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Unsterblichkeit und ewiges Leben 10: Warum an Unsterblichkeit glauben?
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Transkriptautomatisch erstellt · 205 Zeilen
- hallo zusammen wir haben uns bisher vor allen dingen mit zwei fragen in sachen sterblichkeit beschäftigt nämlich zum ersten die frage wie ist und
- sterblichkeit überhaupt denkbar das heißt welche konzeption von sterblichkeit gibt es unsterbliche seele reinkarnation auferstehung und so weiter
- und so fort und wie sind die mit der anforderung der persönlichen identität vereinbar wie fern sind sie metaphysisch möglich enthalten sie vielleicht
- implizit widersprüche und so weiter und so fort also das war die frage nach der denkbar kite von sterblichkeit dann haben wir das zweite ist die frage
- gestellt was spricht für und gegen und sterblichkeit also welche ab rio rischen oder vielleicht auch empirischen argumente gibt es mit denen sich
- nachweisen ließe dass sein leben nach dem tod gibt oder die genau das bestreiten können zum abschluss dieses kurses will ich
- jetzt noch mit ihnen heute und beim nächsten mal auf eine etwas andere frage eingehen ihn noch einen anderen aspekt der unsterblichkeit beleuchtet nämlich
- die frage wozu wozu eigentlich und sterblichkeit das heißt unabhängiger von unsterblichkeit jetzt möglich ist oder
- nicht warum sollten wir glauben dass wir unsterblich sind hat der glaube an die unsterblichkeit vielleicht irgend eine philosophische funktion oder wäre es aus
- irgendwelchen gründen was auch immer das für gründe sein mögen vielleicht vernünftiger den glauben an die und sterblichkeit aufzugeben
- ich würde ihn heute in dieser frage kurz zwei exemplarische positionen vorstellen das eine ist ganz klassische lehre von der unsterblichkeit der seele als ein
- postulat der praktischen vernunft also diese lehre besagt ganz vereinfacht dass der glaube an die unsterblichkeit aus moralischen gründen notwendiges welche
- das sind das wären wir gleich noch näher erläutern und auf der anderen seite ein modernes argument das ich jetzt hier
- beispielsweise von grace jenson einer können theologin übernehme wonach es überhaupt keine berechtigten legitimen gründe gibt
- an die unsterblichkeit zu glauben man kann dann mit dem klassischen argument man kann's haltung zur unsterblichkeit der seele ist eigentlich ein bisschen
- ambivalent auf der einen seite ist es so dass kant in der kritik der reinen vernunft die unsterblichkeit der seele zurückgewiesen hat als einen parallel
- ismus der theoretischen vernunft das heißt diese frage sind wir unsterblich oder nicht ist für ihn eine frage die die theoretische vernunft zwar stellen
- muss aufgrund der art und weise wie die vernunft konstruiert ist wenn man das so ausdrücken darf die theoretische vernunft aber zugleich niemals
- beantworten kann das heißt es muss eine frage bleiben wie wir nie abschliessend mit ja oder nein beantworten können in der kritik der reinen vernunft setzt
- sich kann mit argumenten für die unsterblichkeit der seele auseinander also vor allen dingen mit dem unzerstörbarkeit argument des fonds ist
- mendelssohn übernimmt der hat einen dialog namensvetter geschrieben nicht zufälligerweise genau so betitelt wie der platonischen dialog in dem es auch
- um die unsterblichkeit der seele geht und hat da dieses platonische unzerstörbarkeit argumenten einer etwas veränderten form wieder aufgegriffen
- kant hat das widerlegt hat gezeigt dass dieses argument für die unsterblichkeit der seele scheitert und dass es generell unmöglich ist einen theoretischen
- nachweis zu erbringen für die unsterblichkeit der seele ganz grob lautet dieses argument wir können aus dem satz ich denke nicht auf
