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Wasserstoff als Energieträger - wie sieht die Zukunft aus? | Ein Klimaschutzexperte im Interview
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 21 Zeilen
- Also, es gibt keinen Sektor, in dem NICHT Wasserstoff oder Wasserstoffträgersubstanzen zum Einsatz kommen werden
- Am Fraunhofer-Institut leite ich seit 2003 den Bereich angewandte Elektrochemie. Seit 2020 bin ich auch Mitglied im Beirat des National Wasserstoffrates der Bundesregierung und
- seit Dezember bin ich auch im Beirat des Wasserstoffrates Baden-Württemberg. Nun, beide Beiräte, oder beide Räte, setzen sich zusammen aus Experten,
- die aus ganz unterschiedlichen Themen Feldern kommen. Experten aus der Industrie und natürlich, was man nicht vergessen darf, sind in beiden Räten auch Vertreter aus den Umweltverbänden Mitglieder,
- die natürlich die Zielrichtung haben zu schauen, wie bewegt sich Deutschland in die Klimaneutralität, welche wichtigen Schritte werden getan. Und dann natürlich Forschung und
- Technologie. Und im Nationalen Rat, also auf Bundesebene, ist es für mich besonders wichtig, hier die europäischen Aspekte, also die europäische Zusammenarbeit mit
- in den Vordergrund zu stellen. Aber auch Themengebiete wie synthetische Kraftstoffe, die wir auch in der Zukunft für ganz bestimmte schwere Anwendungen benötigen,
- die bei weitem nicht mit Wasserstoff und auch nicht mit Batterien betrieben werden können. Und in Baden-Württemberg geht es natürlich darum, auch zu schauen, dass Baden-Württemberg mit
- an dieser gesamten Wasserstoff-Roadmap, an diesen Wasserstoff-Zielsetzungen auch entsprechend stark teilnimmt. Denn die Hauptquellen der erneuerbaren Energien, vor allen Dingen der Windenergie, liegen
- nicht in Baden-Württemberg, sondern liegen eben in den nordischen Bundesländern. Da müssen wir sehen, dass eben dann auch die Energien und auch die Energieträger, die mit Wasserstoff gewonnen
- werden und die auch benötigt werden, hier in Baden-Württemberg auch ins Ländle kommen. Weil wir haben keine Alternativen. Das heißt, wir müssen in all den Bereichen eine Lösung
- finden und entsprechend auch technologische Änderungen vornehmen. Wir wollen kein CO2 mehr ausstoßen. Wir werden ab 2065 Erdöl als fossilen Energieträger nicht mehr zur Verfügung haben,
- zumindest nicht mehr in dem Maße, dass wir es uns leisten können. Also bleibt von den fossilen Energieträgern nur noch Erdgas und Kohle übrig und beide sind auch CO2-Quellen oder
- können als CO2-Quellen fungieren. Dementsprechend kommen wir um den Wasserstoff nicht drumherum. Die chemische Industrie wird mit Hilfe von CO2 aus Wasserstoff Kohlenwasserstoffe
- herstellen müssen, um dann daraus wiederum alle weiteren Dinge produzieren zu können. auch im Bereich der chemischen Industrie und dort der Düngemittelindustrie:
- Ammoniak ein ganz wichtiges Ausgangsprodukt für viele Düngemittel. Im Bereich der Mobilität werden wir reinen Wasserstoff einsetzen, es wird aber eben auch synthetische Kraftstoffe geben,
- wie schon erwähnt, es wird vielleicht auch ganz andere Wasserstoffträger geben, die man sich in der Vergangenheit schon mal angeschaut hat, wie eben unter anderem auch Ammoniak.
- Wichtig ist jetzt in dem Jahrzehnt und auch in den kommenden Jahrzehnten, in denen wir leben: diese Technologien müssen ihren Markt finden. Ja unsere
- Industrien müssen entsprechend an den Wertschöpfungsketten teilhaben können. Die Stahlindustrie werden wir umstellen müssen auf Wasserstoff als Reduktionsmittel und eben
- nicht mehr Kohle als Reduktionsmittel. Auch im Gebäudesektor werden wir einen Wandel erleben, dass eben Gebäude nicht mehr ausschließlich mit Erdgas beheizt werden sondern mit einem
- Erdgas-Wasserstoff-Gemisch in der Übergangszeit. Und später dann ausschließlich mit reinem Wasserstoff als Energieträger für die Heizkraftanlagen
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