem System Sport, dem System Wirtschaft, dem System Liebe auch also
- private Beziehungen s, dass hier der Sport etwas etwas symbolisches, prototypisches ist, indem Geschlechterordnungen, indem
- Emanzipation und Entwicklung und in dem letztenendes auch ökonomische Diskurse verhandelt werden. Also, das sind auf jeden Fall schon mal
- zwei Beispiele. Danke dafür. Und jetzt leiten wir mal über zur dritt zum dritten Kernanliegen, zur dritten These und da bin ich gleich mal
- gespannt, was du sagst. Und zwar ist ja immer so das Argument oder die die Idee natürlich Unterricht zeitgemäß zu gestalten logischerweise und und
- natürlich auch irgendwie die Schülerinnen und Schüler mitzunehmen, authentischen und und realitätsnahen Bezug für sie herzustellen. So, jetzt
- haben wir gerade schon ganz viel darüber gesprochen, dass das dann inhaltlich gut geht. Ich habe mich jetzt oder eine eine These, die man ja in den Raum stellen
- könnte, wäre oder ist, dass man eben bekannte Medien nutzt, die die Schülerinnen und Schüler vielleicht auch schon kennen, auch vielleicht auch in
- digitaler Art und Weise Filme, Verfilmungen, so also was neuzeitliches, um zu sagen: "Hey, darüber schaffen wir einen
- Einstieg in das Thema." Absolut. Also Medien wären hier ein ein probates Beispiel, wobei ich sage, der das wichtigste Medium sind die Texte
- selbst. Die Texte sind eben sprachlich tatsächlich nicht durch große Fremdheit geprägt. Die lassen sich ohne allzu große Einstiegshürden rezipieren und die
- Texte sprechen für sich. Die sprechen auch Schülerinnen und Schüler an. Die sprechen im übrigen auch jüngere jüngere Schülerinnen und Schüler an. Denn neue
- Sachlichkeit gibt es ja nicht nur in der Literatur für Erwachsene, sondern neue Sachlichkeit gibt es ja auch in der Kinder Jugendliteratur und da wird durch
- die Textstruktur selber schon das jüngere Liesepublikum angesprochen. Man denke an Emil die Detektive von Erich Kestner oder man denke an den zugrunde
- liegenden Text Kai aus der Kiste von Wolf Durian, der auch schon dieses Element der Bande und des gemeinsamen Lösens eines eines Problems eines Falls
- in den Mittelpunkt stellt. Also die Texte selber sprechen an. Man kann aber selbstverständlich auch, wenn man wieder an den Fabianroman von Kner denkt, die
- aktuellste Verfilmung aus dem Jahr 21 heranziehen und sozusagen mit den Mitteln des Films der 2020er Jahre ein Text der 1920er Jahre in Szene gesetzt
- wird. Äh und hier wird dann auch ein wunderbarer Zugang geschaffen. Aber ich vermute, die Texte selber oder Auszüge aus den Texten schaffen diese Zugänge
- und zeigen Schülerinnen und Schüler, wie na sie diesen Texten letztenendes sind. Und das ist ja vielleicht auch mal ein spannender Ansatz, es genau andersrum zu
- machen, also quasi den den Text als Grundlage zu nehmen, als als Unterrichtseinstieg sozusagen. Und da gibt dir ja auch, weil du hast das jetzt
- gerade mit dem Fabian angesprochen, da gibt's ja auch ein Beispiel in der Ausgabe zu, wo da näher drauf eingegangen wird und wo es auch
- beschrieben wird, wie man das machen kann und da wird ja z.B. gesagt, dass man im Anschluss dann hingeht und sich die Verfilmung anschaut und dann guckt,
- okay, wie ist denn eigentlich der Originaltext noch mal, wie ihr es formuliert, modifiziert und po wird und auch die
- verschiedenen Stilmittel noch mal zu vergleichen, also was passiert filmisch, was passiert literarisch, wäre ja auch noch mal ein anderer Ansatz.
- Absolut richtig. in einem Literaturunterricht, der ja in Teil immer auch Medienunterricht ist, geht es ja darum, Medienverbünde auch zu nutzen.