- die existenz einer seele als träger dieses tempels schließen dass wir eine verwechslung von transzendentaler mit mit der physischer ebene aber das wie
- gesagt nur ganz grob denn ich will hier nicht über kants widerlegung der unsterblichkeit der seele reden sondern im gegenteil überdies die lehre des
- praktischen postulats der unsterblichkeit ob jetzt kann es widerlegung der unsterblichkeit der seele in der kritik
- der reinen vernunft beziehungsweise seine behauptung dass es sich da um einen immer unentschuldbaren paradies muss handelt
- ob das jetzt so zutreffend ist doch nicht dass es mal eine andere frage das müssen wir dann an die kant kritik verweisen
- jedenfalls in der kritik der reinen vernunft da schließt kann dass es keine theoretische begründung für den glauben an die unsterblichkeit geben kann also
- mit einer gewissen zurückhaltung verwirft er diese idee innerhalb der kritik der reinen vernunft in der kritik der praktischen vernunft da sieht es
- jetzt allerdings wieder ein bisschen anders aus die grundidee in bezug auf die unsterblichkeit hier ist nämlich die dass die annahme einer unsterblichkeit
- der seele notwendig ist wenn moralität überhaupt möglich sein soll dieses argument läuft ungefähr folgendermaßen in der kritik der
- praktischen vernunft das ziel der moralität das ist bekannt das sogenannte höchste gut dieses höchste gut das ist das zusammenfallen
- von glück und glücks würdigkeit also das tatsächliche glück oder die glückseligkeit wenn sie diesen etwas antiquierten ausdruck bevorzugen die
- glückseligkeit einer person sollte dem anspruch entsprechen denen diese personen sich auf das glück erworben hat also etwas plump ausgedrückt wenn ich
- moralisch richtig handle dann werde ich dadurch des glückes wurde bekannt dass sagen würde wenn ich das richtige tue dann soll es mir auch gut
- gehen dass beides zusammen fällt das moralisch richtige handeln und das tatsächliche glücklich sein das ist verkannt das höchste gut das
- zusammenfallen von glück und glücks würdigkeit also von den guten im sinne von moralität sowie den guten im sinne von das gute leben
- sowohl die hedonistische idee nachdem man glücklich sein kann ohne moralisch zu sein also dass man glück von mobilität trennen könnte wie auch die
- umgekehrte fall links beim story cannes vertreten idee dass man moralisch sein kann ohne glücklich dabei zu sein verfehlen verkannt das höchste gut das
- höchste gut liegt eben daran dass beides zusammenkommt das heißt allerdings nicht dass verkannt der zweck der moralität sein soll dass ich glücklich werden
- also ich hatte ja nicht moralisch um glücklich zu werden das wäre verkannt eigentlich gar keine moralität das wäre nur ein schlecht getan der eigennutz
- kann spricht in dem zusammenhang auch von hetero- know me also von fremdbestimmung oder manchmal auch von legalität also legalität heißt ich
- handel zwar dem äußeren anschein nach in übereinstimmung mit dem moralischen gesetz aber nicht aus moralischen beweggründen sondern weil ich mir
- dadurch irgendwelche vorteile erhofft beziehungsweise weil ich gerne glücklich werden möchte oder was weiß ich was also das wäre gar nicht moralisch das wäre
- hätte er ohne fremdbestimmung durch die ziele die ich mir sätze und die ich glaube durch moralisches handeln erreichen zu können
- aber auf jeden fall diesen punkt kann man festhalten verkannt geht mit dem richtigen handeln ein anspruch auf glück einher
- und wenn dieser anspruch auf glück eingelöst wird und wir wirklich glücklich sind in übereinstimmung mit unserer tatsächlichen qualität dann
- haben wir es mit dem sogenannten höchsten gut zu tun in der realität sieht die sache jetzt allerdings anders aus dieser anspruch
- auf glück oder glückseligkeit der wirt aller meistens nicht eingelöst man kann natürlich immer auf der moralisch richtigen seite stehen und trotzdem
