Zum Inhalt springen
L

Das Video kommt von YouTube: erst beim Abspielen verbindet sich die Seite mit YouTube (Google).

Wie funktioniert ein Elektromotor? | Die Maus | WDR

Die Maus8:44 265.073 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 67 Zeilen
Herunterladen
  1. Heute besuche ich eine Firma in Kupferzell, die Elektromotoren herstellt. Hier werden Motoren gebaut, die Aufzüge bewegen.
  2. Und ich kann rausfinden, wie so ein Motor und Aufzug funktionieren. Praktischerweise haben die hier auch einen Aufzug.
  3. Da kann ich ja gleich mal gucken. Von hier unten sehe ich Drahtseile, an denen die Kabine hängt.
  4. Damit wird sie bewegt. Die Seile führen nach oben.
  5. Wohin genau kann ich aber noch nicht erkennen. Hallo, Herr Fenkl.
  6. Das ist Peter Fenkl. Der ist der Leiter der Firma.
  7. Und mit dem fahr ich jetzt mal da hoch. Der Aufzug ist sehr schick und modern und aus Glas.
  8. Und das ist praktisch, denn da kann ich schon mal gucken, wie es über dem Aufzug aussieht.
  9. Wir fahren hoch und fahren auf einen kleinen blauen Kasten zu. Das ist der Aufzugsmotor.
  10. Da sieht man auch wieder die Seile und die führen zu einem gelben Rad. Das Rad ist am blauen Kasten befestigt.
  11. Mehr kann ich jetzt erst mal nicht sehen. Aber da drin ist ein Elektromotor.
  12. Der dreht das gelbe Rad und das Rad bewegt dann die Seile, die den Aufzug rauf und runter fahren lassen.
  13. Wie der Elektromotor das Rad und die Seile aber bewegt, das sieht man hier leider nicht. Nur diese Kabel zeigen, dass der Motor mit Strom betrieben wird,
  14. also elektrisch ist, was ja auch klar ist, ist ja auch ein Elektromotor. Da ist es natürlich gut, dass wir in einer Fabrik sind, die Elektromotoren baut.
  15. Denn hier können wir jetzt mal in einen reinschauen, bevor das Gehäuse draufkommt.
  16. Das ist so ein offener Motor. Grau bemaltes Metall und rot lackierte Drähte.
  17. Und jetzt zeige ich euch mal was mit dem Schraubendreher. Das graue Metall sind Magnete.
  18. Magnete ziehen Eisen an, also auch den Schraubendreher. Das sind ganz schön starke Magnete.
  19. Magnete sind das Allerwichtigste bei Elektromotoren. Dass die alles aus Eisen anziehen, habt ihr ja eben schon gesehen, auch diesen Nagel
  20. und zwar an beiden Seiten. Und Magnete ziehen auch andere Magnete an, aber nur mit einer Seite.
  21. Mit der anderen Seite stoßen sie sich ab. Die Seiten eines Magnets heißen Pole
  22. Nordpol und Südpol, wie die Pole der Erde. Der Nordpol ist rot lackiert und der Südpol grün.
  23. Nähern sich die unterschiedlichen Pole, also Nord- und Südpol, dann ziehen sich Magnete an. Nähern sich aber gleiche Pole,
  24. dann stoßen sich Magnete ab. Und genau das kann man nutzen.
  25. Durch dieses Abstoßen kann man einen Magneten nämlich dazu bewegen, sich zu drehen.
  26. Das Problem ist nur nach einer halben Drehung ist Schluss. Dann ziehen sich die beiden Magnete nämlich an
  27. und der Magnet bleibt fest stehen. Erst wenn ich den Magneten weiter drehe, stoßen sich die beiden wieder ab
  28. und der Magnet auf der Schraube dreht sich wieder. Um eine Aufzugswinde zu bewegen,
  29. braucht man aber eine ständige Drehung ohne Unterbrechung. Man braucht also etwas anderes.
  30. Ich hab mal hier so ein Teil aus Metall mit Klebeband präpariert. Wenn ich da einen Nagel dran halte, dann passiert nichts,
  31. ist ja auch kein Magnet. Wenn ich jetzt aber einen Kupferdraht dazunehme und das Metall damit
  32. ganz fest umwickel, und zwar richtig oft auf beiden Seiten, dann habe ich um das Metall eine Spule gewickelt,