- Und da ist die ein so ein ein Rezeptionstext, wie immer eine aktuelle Verfilmung. Es gilt fürte Detektive genauso. Die Verfilmung ist zwar jetzt
- nicht mehr taufrisch, aber Vergleich zum Alter des Textes immer noch relativ neu. Da gibt es einfach Ideen und Möglichkeiten, diese Medien
- einzubeziehen, um dann eben mit den Referenztext, also den Printtext und den Interpretationstext, die filmische Adaption aufeinander zu beziehen. Und da
- finde ich jetzt persönlich noch mal spannend, es geht ja immer auch um Wirkung, also wie wirkt ein ein Text, den ich lese? Wie wirkt ein Film, den
- ich mir anschaue, was macht das mit mir? Und da finde ich spannend, was dann auch noch mal passieren kann, denn wir hab vorhin gesagt, dass teilweise z.B. n das
- Wort Stichwort Fake News, wenn das eingebaut wurde im Text, um auch noch mal den neuzeitlichen Bezug herzustellen, dass ja heute auch durch
- diese ganzen sozialen Netzwerke z.B. wo ja Film das zentrale Medium ist, wo vielleicht eine Information, die als Text vorher zur Verfügung stand im Film
- dann ganz anders genutzt wird. Also das finde ich irgendwie auch noch mal einen interessanten Aspekt. Ja, absolut. Also bleiben wir bei dem
- bei dem Beispiel, das auch in der Ausgabe verhandelt wird, der Känerroman Fabian und die aktuelle Verfilmung. Das das Spannende liegt ja daran, dass hier
- einerseits Figuren historisch inszeniert werden, also über ihre Kleidung etwa in ein historisches Berlin äh hineinversetzt sind und gleichzeitig
- sind in diesem historischen Berlin allerdings äh Gegenwartsberlin Elemente drin. Also etwa die Stolpersteine sind zu sehen, die in den 1920er Jahren
- selbstverständlich noch nicht dort gelegen haben. So und dadurch gibt es sozusagen diese Übergänge zwischen zwischen 1920er und 20er 20er Jahren.
- Dann lass uns mal einen Schritt weitergehen und eine vierte Kernaussage ist, die man aus der Ausgabe herauslesen kann, dass man davon profitiert, dass
- diese Texte aus der neuen Sachlichkeit natürlich den Alltag total klar wiedergeben. Wir haben es schon paar mal gesagt und sich z.B. nicht hinter
- symbolischer Sprache verstecken. So, das ist ist die Aussage und dann beschreibt ihr in der Ausgabe auch, dass das ja auch auf die einzelnen Textgattung, also
- z.B. in der Lyrik und so, auch übertragbar ist. Vielleicht magst du da noch was zu sagen? Ja, absolut. Ich hatte ja schon gesagt,
- dass den Autoren und Dutorinnen es ein Anliegen ist, eben die Sprache zu entschlacken und insofern ist die Strömung der neuen Sachlichkeit auch
- durchaus das eine antiexpressionistische Strömung zu sehen. W man also im in der expressionistischen Lyrik, um das Beispiel aufzugreifen, nun versucht hat
- mit mit Sprachbombast mit einem metaphorischen sprachlichen Aufwand zu argumentieren und und zu zu ästhetisieren, geht die Lyrik der neuen
- Sachlichkeit gerade wieder zurück und nimmt jede Psychologisierung auch raus. Also Liebeslyrik neusachlich bei bei Kestner immer wieder Kestner, aber nicht
- nur auch bei Masha Kaleko z.B. äh Großstadt lieben. Das ist so ein Text, der der zeigt äh, dass letztenendes den die seiner Zeit neuen Medien das direkte
- Sprechen über Gefühle ersetzen und dass eben diese Technisierung es ermöglicht, sich nicht mehr direkt in der Konfrontation zu stellen, sondern
- auch solche Dinge wie Liebe oder zwischenmenschliche Beziehungen tatsächlich zu versachlichen. Und die Lyrik schafft es eben auch sprachlich,
- indem sie ganz unaufgeregt, ganz unaufwendig thematisiert, wie zwei Menschen sich kennenlernen und sich dann aber auch wieder gehen lassen.
- Ja, das habe ich mich gerade gefragt. Ist das trotzdem? Also jetzt frage ich dich mal aus der Forschungsperspektive quasi auch und aus der Didaktikbrille
- gleichermaßen ist das trotzdem schön. Also ich meine so verblühte Sachen sind gerade w wenn du sprichst gerade das Thema Liebe an.