- unglücklich sein nicht selten haben wir auch menschen ihre moralische aufrichtigkeit und unbeugsamkeit im eigenen leben bezahlt
- also in der realität werden sie sehr viele fälle finden von einem weiten auseinanderklaffen von glück und glücks würdigkeit und umgekehrt fielen
- unmoralischen leuten geht es sogar erstaunlich gut und wahrscheinlich fallen ihnen auf anhieb eine ganze menge beispiel ein von leuten die alles andere
- als moralisch sind aber trotzdem ein leben in macht und luxus und was weiß ich nicht was alles führen können also es gibt keine kausale und auch keine
- logische notwendigkeit für das höchste gut das glück ist nicht die notwendige folge des moralischen handelns nichts und niemand in der welt zwingt uns dazu
- glücklich zu werden wenn wir das richtige tun also es gibt keinen mechanismus der das garantieren könnte und ebenso ist die idee glücklich zu
- sein aber zugleich unmoralisch widerspruchsfrei denkbar es ist kein logischer widerspruch in diesem gedanken dass ich ein
- doch alle schall ist karin glück und los sein könnte das höchstgebot müssen wir damit schließen ist also in dieser welt ganz offensichtlich nicht realisiert
- trotzdem sagt aber kant wir haben die pflicht dieses höchste gut zu befördern es ist zwar nicht in der welt realisiert aber es sollte so sein und es liegt an
- uns diese realisierung auch umzusetzen er schreibt dazu in der kritik der praktischen vernunft diebe wirkung des höchsten gut in der welt ist das
- notwendige objekt eines durch moralische gesetz bestimmen waren willens also in der pflicht moralisch zu sein ist bereits die pflicht zur beförderung des
- höchsten gutes enthalten die ist das ziel der moralität oder das höchste gut selbst ist das ziel der moralität das moralisch bestimmten bildes kann fährt
- dann an der stelle fort und sagt in diesem aber ist die völlige angemessenheit der gesinnungen zum moralischen gesetze die oberste
- bedingung des höchsten gutes sie muss also ebenso wie möglich sein als ihr objekt weil sie in demselben gebote dieses zu befördern enthalten ist die
- völlige angemessenheit des willens aber zum moralischen gesetze ist heiligkeit eine verkommenheit deren kein vernünftiges wesen der sinn welt in
- keinem zeitpunkt seines daseins fähig ist die voraussetzung für das höchste gut ist also ein wille der völlig dem moralischen gesetz angemessen ist damit
- ist gemeint ein wille der ganz allein von der moralischen pflicht das richtige zu tun bestimmt wird in der realität ist das natürlich nicht
- der fall in der realität tun wir dinge aus allen möglichen gründen als unser wille wird von allen möglichen motiven und gründen
- bestimmt und bewegt und nicht nur von moralität manchmal tun wir auch das was moralisch gesehen richtig wäre weil es das richtige ist also manchmal wird
- unser würde tatsächlich nur von der moralität bestimmt aber weitaus öfter natürlich nicht weitaus öfter handeln die aus irgendwelchen anderen gründen
- wir tun bestimmte dinge uns einen vorteil verschaffen weil wir jemand anderen ärgern wollen weil uns langweilig ist und so weiter und so fort
- also vom ideal der heiligkeit einem rein moralischen will sind wir meilenweit entfernt ein wille der vollkommen frei ist von irgendwelchen außer moralischen
- unter moralischen erwägungen das finden sie in der realität nirgends dieses ideal ist auch unter den bedingungen des realen lebens in dieser welt gar nicht
- zu erreichen wenn es aber niemals zu erreichen ist müsste man dann nicht eigentlich den schluss ziehen dass das höchste gut eine
- illusion ist das höchste gut ist nur erreichbar durch die heiligkeit des willens aber diese heiligkeit des willens gibt es in dieser fällt mich
- also kann es das höchste gut in dieser welt niemals gehen dann könnte die moral ihr ziel niemals erreichen das wird sowohl und dann wäre doch moralität
