Globaler Norden und Süden: Donut Ökonomie als Grundlage für Zusammenarbeit auf Augenhöhe Nils Michalke https://www.youtube.com/watch?v=nM4XUTnZzVA Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Das ist der ökonomische Donut. Er ist wie ein Kompass für nachhaltige Entwicklung der Menschheit 0:07 und bietet den Rahmen für eine Zukunft, die die Grundbedürfnisse aller innerhalb der planetaren Grenzen befriedigt 0:14 und einen ökonomischen Weg, um die SDGs zu erreichen. Und so funktioniert das Ganze. 0:19 In der Mitte ist ein Bereich des Mangels, wo menschliche Grundbedürfnisse ungestillt bleiben. 0:25 Weitere Entwicklung führt in den donutförmigen Bereich, wo die Menschheit florieren kann. 0:30 Aber dieser Bereich wiederum ist gedeckelt durch planetare Grenzen, weil deren Überschreitung dazu führt, dass andere Menschen 0:38 ihre Grundbedürfnisse eben nicht mehr befriedigen können. Jetzt ist die Donut Ökonomie aber nicht nur ein Werkzeug für Ökonom*innen 0:45 sondern bietet auch eine ganz neue Basis zur Zusammenarbeit zwischen dem Globalen Norden und Süden. 0:52 Obwohl oft beteuert wird, dass die Zusammenarbeit heutzutage auf Augenhöhe stattfindet, ist das eigentlich nicht so, 0:59 weil es immer einhergeht mit der Idee, dass der Norden fortschrittlicher ist und in gewisser Weise den Süden dabei unterstützt, den gleichen Status 1:08 zu erreichen. Aber mit der Donut Ökonomie bekommen wir eine ganz neue Idee, 1:13 des erstrebenswerten Zustands, nämlich alle Schwellenwerte der Grundbedürfnisse zu erreichen, ohne dabei die biophysikalischen Grenzen 1:22 zu überschreiten. Und dabei sieht man, dass die Länder des Globalen Nordens 1:27 von diesem Ziel ähnlich weit entfernt sind wie die des Südens. Sie verfehlen das Ziel eben nur von einer ganz anderen Seite. 1:35 Die Stärke des Südens im Einhalten der planetaren Grenzen ist also die Schwäche des Nordens und deren Stärke im Erfüllen 1:43 der sozialen Grundbedürfnisse ist die Schwäche des Südens. Dabei bekommen wir eine ganz neue Perspektive 1:50 und einen wirklichen Grund, zusammenzuarbeiten und gegenseitig voneinander zu lernen. 1:55 Und während Entwicklungszusammenarbeit üblicherweise vom Norden in den Süden geht, fehlt das Gegenstück 2:02 - Entwicklungszusammenarbeit vom Süden in den Norden - mit dem Ziel, die Lebensweise des Nordens in Einklang mit den planetaren Grenzen zu bringen 2:11 praktisch komplett. Dabei ist genau das die Möglichkeit, das Ganze ernsthaft in eine Zusammenarbeit 2:18 auf Augenhöhe zu verwandeln und zusammen auf das gemeinsame Ziel einer sicheren und gerechten Zukunft für alle auf diesem 2:26 Planeten hinzuarbeiten.