- Also das ist ja irgendwie auch in der in der romantisierten Vorstellung vielleicht irgendwie was ganz schönes einerseits vielleicht historisch. Und
- andererseits heutzutage gerade bei den Schülerinnen und Schülern wahrscheinlich auch wieder durch ganz frühe Kontakte mit äh allem, was mit Liebe und und
- Sexualität und so zusammenhängt, vielleicht auch schon wieder ganz entromantisiert. Also ich habe mich gerade gefragt, finden die das
- vielleicht gerade deswegen cool und schön und spannend ist das noch schön, wenn es so sachlich auf dem Punkt gebracht ist. Also die mit der Kategorie
- schön kann ich tatsächlich nicht viel anfangen, weil es liegt noch mal im Auge des Betrachters oder der Betrachterin, was jemand schön findet,
- es ist zumindest der Differenzkriterium und ich denke heranchsende, die die vielleicht eher auf so einer Romantikschiene sind oder die bestimmte
- auch auch Vorstellungen so mit mit Liebe mit mit Verliebt sein verbinden, denen sozusagen eine ein Differenz Marker an die Hand zu geben und mal zu schauen,
- dass man eben über Liebe auch anders sprechen kann und dass Liebe eben nicht immer nur sozusagen sagen im Klischee ist und dass man nicht immer nur Herz
- auf Schmerz reimen muss, sondern dass es auch andere Formen des Sprechens über Liebe gibt äh und im übrigen auch andere Formen Liebe zu erleben. Ähm das kann
- meines Erachtens kein Nachteil sein. Ja, war war persönlich gefragt und persönlich geantwortet. Danke dafür. Und damit kommen wir dann zur letzten These,
- zur letzten Aussage, zum letzten Anliegen und zwar natürlich dieses Thema und das ist ja auch grundsätzlich immer ein Aspekt, dass wir Möglichkeiten von
- von Überfachlichkeit hinbekommen, also von überfachlichen lernen und da können wir noch mal anknüpfen das, was wir vorhin gesagt haben, weil sich eben
- neusachliche Elemente auch in Musik, in Bildern und in Architektur z.B. wiederfinden. Vielleicht kannst du das noch kurz ausfüllen.
- Also die neue Sachlichkeit ist ein wunderbares Beispiel. tatsächlich so ein Programm einer Kulturdidaktik aufzumachen, äh das über reine
- Literaturdidaktik in einem engeren Sinne hinausgeht und das zeigt, dass hier eine bestimmte äh Ästhetik, eine bestimmte Weltsicht, eine bestimmte Art Welt und
- Funde der Welt zu verhandeln sich in ganz unterschiedlichen Bereichen wiederfinden. Hatte ja schon über die Architektur kurz gesprochen. Das Design
- des Bauhauses möchte ich noch mal erwähnen, dass also tatsächlich und denk an die Dinge wie die Bürostühle oder die Teekannen, die die Bauhausdesignerin und
- Designer entwerfen, die die sind ihrer Funktion geprägt, die sind schlicht, die sind klar in ihrer Linienführung, sie haben einen Gebrauchsaspekt, die Form
- folgt der Funktion, aber das gilt auch für Populärkultur. Also, wenn man sich die Schlager, die Chansons anschaut, wenn man sich die Filme, wenn man sich
- die Reklame, die Reklameanzeigen der 1920er Jahre anschaut, auch das ist sozusagen Elemente von Alltagskultur, dann wird man dort ganz klare
- Botschaften, dass das das abrüsten, das sprachliche Abrüsten wiederfinden, das eben sowohl in verschiedenen Kulturformen wie auch in Bereichen der
- Alltagskultur zu finden ist. Und das sind eben Schnittstellen, die für eine Kulturdidaktik hier sehr hilfreich sind, weil man sehen kann, dass es nicht
- nuragen ein singuläres literarisches Phänomen ist, sondern dass das, was eben unter anderem in Literatur auftritt in anderen ästhetischen Formen, anderen
- kulturellen Ausprägungen ebenfalls vorkommt. Insofern ist überfachliches Lernen da tatsächlich ein wichtiges Stichwort. nicht zu verwechseln mit
- fachübergreifendem Lernen, das ist ja noch mal eine andere organisatorische Frage, aber zu zeigen, dass eben Literatur als Bestandteil einer
- kulturellen Gesamtverfasstheit funktioniert und dass es eben Ankerpunkte und Ankerstellen gibt zwischen verschiedenen Künsten, zwischen
- verschiedenen Kunstformen. Das scheint mir sehr wichtig und es scheint mir auch eine wichtige Perspektive zu sein, die sich eben exemplarisch am Bereich der
- Literatur schrägstich Kultur der neuen Sachlichkeit erlernen, unterwerben lässt. Und um den Bogen auch noch mal zu heute zu schlagen, genau diese Elemente
- finden sich ja heute auch in allen anderen Bereichen ja auch wieder. Also wenn wir nur mal an Smartphone Design, um in der Lebenswirklichkeit der
- Schülerinnen und Schüler zu denken, Appdesign, Werbung, das ist gerade angesprochen, all diese Dinge sind ja auch wieder ganz ganz minimiert, rein
- ohne viel Geschnörkel, ohne viel Getön, sondern einfach auf den Punkt gebracht. Also das auch da hast du ja dann wieder den Gegenwartsbezug.