- eigentlich sinnlos genau das kann und will kann aber nicht so stehen lassen moral darf nicht sinnlos sein daher muss das ideal der heiligkeit in irgendeiner
- weise erreichbar sein er fährt dann fort und schreibt da sie als die heiligkeit indessen gleichwohl als praktisch notwendig gefordert wird
- so kann sie nur in einen ins unendliche gehenden progress zu jener völligen angemessenheit angetroffen werden und es ist nach prinzipien der einen
- praktischen vernunft notwendig eine solche praktische fortschreibung als das reale objekte unseres willens anzunehmen diese unendliche progress ist aber nur
- unter voraussetzung einer ins unendliche fortdauernden existenz und persönlichkeit desselben vernünftigen wesens werde ich mal die unsterblichkeit
- der seele nennt möglich also ist das höchste gut praktisch nur unter der voraussetzung der unsterblichkeit der seele möglich mit in diese als
- unzertrennlich mit dem moralischen gesetz verbunden ein postulat der rein praktischen vernunft worunter ich einen theoretischen als solchen aber nicht der
- weißlichen satz verstehen sofern er einem apriori unbedingt geltenden praktischen gesetze unzertrennlich anhängt was man kann hier
- nun er meint heiligkeit ist zu einer art grenzwert einen unendlich andauernden prozess der moralischen verfall kommen wir arbeiten
- im verlauf der zeit immer mehr und mehr daran moralisch perfekt zu werden und diesen ideal der vollkommenen heiligkeit anzunähern
- wir kommen diesem ziel der heiligkeit mit der zeit immer näher aber da unser leben endlich ist haben wir keine chance dieses ziel jemals zu
- erreichen wir kommen immer ein bisschen näher aber kommen niemals an weil eben die begrenztheit unseres lebens geben im wege steht es sei denn natürlich für
- nehmen an dass das leben unendlich ist in einem unendlichen leben können wir dieses unendlich ferne ideal der heiligkeit den wir uns immer weiter
- annähern wirklich erreichen deshalb müssen wir postulieren dass es eine unsterblichkeit der seele gibt die nur fein unsterbliche seele wäre es ja
- möglich diesen prozess der unendlichen annäherung an die heiligkeit auch wirklich zu durchlaufen und nur durch die realisierung der heiligkeit ist das
- höchste gut möglich und das höchste gut dass es das ziel die bedingung von moralität also lautet das ergebnis wenn es moral geben soll dann müssen wir auch
- annehmen dass wir unsterblich sind wenn sie das ganze etwas thematisieren wollen könnte man das argument ungefähr so formulieren
- satz nummer eins das höchste gut ist das zusammenfallen von glück und glücks würdigkeit das ist zunächst mal die definition dieses konzepts bekannt dann
- zweitens es ist unsere pflicht das höchste gut zu befördern das hat er ja am anfang gesetzt und dann dritter punkt das höchste gut ist nur
- möglich unter der bedingung der heiligkeit des willens dann viertens die heiligkeit des willens ist für etliche wesen nicht realisiert und nicht
- realisierbar also folgt damit als fünfter satz also muss es unendliche wesen das heißt um sterbliche sehen geben
- dieses argument ist das fällt ihnen jetzt vielleicht auch quasi parallel gebaut zum moralischen argument für die existenz gottes das an der gleichen
- stelle praktisch der kritik der praktischen vernunft auftaucht und da zeigt kante analog dass die existenz gottes
- ebenfalls ein notwendiges postulat der praktischen vernunft ist wie übrigens auch die freiheit zu den moralischen argumenten die existenz gottes bzw gott
- als einem postulat der moralischen fünf der praktischen vernunft habe ich auch ein video gemacht das können sie sich mal anschauen link finden sie hier
- vielleicht ist das was ich dazu sagen habe in der analogie ganz erhält auch für die behandlung der unsterblichkeit der seele gut aber nun zurück zur
