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Informatik studieren: So schwer ist es wirklich | alpha Uni
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 98 Zeilen
- Als das Prüfungsergebnis kam, der Schock, nicht bestanden. Ich hatte sehr viel Angst, dass ich mein Traumstudium,
- die Informatik, nicht weiterstudieren kann. Es war anspruchsvoller, als am Anfang erwartet.
- Hallo, ich bin Richard. Ich bin 22 Jahre alt
- und ich studiere Bachelor Angewandte Informatik mittlerweile im 9. Semester an der Technischen Universität Chemnitz.
- Die Informatik interessiert mich schon, seitdem ich mehr oder weniger in der 5. Klasse bin.
- Mein Bruder hatte damals angefangen, Informatik zu studieren. Er hat das leider nicht geschafft.
- Und dann hab ich mir gedacht, ich mach es besser. Hab mich ein bisschen in Computer reingearbeitet,
- dann in die Programmierung. Dabei gemerkt, wie viel Spaß mir das macht.
- Hab festgestellt, dass ich einfach alles machen kann, was ich möchte. Sind gerade beim Kalibrieren des Eyetrackers.
- Wenn du reinkommst, müssen wir gucken, wie das von deiner Pose passt.
- Setz dich bequem hin. Ich erhoffe mir vom Experiment, dass ich damit jedenfalls
- zu einem kleinen Teil die informatische Forschung vorantreiben kann.
- Und gleichzeitig ein bisschen Einblick in mein Denken bekommen kann, während ich in der Informatik
- arbeite, während ich programmiere oder mir Codes angucke. Ich würde dich bitten, dass du dir die Sätze anguckst
- und dann entscheidest, ob die richtig sind oder falsch. Dafür nehmen wir dich auf mit einem Diktiergerät.
- Ich werde im Endeffekt verschiedene informatische Ausdrücke bekommen. Also mehr oder weniger Sätze, nur in Programmier-Slang.
- Und ich werde anhand dieser Sachen bewerten, ob die Aussage falsch oder wahr ist.
- Ich werde ein EEG aufsetzen. Und anhand von Eyetracking-Verfahren wird herausgefunden,
- wie ich auf die Code-Schnipsel reagiere. (Frau) Wir sehen hier diese ganzen Hirnströme.
- * Musik * (Richard) Könnte auch eine Überraschung für mich rauskommen.
- Mittlerweile tendiere ich eher dazu, mich ein bisschen zu überschätzen durch meine Arbeit und dass ich dort immer gutes Feedback kriege.
- Und durch die Uni wird das aber manchmal ein bisschen abgedämpft. Deswegen kann es sein, dass ich mich überschätze, unterschätze.
- * Musik * Das ist eins der beschissensten Level.
- Man spielt ein tic tac mehr oder weniger, eine Kapsel, und springt mit der über die Plattform.
- Und versucht, durch die insgesamt 50 Level durchzukommen. Ich hatte ein bisschen Lust, ein Spiel zu entwickeln.
- Am Anfang wollte ich auch Spieleentwickler werden. Das hat sich mittlerweile geändert.
- Jetzt will ich normal Softwareentwickler werden. Dann hab ich mich ein bisschen informiert,
- wo man alles Informatik studieren kann. Und habe herausgefunden, dass im Endeffekt Technische Universität
- Chemnitz einen guten Ruf in der Informatik hat. Und das hat mich dann im Endeffekt dazu bewegt, hier zu studieren.
- Es gibt bei uns einerseits die Basismodule, die muss jeder belegen.
- Dazu gehören z.B. die Mathemodule oder auch Algorithmen und Programmierung.
- Mit dem darauffolgenden Modul Datenstrukturen. Es gibt dann noch fortführend die Vertiefungsmodule.
- Wenn mich jetzt etwas Besonderes interessiert, dann kann ich mich auf diesen Bereich spezialisieren.
- Kann ich mich z.B. auf die Medieninformatik spezialisieren. Für mich war die schwerste Prüfung die Matheprüfung.
- Wenn man eine Prüfung schreibt, dann hat man insgesamt dafür 3 Versuche. Wenn man jetzt Mathe 1 z.B. 3-mal nicht besteht, dann darf man
- nirgendwo in Deutschland mehr Informatik studieren. Beim 1. Mal hab ich die Matheprüfung etwas unterschätzt.
- Ich hab nicht genug Zeit ins Lernen reininvestiert. Ich hab die Aufgaben gemacht, die wir als Prüfungsvorleistung
- machen mussten, und dachte, damit bin ich gut genug drauf vorbereitet. Dann hab ich die Prüfung geschrieben.
- Hab schon gemerkt, lief nicht ganz so gut. Vielleicht reicht es ja gerade so.
- Und dann, als das Prüfungsergebnis kam, Schock, nicht bestanden. Also hab ich mich dann hingesetzt
- und für die Wiederholungsprüfung davon sehr viel gelernt, sehr viel Zeit rein investiert, auch noch mal die Aufgaben gemacht.
- Leider hat das Ganze auch nichts geholfen, und ich habs dann im Endeffekt wieder nicht bestanden.
- Als ich das 2. Mal durchgefallen bin, war es sehr... ...war ich sehr aufgeregt und hatte sehr viel Angst, dass ich
- mein Traumstudium Informatik nicht weiterstudieren kann. Wenn man gerade vor dem Drittversuch steht und Angst hat,
- dass man vielleicht nicht weiterstudieren kann, dann ist das ein sehr beklemmendes Gefühl.
- So war es auf jeden Fall damals für mich. Ich hatte wirklich eine unglaubliche Angst, dass ich mein Studium
- nicht schaffe, und das im 3. Semester meines Studiums. Also ganz am Anfang.
