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Musik und Soundtracks für Videospiele produzieren: Als Komponist arbeiten | Lohnt sich das? I BR

Lohnt sich das?10:24 440.604 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 75 Zeilen
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  1. . Ich hab kein Interesse dran, Vermögen aufzubauen.
  2. Das geb ich lieber aus, wachse und sorg dafür, dass ich noch bessere Musik machen kann.
  3. Wenn das dazu führt, dass ich wenig Steuern zahle, ist das gut. Ich bin Tobi Weiß, 29 und Komponist, hauptsächlich für Videospiele.
  4. Heute ist schon 9 Uhr. Manchmal sitze ich hier auch um 5 oder 6. Je nachdem, wann ich aufwache. Ich passe mich da an.
  5. Ich überlege, womit ich anfange ... Das ist ein Encounter Dungeon.
  6. Wir haben da dieses ... Ich hab da so ein Weinen von einem Kind kaputt gemacht.
  7. Aber das läuft die ganze Zeit durch. Wenn man das immer wieder spielt, könnte das nervig werden.
  8. Das sind schwierige Kämpfe. Das hat auch was mit diesem Mädchen zu tun. Aber das kann nicht die ganze Zeit laufen.
  9. Diese Encounter Dungeons kommen nicht zu oft vor, aber manchmal. Da muss man sich manchmal von Sachen verabschieden.
  10. Man muss immer im Kopf behalten: Das muss im Spiel funktionieren.
  11. Es geht nicht primär darum, dass die Musik stand alone gut ist. Das muss mit der visuellen Ebene funktionieren. Immer.
  12. Hier sind wir in der Oberfläche, in der Engine. Hier sieht man, was so in der Welt passiert.
  13. Das ist noch sehr, sehr früh. Es geht um diesen Moment. Man kommt nach dem Tutorial hier hoch, da hinten kommt man raus.
  14. Da war man das erste Mal in der Stadt. Und in der Stadt ist 2-D-Hintergrundmusik.
  15. Aber unsere grundsätzliche Overworld, die zu den Dungeons führt, hat eigentlich nur Atmosphäre.
  16. Jetzt hat man diese Wummern. Und das ist gut. Das soll am Anfang sein.
  17. Man kommt von rechts und denkt sich: Was ist denn das? Ich gehe da hin und wenn man da draufgeht, ...
  18. ... dann triggert dieses Hauptmotiv. Das ist sehr schön. Und hinterher sieht man da noch andere Sachen.
  19. Wenn man wieder weggeht, hört es auf. Ich hab mein Leben lang Musik gemacht.
  20. Gleichzeitig hab ich mein Leben gern Videospiele gespielt. Da kommt evtl. die utopisch klingende Idee, das zum Beruf zu machen.
  21. Da dachte ich: Ich gehe all in, versuche mich nebenher um Geld zu kümmern.
  22. Ich hab auf Festivals gearbeitet, am Theater. Meine Deadline war 30. Da wollte ich ein Resümee ziehen und gucken:
  23. Hat das funktioniert? Kann ich davon leben? Bin ich fröhlich?
  24. Und ... tja ... das hat funktioniert. Das macht Spaß. Das Projekt hab ich mir selber ausgesucht.
  25. Ich kann machen, was ich will. Ich hatte Bock auf klassische Fantasy-Musik.
  26. Ich liebe diesen Rhodope Chorus. Einfach dieses ...
  27. * Modulation im Rodope-Chorus-Register * Schöner Klang.
  28. Ich hab über 7 oder 8 Jahre quasi nur an Superlow- und No-Budget- Projekten teilgenommen.
  29. Ich hab Studenten gesucht, die gerade Spiele machen. Einfach ganz viel.
  30. Dadurch baut man sich Kontakt zu Leuten auf, die teilweise Jahre später zurückgekommen sind:
  31. "Ich hab jetzt Budget. Ich möchte dich, das war cool, damals." Deswegen war das immer wichtig, da auch all in zu gehen.
  32. Immer alles reinzuwerfen, auch wenn es nur 1 Euro pro Stunde gibt. Ich verbringe von meiner wachen Zeit 80-90% in diesem Zimmer.
  33. Vielleicht ein bisschen weniger, manchmal. Viel mehr geht ja nicht. Aber es ist schon wirklich viel.
  34. Aber ich mag das Zimmer sehr. Deswegen hab ich es mir schön gemacht.
  35. Ich zahle hier 515 Euro Miete. Das ist die Hälfte von 1030 Euro.
  36. Die teile ich mir mit meiner Freundin. 400 Euro/Dollar pro Minute sind sehr gut.
  37. Das ist eine gute Rate. Man muss aber auch bedenken,
  38. dass viele Stunden in eine Minute Musik fließen. Die Vorbereitung. Überlegungen. Warum benutzt man dieses und jenes?