- unsterblichen seele machen wir uns kurz noch mal klar was kant eigentlich mit diesem argument das ich gerade skizziert habe gezeigt hat er hat nicht gezeigt
- dass die seele unsterblich ist also er hat nicht die wahrheit dieses theoretischen satzes es gibt eine unsterbliche seele bewiesen das kann er
- ja auch gar nicht er hat ja in der kritik der reinen vernunft vorher bereits behauptet dass es keine theoretischen nachweis für die
- unsterblichkeit der seele geben kann das wäre ganz schön komisch finde das jetzt hier in der kritik der praktischen vernunft zurücknimmt und genau das
- gegenteil behauptet was hat er dann gezeigt er hat nur gezeigt dass es notwendig ist die um sterblichkeit der seele anzunehmen und zwar aus
- praktischen erwägungen sie ist eben nur ein postulat sie ist eine forderung der praktischen vernunft und die praktische vernunft muss diese
- forderung machen denn nur so ist moralität überhaupt denkbar das ist jetzt allerdings durchaus zweideutig dieses ergebnis wir müssen so
- denken als ob es eine und sterblichkeit gäbe es erkannt das könnte allerdings auch heißen oder man könnte es so lesen dass um sterblichkeit eine notwendige
- fiktion ist die sich einfach aus der struktur unseres denkens ergibt und die eben eine bedingung der möglichkeit von moralischen handelns überhaupt ist
- moralität erfordert also nicht dass unsere seele unsterblich ist sie erfordert nur dass wir so denken und handeln als ob sie unsterblich wäre
- lassen wir mal diese zweideutigkeit das ergebnis ist ein bisschen außen vor und fragen uns jetzt ist kann das argument ein überzeugendes argument
- kritisch ist auf jeden fall schon mal die erste prämisse die erste prämisse sagt das höchste gut ist das zusammenfallen von glück unglücks
- würdigkeit untergräbt jetzt aber nicht diese idee eigentlich das ideal der heiligkeit des willens also ein wille der allein von moralischen geboten
- bestimmt wird ist nicht die idee des höchsten gutes wieder so eine art heimliche rückkehr zur hetero nur um ethik also zu einer moral die von
- äußeren anreizen bestimmt wird und die gerade nicht um ihrer selbst willen praktiziert wird kommt nicht durch diese idee des höchsten gutes heimlich wieder
- die idee einer belohnung für das moralische handeln durch die ewige seligkeit wieder ins spiel das ist doch genau das was kann
- eigentlich ausschließen wollte das ist ein punkt den viele unter anderem arthur schopenhauer kritisiert haben an der kantischen ethik dass sie dieses hoch
- gelobte ideal der autonomie also der reinen selbstbestimmung des moralischen willens hier in der lehre vom höchsten gut ganz klar eigentlich wieder aufgeben
- und doch wieder die belohnung durch die ewige seligkeit hinein schleusen aber gut gestehen bekannt einmal zu dass dieser begriff des höchsten gutes so
- verwendet werden kann dann ist die weitere und für uns interessanter weise kritische prämisse die vierte heiligkeit heißt es da kann es nur im unendlichen
- geben mag sein mag stimmen aber könnte man daraus dann nicht auch den schluss ziehen dass es eben einfach keine heiligkeit gibt heiligkeit könnte er
- dann so etwas wie ein ideal seien ideal nachdem man strebt aber das niemals erreichbar ist hindert uns das denn dann daran nach heiligkeit zu streben hinter
- uns das daran uns moralisch zu perfektionieren nein eigentlich nicht man kann ja immer auf die moralische perfektion hinarbeiten wohl wissend dass
- sie für uns niemals in ihrer fülle gänzlich erreicht weiß es ist ganz ähnliche mit der gesundheit sie können sich auch um ihre
- gesundheit kümmern und das heißt einfach nur dafür sorgen dass sie in zukunft gesünder sind als jetzt oder vielleicht nicht weniger gesund oder so etwas
