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Wasserstoff als Energieträger - wie sieht die Zukunft aus? | Ein Klimaschutzexperte im Interview

Elektro- und Informationstechnik in Karlsruhe4:33 487 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 21 Zeilen
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  1. Also, es gibt keinen Sektor, in dem NICHT Wasserstoff oder Wasserstoffträgersubstanzen zum Einsatz kommen werden
  2. Am Fraunhofer-Institut leite ich seit 2003 den Bereich angewandte Elektrochemie. Seit 2020 bin ich auch Mitglied im Beirat des National Wasserstoffrates der Bundesregierung und
  3. seit Dezember bin ich auch im Beirat des Wasserstoffrates Baden-Württemberg. Nun, beide Beiräte, oder beide Räte, setzen sich zusammen aus Experten,
  4. die aus ganz unterschiedlichen Themen Feldern kommen. Experten aus der Industrie und natürlich, was man nicht vergessen darf, sind in beiden Räten auch Vertreter aus den Umweltverbänden Mitglieder,
  5. die natürlich die Zielrichtung haben zu schauen, wie bewegt sich Deutschland in die Klimaneutralität, welche wichtigen Schritte werden getan. Und dann natürlich Forschung und
  6. Technologie. Und im Nationalen Rat, also auf Bundesebene, ist es für mich besonders wichtig, hier die europäischen Aspekte, also die europäische Zusammenarbeit mit
  7. in den Vordergrund zu stellen. Aber auch Themengebiete wie synthetische Kraftstoffe, die wir auch in der Zukunft für ganz bestimmte schwere Anwendungen benötigen,
  8. die bei weitem nicht mit Wasserstoff und auch nicht mit Batterien betrieben werden können. Und in Baden-Württemberg geht es natürlich darum, auch zu schauen, dass Baden-Württemberg mit
  9. an dieser gesamten Wasserstoff-Roadmap, an diesen Wasserstoff-Zielsetzungen auch entsprechend stark teilnimmt. Denn die Hauptquellen der erneuerbaren Energien, vor allen Dingen der Windenergie, liegen
  10. nicht in Baden-Württemberg, sondern liegen eben in den nordischen Bundesländern. Da müssen wir sehen, dass eben dann auch die Energien und auch die Energieträger, die mit Wasserstoff gewonnen
  11. werden und die auch benötigt werden, hier in Baden-Württemberg auch ins Ländle kommen. Weil wir haben keine Alternativen. Das heißt, wir müssen in all den Bereichen eine Lösung
  12. finden und entsprechend auch technologische Änderungen vornehmen. Wir wollen kein CO2 mehr ausstoßen. Wir werden ab 2065 Erdöl als fossilen Energieträger nicht mehr zur Verfügung haben,
  13. zumindest nicht mehr in dem Maße, dass wir es uns leisten können. Also bleibt von den fossilen Energieträgern nur noch Erdgas und Kohle übrig und beide sind auch CO2-Quellen oder
  14. können als CO2-Quellen fungieren. Dementsprechend kommen wir um den Wasserstoff nicht drumherum. Die chemische Industrie wird mit Hilfe von CO2 aus Wasserstoff Kohlenwasserstoffe
  15. herstellen müssen, um dann daraus wiederum alle weiteren Dinge produzieren zu können. auch im Bereich der chemischen Industrie und dort der Düngemittelindustrie:
  16. Ammoniak ein ganz wichtiges Ausgangsprodukt für viele Düngemittel. Im Bereich der Mobilität werden wir reinen Wasserstoff einsetzen, es wird aber eben auch synthetische Kraftstoffe geben,
  17. wie schon erwähnt, es wird vielleicht auch ganz andere Wasserstoffträger geben, die man sich in der Vergangenheit schon mal angeschaut hat, wie eben unter anderem auch Ammoniak.
  18. Wichtig ist jetzt in dem Jahrzehnt und auch in den kommenden Jahrzehnten, in denen wir leben: diese Technologien müssen ihren Markt finden. Ja unsere
  19. Industrien müssen entsprechend an den Wertschöpfungsketten teilhaben können. Die Stahlindustrie werden wir umstellen müssen auf Wasserstoff als Reduktionsmittel und eben
  20. nicht mehr Kohle als Reduktionsmittel. Auch im Gebäudesektor werden wir einen Wandel erleben, dass eben Gebäude nicht mehr ausschließlich mit Erdgas beheizt werden sondern mit einem
  21. Erdgas-Wasserstoff-Gemisch in der Übergangszeit. Und später dann ausschließlich mit reinem Wasserstoff als Energieträger für die Heizkraftanlagen

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