- Absolut. So ist das. Ja, stimmt. An der Stelle wir wir mit Blick auf die Zeit, die Zeit rennt immer in solchen Gesprächen. Du hast gleich das
- Schlusswort, da darfst du gleich gerne noch mal ein Aspekt oder mehrere an uns richten tatsächlich. Und ich würde an erster Stelle jetzt einmal
- zusammenfassen, was wir gerade miteinander besprochen haben. Das heißt, also wir haben fünf Kernanliegen thematisiert und das erste war zu sagen,
- wir nutzen einfach diese Aktualität der Texte, weil wir eben festgestellt haben, dass ganz vieles in den 1920er Jahren zumindest in Ansätzen ähnlich war wie
- heute. Zweite These, dass wir uns auf diese ganzen Themen wie soziale Unterschiede, Geschlechterrollen, Zukunftsvisionen
- konzentrieren können, um Unterricht einfach interessant zu gestalten. Dann haben wir gesagt als dritte These, dass wir gar nicht unbedingt neue Medien
- brauchen, sondern dass der Text an sich schon interessant ist, um den Unterrichtseinstieg damit zu machen und vielleicht davon abgehend dann nachher
- den Schwung auf neue Medien zu nehmen. Als viertes haben wir gesagt, dass die Texte den Alltag klar wiedergeben und sich eben nicht so symbolhaft wieeder
- vor vielleicht präsentieren. Und das letzte war das überfachliche Lernen, dass das eben super möglich ist. Wenn du jetzt vielleicht die Quintessen für dich
- zusammenfasst, das ist die erste Frage und danach kommt dein Schluss vor. die Quintessenz aus dieser Ausgabe neue Sachlichkeit in Deutschunterricht. Was
- ist das für dich? Also die Quintessen ist eigentlich die Aufforderung an Lehrkräfte den Mut zu haben, sich dieser Texte zu bedienen,
- sie zu nutzen, sie wieder zu entdecken und zwar für alle Altersgruppen, auch für junge Schülerinnen und Schüler im Bereich der Kinderliteratur, für
- Schülerinnen der Mittelstufe, im Bereich etwa der Lyrik. Die neue Sachlichkeit ist zugänglicher als man das vielleicht denkt und die 100 Jahre Differenz wird
- werden spielend weg wettgemacht eben durch die sprachliche Kleid durch die sprachliche Aktualität durch die thematische Aktualität der Texte selbst.
- Also keine Angst vor der neuen Sachlichkeit, greift zu. Und das Greift zu bezieht sich auf die Ausgabe. Da finden sich nämlich ganz
- ganz viele Beispiele noch weiter ausgeführt, ganz viel erklärt dazu und ich finde gerade diese auf dem Cover das, also wenn man das Cover dann sieht,
- finde ich spannend, weil es erinnert natürlich an die 1920er Jahre und trotzdem, wenn man dann reinschaut, merkt man, wow, völlig zeitgemäß. Von
- daher vielen Dank für diese ganzen Einblicke, vielen Dank für die Erläuterung und dass du das mit uns geteilt hast. Und jetzt hast du den
- absoluten Schlusssatz, den du noch loswerden möchtest. Ja, was soll ich sagen? Die neue Sachtigkeit ist ein Füllhorn an Texten,
- die es wieder zu entdecken lohnt und zwar auch jenseits der altbekannten üblichen Verdächtigen wie Kner und Coun. Auch diese Ausgabe macht einen
- Vorschlag, den Text wieder zu entdecken. Man kann hineingreifen, man man findet überraschende Texte, man findet überraschende Anschlüsse, man findet
- überraschende Themen. Das ist einfach ein Füllhorn an an toller Literatur. Das war einfach Unterrichten, der Podcast von Friedrich Plus aus dem
- Friedrich Verlag. Wir bringen innovativen Unterricht für Lehrkräfte auf den Punkt.
Zum Nachlesen
Neue Sachlichkeit (Literatur)Die Neue Sachlichkeit ist eine Richtung der Literatur der Weimarer Republik. In den ihr zugerechneten Werken ist die zwischen den Weltkriegen hervortretende …
Literatur der Weimarer RepublikDie Literatur der Weimarer Republik umfasst die während der Weimarer Republik entstandene und die zu dieser Zeit vom lesenden Publikum bevorzugte Literatur.
Neue Sachlichkeit (Kunst)Mit Neuer Sachlichkeit bezeichnet man die Rückbesinnung auf die Welt des Sichtbaren. Sie begann unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg zugleich mit der …