- vollkommene gesundheit ist ein ideal ein ideal das wahrscheinlich unter den bedingungen des realen lebens niemals zu erreichen ist aber das heißt doch nicht
- dass es unmöglich wäre es sich um seine gesundheit zu kümmern sie werden niemals absolut und vollständig gesund sein aber sie können
- trotzdem an ihrer gesundheit arbeiten und daran arbeiten dass sie morgen oder nächste woche oder nächstes jahr gesünder sind als sie es jetzt sind also
- es sieht so aus als müssten wir satz 4 vielleicht gar nicht unterschreiben und wenn wir ihn unterschreiben dann müssen wir vielleicht gar nicht die
- schlussfolgerung daraus ziehen die kann ziehen möchte interessant auch die konklusion satz nur fünf kann sagt ja es muss einen unendlichen
- annäherungsprozess an das ideal der heiligkeit geben und das geht nur wenn wir eine unsterbliche seele annehmen er kommt also über diesen unendlichen
- annäherungsprozess an die unsterblichkeit der seele aber es wird ja nur gefordert dass eine unendliche dauer unserer existenz
- bestand haben muss es wird nicht gefordert dass wir eine immaterielle seele sein müssen man könnte sich jetzt sogar fragen ob es
- überhaupt sinnvoll ist diesen begriff dem moralischen perfektion mit einer immateriellen seele zu verknüpfen seelen sind ja körperlose entitäten darüber
- haben wir vor einiger zeit schon ein bisschen geredet das heißt seelen ohne körper können eigentlich nicht handeln insbesondere verkannt der ein anderer
- stelle handlungen als physische ereignis versteht also haben auch körperlose entitäten wie sehen keine sinnlichen eindrücke seiner keine sinnesorgan sie
- haben auch keine bedürfnisse kurz sie können überhaupt keine neigung zu irgendwelchen handlungen entwickeln und sie können nicht nur irgendwas tun
- damit fehlt ihnen sozusagen die gelegenheit überhaupt irgendwelche moralischen qualitäten auszubilden also eine moralische vervollkommnung setzt
- wohl voraus dass wir die möglichkeit haben unseren willen moralische zu verfeinern aber diese möglichkeiten hat der neuen
- sterbliche seele gar nicht wenn sie ihren körper verloren hat und damit wäre dann das erreichen der heiligkeit also der moralischen verkommenheit des
- willens trotz einer unendlichen lebensdauer für die immaterielle seele gar nicht mehr möglich
- und dann scheitert auch die reale möglichkeit des höchsten gutes es sieht also so aus als würde das gar nicht so gut funktionieren welche postulaten wäre
- als würde in ihren sterblichkeit der seele sich nicht ohne weiteres als transzendent alle bedingungen der moralität ableiten lassen kann
- argumentiert jetzt also so dass der unsterblichkeit glaube eine notwendige bedingung de morales oder vielleicht auch nur eine notwendige fiktion manche
- leute sie ihre feinde haben das genau so gelesen in der gegenwart sieht man diese position deutlich kritischer also in der gegenwart wird der glaube an und
- sterblichkeit deutlich kritischer gesehen ein sehr eindrucksvolles beispiel dafür dass ich jetzt nur als eines unter vielen herausgreifen möchten
- finden sie in einem aufsatz der kanadischen theologin und philosophin grace jenson und zwar stammt diese aufsatz aus dem jahr 1980 und trägt den
- vielsagenden titel du init im hotel und die antwort lautet natürlich ein warum nicht jenson unterscheidet drei denkbare motive die es dafür geben
- könnte an unsterblichkeit zu glauben wird motive die in der geschichte der menschheit aufgetreten sind warum man eine sterblichkeit glauben könnte sie
- sagt es gibt egoistische motive moralische motive und religiöse motive und kritisiert alle drei der reihe nach und zeigt auf dass keines dieser motive
- ein legitimes motiv ist mein sterblichkeit zu glauben schauen wir uns mal ihre argumentation für die jeweiligen motive kurz an