  39. Das ist da alles reingerechnet. Ab 150 Dollar/Minute lohnt es sich.
  40. Ich arbeite auch viel und oft darunter. Ich mag auch Technik. Das ist auch immer schön.
  41. Oh, noch ein bisschen schneller. Super. Merke ich nicht, aber ich kann es mir denken.
  42. Das ist alles besser. Auch solche Sachen wie noch eine Festplatte. Alles besser als eine Gasrechnung zu bezahlen.
  43. Darunter kann ich mir nix vorstellen. Klar, es ist warm ... Was es da halt so gibt.
  44. Und das ganze andere Zeug, ein großer Teil von den Dingen, die mir Spaß machen ...
  45. Eine Statue für Produktpräsentation und Set-Deko. Weiß ich nicht. Das kann ich alles absetzen.
  46. Also ich hab nicht viel Steuern gezahlt. Es sind einmal Anschaffungen, die ganzen virtuellen Instrumente.
  47. Die kosten einen Haufen Geld. Und ich guck dann auch am Ende des Jahres, dass ich Richtung 0 komme.
  48. Hier sind letztendlich die virtuellen Instrumente. Gestrummte Akustikgitarren.
  49. Picked Guitars, ... Riser, ... Soloschelle brauch ich gleich auch noch.
  50. Gut, dass ich das sehe. Das ist das Allerwichtigste.
  51. Gute, vielfältige virtuelle Instrumente. Im Jahr 2021 hab ich knapp 39.000 Euro eingenommen.
  52. Und 20.000 Euro Gewinn gemacht. Für meine Rente ... ja ...
  53. Ich bin in der KSK, da geht ein bisschen was rein. Und ansonsten ...
  54. Das schieb ich noch aus meinem Kopf raus. Ich hoffe, dass ich den Beruf ganz lange machen kann und möchte.
  55. Ansonsten ... Ich hab gerade nicht den Kopf, die Zeit und die Expertise dafür,
  56. mich jetzt mit Investitionen auseinanderzusetzen. Ich gehe jetzt erst mal voll rein und gucke, was passiert.
  57. Dann schau ich weiter. Ist vielleicht mag das kurzsichtig wirken ... Oder eine planerische Katastrophe. Aber damit komm ich super klar.
  58. Ich mache jetzt ein Video für Instagram. Da hab ich keine Reserve mehr.
  59. Das ist ein Tag, wo ich recht viel für den Monat mache. Da hab ich jetzt gerade noch was neu gemacht.
  60. Ich nehm ein Snippet raus und spiel noch ein Instrument über das, was schon da ist.
  61. Früher hab ich das täglich nach der Arbeit gemacht. Aber voll der Stress. Weil dann muss man jeden Tag was machen.
  62. Das ist nicht cool, wenn ich jeden Tag eine Sache auf jeden Fall machen muss.
  63. Genau das find ich nicht gut. Ich bin da relativ gut durchgekommen.
  64. Ich hab quasi das Fundament für einen neuen Library Check gelegt. Ich hab die Sachen in Engine, in NFC angepasst.
  65. Ich hab die anderen Tracks noch erweitert. Was denn noch?
  66. Auf jeden Fall habe ich viel getan. Morgen muss ich noch einen anderen Track abgeben.
  67. Aber den kann ich auch morgen entspannt machen. Weil da hab ich auch Lust drauf.
  68. Das heißt, du machst jetzt Feierabend? Nein. Weil ich hab jetzt sehr Lust,
  69. den Dungeon Track von heute früh weiterzumachen. Aber das müsste ich natürlich nicht.
  70. Aber das möchte ich so nicht liegen lassen. Wir haben drüber gesprochen:
  71. Ich hätte mich am liebsten den ganzen Tag darum gekümmert. Oder bis ich an dem Punkt bin es ruhen zu lassen.
  72. Aber das muss ich noch heute machen. Sonst ... sonst kann man nicht gut schlafen.
  73. Das war mein Tag. Ich hoffe, ihr konntet einige interessante Einblicke in die Arbeit eines Komponisten erlangen.
  74. Hier gibt's ein weiteres Video und hier auch. Vergesst nicht zu abonnieren, wenn euch das gefallen hat.
  75. Ich arbeite jetzt weiter.

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