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Informatik Klassenstufe 7 Saarland - Information und Daten - Video 01 Daten und Datenmengen

Lerne Informatik21:04 38 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 88 Zeilen
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  1. Hallo alle zusammen, wir starten heute mal in das Thema Datenmengen und sehen uns mal an, was eine Datenmenge überhaupt ist. Im ersten
  2. Moment klingt das einfach natürlich eine Datenmenge ist eine Menge von Daten, aber was sind Daten überhaupt und wie entsteht eine Datenmenge? Wenn ich
  3. mir eine Wassermenge nehme, dann ist das recht einfach. Ich schnappe mir einen Eimer, schütte da Wasser rein und schwups, schon habe ich meine
  4. Wassermenge. Aber wie ist das denn bei Daten? Daten sind doch nichts, was ich einfach mal so in die Hand nehmen und in einen Eimer hineinfüllen kann. Und
  5. genauso ist es auch. Daten sind da natürlich ein wenig abstrakter. Und heute sehen wir uns mal dieses Thema an. Also erst einmal, was sind denn
  6. diese Daten überhaupt, die der Computer verwendet und wie speichert er sie? Und daraus können wir dann ableiten, was eine Datenmenge ist.
  7. Also überlegen wir uns erst einmal, was ein Computer da überhaupt tut, wenn er Daten speichert und Daten werden als sogenannte Bits gespeichert.
  8. Okay, was ist ein Bit? Keiner weiß es. Klingt ein bisschen seltsam, aber tatsächlich ist ein Bit im Grunde eine ganz einfache Angelegenheit.
  9. Es gibt nämlich für ein Bit genau zwei Möglichkeiten. Ein Bit kann 0 sein oder ein Bit kann 1 sein. Andere Möglichkeiten gibt es
  10. nicht. Okay, klingt immer noch nicht so richtig. sinnvoll.
  11. Da stellt man sich natürlich die Frage, warum ausgerechnet diese beiden Zustände und warum gibt es nicht mehr? Darauf gehe ich gleich noch ein bisschen
  12. genauer ein. Reden wir erst noch einmal kurz über diese Bits, also über 0 und 1. Die kann ich natürlich aneinander hängen. Ich kann natürlich mehrere
  13. Nullen und mehrere Einzen hintereinander schreiben und damit bekomme ich dann eine Bitfolger. Ich schreibe mal eine hin. Also, wenn ich so etwas habe, 10 1
  14. 0 1 dann habe ich eine Bitfolge der Länge 1 2 3 4 5 6 7 8. Damit habe ich jetzt 8 Bit und somit habe ich eine Datenmenge,
  15. die 8 Bit groß ist. Wenn ich da jetzt noch irgendwas dahinter schreibe von mir aus 001, dann ist meine Datenmenge jetzt größer.
  16. Zu den 8 Bit sind 3 Bit dazuekommen und damit habe ich jetzt natürlich eine Datenmenge, die 11 Bit lang ist. Also, das ist eine Datenmenge beim
  17. Computer, eine Menge von Nullen und Einzen. Okay, dann ist das schon mal geklärt. Aber die wichtige Frage bleibt, warum 0
  18. und 1? Wo kommt das denn her? Und die Antwort ist tatsächlich, dass da keine Nullen und Einzen durch den Computer schwörren.
  19. Das wäre eine sehr seltsame Sache, sondern 0 und 1 sind einfach nur Symbole, damit wir Menschen leichter nachvollziehen können, was denn da im
  20. Computer eigentlich passiert. Computer arbeiten mit Strom, mit elektrischen Signalen. Du schließt deinen Computer an eine Steckdose an
  21. oder dein Laptop oder dein Tablet hat ein Akku und ohne diesen Strom funktioniert das Gerät nicht.
  22. Und alle Signale, die unser Computer bekommt, alle Informationen, alle Daten müssen irgendwie darstellbar sein mit solchen elektrischen Signalen.
  23. Okay, hilft uns das in irgendeiner Art und Weise weiter? Ja, das hilft uns tatsächlich weiter, denn es gibt bei Strom und bei Geräten allgemein zwei
  24. klar unterscheidbare Zustände, nämlich ein und aus. Und genau dafür stehen 0 und 1. 0 steht für aus und ein für an.