- da sind zunächst mal die egoistischen motive das leben nach dem tod wird ja normalerweise nicht als nur irgendeine form von weiterexistenz nach dem tod
- vorgestellt sondern in der regel als das überaus positives im leben nach dem tod erfüllen sich unsere wünsche werden wir frei von unseren leiden kommen wir
- wieder in die gemeinschaft mit denen die wir lieben und die wir verloren haben und so weiter und so fort also insgesamt stellt man sich das leben nach dem tod
- normalerweise als eine ziemlich nette angelegenheit vor klar es gibt auch vorstellungen von der hölle aber seien wir ehrlich
- normalerweise ist die hölle immer für jemand anderes reserviert und nicht für uns die allermeisten menschen denken wenn sie an ihr ewiges leben oder ihre
- eigene und sterblichkeit denken nicht an ewige höllenqualen glänzen sagt nun es ist eine illusion zu meinen dass wir solche freuden des paradieses oder was
- auch immer wir uns da vorstellen mögen auf ewig genießen können in einem unendlichen leben würden nämlich all diese dinge ihren reiz und ihrer
- bedeutung verlieren weil immer alles aufschiebbar ist und weil es niemals dringend oder kostbar sein kann es gibt ja immer noch unendlich viel zeit das
- ist ein punkt über den web oder nächsten mal deutlich intensiver sprechen deswegen reist das hier nur ganz kurz an im nächsten video dann über den williams
- erfahren sie mehr über diese problematik das heißt das egoistische motiv unsterbliches leben als eine möglichkeit alle meine wünsche zu erfüllen die mir
- im diesseits versagt bleiben ist bei näherer hinsicht eigentlich ein irrtum wir können diese wünsche nicht nur unendlich langen leben erfüllen also das
- egoistische motive ich will länger leben damit ich alles kriegen kann was ich bisher nicht bekommen habe das widerlegt sich im grunde selbst als zweites kommen
- dann die moralischen motive ins spiel moralische motive für den glauben an ihren sterblichkeit heißt wir glauben dass es ein leben nach dem tod gibt weil
- wir uns dadurch einen ausgleich für die ungerechtigkeiten des daseins erhoffen also nicht ganz so ähnlich bekannt für den es natürlich auch eine moralische
- begründung gibt für den glauben an gott und jenson kritisiert kann dann der stelle auch aber sie legt den fokus eben auf einen anderen aspekt nämlich den
- gedanken dass das jenseits das leben nach dem tod eine ausgleichende gerechtigkeit des universums darstellen könnte
- viele menschen leben ja nur sehr kurze von leid von hunger von angst von folter usw geprägte leben viele menschen im verlauf der menschheitsgeschichte hatten
- weder die zeit noch die mittel noch überhaupt die möglichkeiten irgendetwas von den zielen zu erreichen die wir normalerweise mit einem gelungenen
- menschlichen leben verbinden würden denken sie nur an die millionen von menschen die im lauf der menschheitsgeschichte gestorben sind
- infolge von solchen hungersnöten kriegen und so weiter und so fort all denen blieb das verwehrt was wir normalerweise als das ziel eines menschlichen lebens
- ansehen würden nämlich glücklich zu sein ein selbstbestimmtes leben in freiheit und würde führen zu können andere hingegen leben und haben im
- verlauf der menschheitsgeschichte gelebt auf kosten anderer machten sich ein gutes leben führten ein leben in luxus und schwelgten in macht und so mancher
- grausamen diktator wer den tod von millionen menschen verursacht hat ist am ende seines lebens friedlich eingeschlafen
- umringt von seinen anhängern und immer noch bejubelt von millionen musste niemals in seinem leben angst und hunger leiden
- wenn man sich das alles so anguckt dann kommt man wohl zu dem schluss die welt ist ungerecht daran kann eigentlich kein großartiger zweifel bestehen sollte es
- dann nicht so denkt nun das moralische motiv sollte es dann nicht ein leben nach dem tod geben indem diese ungerechtigkeiten ausgeglichen werden in