  33. so nennt man das. Und an die Drahtenden kommen jetzt zwei Büroklammern.
  34. Damit schließe ich die Spule an eine Batterie an und dann fließt Strom durch den Draht und durch die Spule.
  35. Und wenn Strom durch eine Metallspule fließt, dann entsteht um sie herum ein unsichtbares Magnetfeld.
  36. Das werde ich euch jetzt mal beweisen, wieder mit dem kleinen Metallnagel:
  37. Und er hält! Ohne Strom fällt er einfach wieder runter.
  38. Und mit Strom wird er wieder angezogen. Dieser Magnet ist ein Elektromagnet, also ein Magnet,
  39. den man aus- und wieder anschalten kann. Wie der andere Magnet, hat auch der Elektromagnet
  40. einen Nord- und einen Südpol. Das markiere ich jetzt hier mal mit kleinen Aufklebern.
  41. Rot für Nord- und Grün für Südpol. Die grüne Südpolseite des Magnets wird von der roten
  42. Nordpolseite des Elektromagnets angezogen. Wenn ich den Magneten umdrehe, dann kommen zwei gleiche Seiten zusammen,
  43. nämlich Nord- und Nordpol und die stoßen sich natürlich ab. Das Besondere am Elektromagneten
  44. sieht man, wenn ich die Batterie jetzt aber andersherum klemme. Das heißt ich drehe Plus und Minus um und ändere die Stromrichtung.
  45. Ich schließe das Ganze wieder an und plötzlich ziehen sich die Magnete an, das heißt, Nord- und Südpol haben sich umgekehrt.
  46. Noch mal den Magnet umdrehen, zum Beweis. Und jetzt stoßen sie sich wieder ab.
  47. Für meine Spule habe ich jetzt noch mal eine Aufhängung gebaut. Die Spule darin ist genau die gleiche
  48. wie die, die wir eben hatten, aber sie kann sich in der Aufhängung bewegen und drehen.
  49. Und damit der Elektromagnet immer weiter abgestoßen wird und sich schön weiter dreht, muss man die Stromrichtung immer wieder ändern.
  50. Und das funktioniert mit einem Trick. Auf der Aufhängung sind zwei Kupferplatten, die mit der Spule verbunden sind.
  51. Der Strom fließt über die eine Platte zur Spule und dann von der anderen Seite
  52. auf die zweite Platte und zurück zur Batterie. Durch den Strom entsteht wieder das Magnetfeld mit Süd- und Nordpol.
  53. Wenn ich das Ganze jetzt mal drehe, dann fließt der Strom nicht mehr über die eine Platte, sondern über die andere Platte zur Spule.
  54. Nord- und Südpol tauschen die Plätze. Ich muss also nicht mehr die Batterie umklemmen, sondern die Kupferplatten
  55. ändern die Stromrichtung und damit das Magnetfeld. Noch mal drehen,
  56. Südpol oben, Nordpol unten. Durch
  57. den Wechsel der Pole zeigt immer ein roter Nordpol zum Nordpol des Magnets, den ich daneben halte.
  58. So, und jetzt kommt wieder die Batterie ins Spiel. Soweit war das ja nur Theorie.
  59. Jetzt wollen wir natürlich auch gucken, ob das wirklich funktioniert. Ich halte den Magneten daneben und ja, es dreht sich.
  60. Die Pole stoßen sich ab. Wenn ich noch einen zweiten Magneten
  61. daneben halte, dreht sich der ganze Motor noch schneller. Je mehr Magnete, desto schneller dreht sich
  62. ein Elektromotor. Die Elektromotoren, die hier im Werk gebaut
  63. werden, sind natürlich viel größer und haben auch viel mehr Magnete. Die sind hier grau lackiert und das Rote,
  64. das sind die Spulen. Und so funktioniert also der Fahrstuhlmotor.
  65. Der Elektromotor da drin bewegt die gelbe Winde, die dann die Seile bewegt und die Aufzugskabine hochzieht.
  66. So ein Motor sieht in der Produktion furchtbar kompliziert aus. Aber wir wissen jetzt, wie einfach der sich dreht.
  67. Alles beginnt mit zwei Magneten, die sich abstoßen und anziehen.

Zum Nachlesen