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Globaler Norden und Süden: Donut Ökonomie als Grundlage für Zusammenarbeit auf Augenhöhe

Nils Michalke2:30 3.528 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 22 Zeilen
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  1. Das ist der ökonomische Donut. Er ist wie ein Kompass für nachhaltige Entwicklung der Menschheit
  2. und bietet den Rahmen für eine Zukunft, die die Grundbedürfnisse aller innerhalb der planetaren Grenzen befriedigt
  3. und einen ökonomischen Weg, um die SDGs zu erreichen. Und so funktioniert das Ganze.
  4. In der Mitte ist ein Bereich des Mangels, wo menschliche Grundbedürfnisse ungestillt bleiben.
  5. Weitere Entwicklung führt in den donutförmigen Bereich, wo die Menschheit florieren kann.
  6. Aber dieser Bereich wiederum ist gedeckelt durch planetare Grenzen, weil deren Überschreitung dazu führt, dass andere Menschen
  7. ihre Grundbedürfnisse eben nicht mehr befriedigen können. Jetzt ist die Donut Ökonomie aber nicht nur ein Werkzeug für Ökonom*innen
  8. sondern bietet auch eine ganz neue Basis zur Zusammenarbeit zwischen dem Globalen Norden und Süden.
  9. Obwohl oft beteuert wird, dass die Zusammenarbeit heutzutage auf Augenhöhe stattfindet, ist das eigentlich nicht so,
  10. weil es immer einhergeht mit der Idee, dass der Norden fortschrittlicher ist und in gewisser Weise den Süden dabei unterstützt, den gleichen Status
  11. zu erreichen. Aber mit der Donut Ökonomie bekommen wir eine ganz neue Idee,
  12. des erstrebenswerten Zustands, nämlich alle Schwellenwerte der Grundbedürfnisse zu erreichen, ohne dabei die biophysikalischen Grenzen
  13. zu überschreiten. Und dabei sieht man, dass die Länder des Globalen Nordens
  14. von diesem Ziel ähnlich weit entfernt sind wie die des Südens. Sie verfehlen das Ziel eben nur von einer ganz anderen Seite.
  15. Die Stärke des Südens im Einhalten der planetaren Grenzen ist also die Schwäche des Nordens und deren Stärke im Erfüllen
  16. der sozialen Grundbedürfnisse ist die Schwäche des Südens. Dabei bekommen wir eine ganz neue Perspektive
  17. und einen wirklichen Grund, zusammenzuarbeiten und gegenseitig voneinander zu lernen.
  18. Und während Entwicklungszusammenarbeit üblicherweise vom Norden in den Süden geht, fehlt das Gegenstück
  19. - Entwicklungszusammenarbeit vom Süden in den Norden - mit dem Ziel, die Lebensweise des Nordens in Einklang mit den planetaren Grenzen zu bringen
  20. praktisch komplett. Dabei ist genau das die Möglichkeit, das Ganze ernsthaft in eine Zusammenarbeit
  21. auf Augenhöhe zu verwandeln und zusammen auf das gemeinsame Ziel einer sicheren und gerechten Zukunft für alle auf diesem
  22. Planeten hinzuarbeiten.

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