- denen die bösen bestraft und den guten belohnt werden sollte es dann nicht so etwas wie eine kosmische gerechtigkeit nach dem tod geben nun jensons antwort
- ist ebenso simpel wie bitte vielleicht müssen wir uns an den gedanken gewöhnen dass das universum einfach nicht gerecht ist vielleicht gibt es einfach keine
- kosmische gerechtigkeit vielleicht gibt es keine belohnung die guten und keine bestrafung für die bösen und am ende ist alles einfach nur glück oder pech gehabt
- wenn es wahr ist dass es ultimativ keine gerechtigkeit im universum gibt dann bleibt diese wahrheit war egal wie sehr wir uns auch wünschen mögen dass sie es
- nicht wäre das moralische motiv für den glauben an die unsterblichkeit mag also durchaus edel sein es ist der ausdruck unseres hoffen auf
- eine bessere auf eine gerechtere welt aber das heißt noch lange nicht dass das diese bessere und gerechtere welt auch geben mag edel vielleicht aber auch naiv
- bleibt als drittes nur noch das religiöse motiv übrig folgt nicht aus der existenz gottes die unsterblichkeit des menschen so könnte man das religiöse
- motiv umschreiben der gedanke hier ist der gott erschafft doch die menschen mit einem bestimmten ziel nämlich mit dem ziel eine gemeinschaft mit sich zu
- erleben als sie merken schon dass das religiöse motiv hier ein tisch religiöses motiv ist also dass nur religion mit einem tisch muss bedacht
- sind dieses ziel also der gemeinschaft mit gott das kann gott aber natürlich nur dann erreichen wenn das menschliche
- leben nicht mit dem tod endet es wäre absurd wenn gott einerseits aus dem bedürfnis gemeinschaft herzustellen und seine unendliche liebe mitzuteilen
- menschen erschafft und sie dann einfach nach 80 jahren oder so wieder zugrunde gehen lässt und auf nimmerwiedersehen im nichts verschwinden lässt jenson
- erwidert darauf es ist aber nicht die dauer einer beziehung die sie relevant macht sondern es ist die qualität dieser beziehung
- also eine liebevolle beziehung zwischen eltern und kindern oder zwischen freunden wird ja nicht dadurch entwertet das zwangsläufig irgendwann einer der
- partner dieser beziehung stirbt es ist kein widerspruch zu behaupten dass gott uns liebt und das wird dennoch sterblich sind es ist kein widerspruch zwischen
- einer zeitlichen begrenztheit einer beziehung und dem wert oder der relevanz dieser beziehung wenn das aber so ist dann sieht es aus
- als könnte keines dieser drei motive einem respektablen grund abgeben für den glauben an die unsterblichkeit weder aus egoistischen noch aus moralischen noch
- aus religiösen gründen sollten wir glauben dass wir unsterblich sind wir brauchen hier unsterblichkeit nicht unmoralisch zu sein also wir brauchen
- keine belohnung im paradies wir brauchen noch keine höllenstrafen um das richtige zu tun wir können es einfach so tun weil es
- richtig ist wir brauchen auch keine und sterblichkeit um an gott zu glauben es kann durchaus gottesglaube geben ohne anderen sterblichkeit festzuhalten wobei
- man sich dann vielleicht fragen kann warum dann überhaupt noch am gottesglauben festhalten aber das ist ein anderes thema und wir brauchen auch
- keine und sterblichkeit um unser leben sinnvoll zu machen also die endlichkeit des lebens steht nicht im widerspruch zu seiner sinnhaftigkeit darüber wenn wir
- nächsten mal noch ein bisschen reden müssen aber vielleicht sagen sie jetzt könnten wir uns nicht trotzdem und sterblichkeit wünschen vielleicht auch
- nur aus rein egoistischen motiven weil wir eben weiter leben wollen weil wir unser eigenes ich so liebgewonnen haben und wollen dass es sich immer weiter
- fortsetzt in die zukunft nun warum das wahrscheinlich keine gute idee ist darüber werden wir im nächsten mal reden
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