- Und ich wusste nicht, was ich danach hätte machen sollen, weil kein Studium hätte mir so viel Spaß gemacht wie die Informatik.
- Direkt nachdem ich die Klausur geschrieben hab, hab ich jeden Tag immer wieder online reingeguckt, ob das Ergebnis da ist.
- Und hab dann endlich gesehen, dass ich bestanden habe und war superglücklich und hab erst mal mit ein paar Freunden gefeiert.
- Was waren denn für euch als Informatiker oder Informatik-Studierende
- die größten Herausforderungen in eurem Studium? Schreibt das in die Kommentare.
- Falls ihr noch nicht Informatik studiert, dann könnt ihr euch hier darüber informieren.
- Ist ein kleines bisschen aufgeregt. Ich hab das Experiment schon mal gemacht,
- aber nicht in diesem Umfang, in dem ich es jetzt mache. Ist etwas Neues, was immer spannend ist.
- (Frau) Wenn du bereit bist, würden wir jetzt starten. Perfekt.
- Das Schwierigste an der Aufgabe für mich wird sein, mich genug darauf zu konzentrieren,
- dass ich immer die richtige Lösung gebe. Was ich natürlich wahrscheinlich nicht hinkriegen werde,
- was aber auch der eigene Anspruch ist. "...zwischen der Grammatik der Sätze und dem bisher Gezeigten..."
- "Aaf tok rif" ist richtig. Dann käme ein Komma.
- "Pruef" ist fälsch. Das wäre "praef". (Frau) Alles klar, das wars schon.
- Super, danke, dass du mitgemacht hast. - Sehr gerne. Wie hast du dich gefühlt?
- Am Ende war ich ein bisschen raus bei den Aufgaben. Ein bisschen Nervosität war von Anfang an dabei,
- aber hat sich mit der Zeit immer mehr gelegt. An der Universität ist es, so wie es hier auch ist,
- dass sehr viel theoretisch gelehrt wird. Es wird versucht, in einer gewissen Art und Weise auch Praxis
- näherzubringen, indem man z.B. kleine Programmieraufgaben hat. Wenn man die aber sich anschaut, dann sind sie z.T. ein bisschen
- fernab dem, was man normalerweise programmieren würde. So richtig Praxiserfahrung muss man eigentlich sammeln
- mit den Sachen, die einem Spaß machen, indem man das selber macht. Gemeinsam erstellen meine Freundin und ich ein Smarthome-System.
- Es gibt viele Smarthome-Systeme, meistens sind die aber von unterschiedlichen Herstellern.
- Da ist nicht alles drin. Außerdem sind die nicht so sicher wie ein lokales,
- was in unserem Netzwerk läuft. Wir machen das als Team, d.h. wir teilen uns ein, wer was macht.
- Heute wollten wir ausprobieren, dass wir unseren Staubsauger, Robby heißt der, dass der losläuft, wenn wir auf einen Button drücken.
- D.h. wir müssen jetzt den Button da einfügen und wir müssen dann noch dafür sorgen, dass es eine Funktion gibt,
- die dann dafür sorgt, dass er lossaugt. Wir versuchen, ihn jetzt zu starten.
- D.h. wir öffnen die Seite und wählen dann neu und drücken auf "Robby an".
- Und wie wir merken, merken wir nichts. Im Endeffekt läuft der Roboter nicht los.
- Warum? Das muss ich erst mal herausfinden.
- Dafür müssen wir das debuggen und gucken, was jetzt genau der Fehler ist.
- Er ruft nicht die Funktion auf. Das ist gerade das Problem. Drücken drauf.
- (Computerstimme) Reinigung wird gestartet. Sehr gut.
- (Richard) Funktioniert jetzt endlich. Mein Rat für die Leute, die jetzt anfangen wollen,
- Informatik zu studieren, oder bald anfangen wollen, Informatik zu studieren, ist: Sucht euch irgendeine Programmiersprache.
- Programmiert etwas. Setzt euch schwerere Aufgaben, programmiert die dann auch.
- Und dann klappt auch das Studium. Sucht euch auch während des Studiums ein paar Aufgaben,
- die euch Spaß machen. * Musik *
- Das Interessanteste für mich war, v.a. in der Endbesprechung, noch die Zusammenhänge zu sehen zwischen dem normalen Sprachenlernen,
- was man in der Schule auch macht, und dem Programmiersprachenlernen. Gleichzeitig hat das Experiment mir gezeigt,
- dass ich ein bisschen mehr auf die Syntax achten muss, weil sonst natürlich Fehler entstehen.
- Und das möchte ein Programmierer nicht in seinem Code haben, Syntaxfehler.
- Aber gleichzeitig waren meine Denkmuster und meine Sehmuster sehr gut und haben im Endeffekt genau das Richtige gemacht.
- Meine Augen haben an die richtigen Stellen geguckt. Das Spannendste daran ist eigentlich, dass ich besser
- die Denkmuster verstehen kann und auch sehen kann: Was sind gute Denkmuster?
- Wie sollte man über Code scannen, um den schnell zu verstehen? Und das brauche ich natürlich auch für meine Bachelorarbeit.
- * Musik * Ich habe eine Idee und ich setze sie um,
- und dann funktioniert das. Jedenfalls solange es mein Programmiertalent zulässt.
- Und das war im Endeffekt der Grund, dass ich mich für das Informatikstudium entschieden hab.
- Danke fürs Video anschauen. Wenn euch das Video gefallen hat,
- dann könnt ihr gerne den Kanal hier abonnieren.
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