  25. Also, wenn kein Strom fließt, wenn kein elektrisches Signal ankommt, dann reden wir von null. Und wenn ein elektrisches Signal ankommt, dann reden wir von eins.
  26. Die Wahrheit ist leider noch ein bisschen komplizierter, weil wir in Wirklichkeit Bereiche verwenden, aber meistens spielt
  27. das keine Rolle. Also in Wirklichkeit werden Spannungsbereiche benutzt und nicht kein Strom oder Strom,
  28. aber im Allgemeinen vereinfacht man das so, also null kein Strom oder sehr wenig Strom und eins bedeutet dann, es fließt irgendeine Art von Strom und das kann
  29. man wunderbar bar voneinander unterscheiden ohne größere Probleme. Entweder ist das Licht an oder das Licht ist aus. Entweder das Radio läuft oder
  30. das Radio läuft nicht. Wir haben also zwei Zustände, die wir wunderbar voneinander unterscheiden können und aus diesem Grund benutzt auch der Computer
  31. nur diese beiden Zustände. Wir können sie immer einwandfrei und ohne Probleme voneinander unterscheiden. Sie sind ganz klar definiert und das wirst du sehen
  32. mathematisch. ist das auch sehr einfach. Was ich hier hingeschrieben habe, ist die häufigste Darstellungsart, aber manchmal liest man auch das
  33. Umgekehrte, dass 0 und 1 vertauscht sind. Das ist nicht so ganz klar definiert. Also meistens wird es so genannt. Null heißt aus oder wenig, eins
  34. heißt an und viel Strom. Aber es kann auch mal sein, dass es umgekehrt irgendwo steht. dann ist das nicht unbedingt ein Fehler. Nur muss es
  35. natürlich einheitlich bleiben. Das heißt, wenn du dich für diese Darstellungsart entscheidest, dann solltest du auch bei dieser
  36. Darstellungsart bleiben. Und das Ganze hat auch einen Namen. nennt man nämlich dual oder binärsystem, weil das gesamte System nur aus diesen
  37. beiden Werten besteht, nämlich 0 und 1. Andere Werte gibt es nicht. Wir werden meistens Binärsystem verwenden, aber den Begriff Dualsystem
  38. solltest du mal gehört haben, damit du ihn einordnen kannst. Das ist im Grunde das gleiche. Okay. 0 und 1, das sind zwei schöne
  39. Zahlen, aber wir haben doch noch viel viel mehr Zahlen. Was machen wir denn mit den anderen Zahlen? Wir Menschen verwenden
  40. normalerweise das sogenannte Dezimalsystem. Das meiste, was du in deiner Schulzeit bisher gerechnet hast, dürfte
  41. Dezimalsystem gewesen sein. Also, wir arbeiten normalerweise mit einem Rechensystem, das auf der Zahl 10 beruht.
  42. Was das genau bedeutet, sage ich in einem späteren Video noch ein bisschen genauer. Im Moment reicht für dich, dass du weißt, normalerweise
  43. arbeiten wir Menschen nicht mit dem Binärsystem. Das ist für uns Menschen sehr, sehr schwierig.
  44. Ein Computer kann das gut. Der hat damit gar kein Problem. Für uns Menschen ist das Binärsystem ungeeignet und wir haben uns im normalen Leben auf
  45. das sogenannte Dezimalsystem geeinigt. Das heißt, im Grunde rechnest du so gut wie immer mit dem Dezimalsystem.
  46. Dezimalsystem bedeutet, wir haben zehn Ziffern von 0 bis 9. Und aus diesen zehn Ziffern bauen wir alle unsere Zahlen zusammen, während das Binärsystem
  47. nur diese beiden Ziffern hat, nämlich 0 und 1. Weitere Ziffern gibt es im Binärsystem nicht. Also, wenn wir mal eine ganz normale
  48. Zahl nehmen, 42, dann ist das im Allgemeinen eine Zahl im Dezimalsystem. Gut, jetzt haben wir ganz offensichtlich
  49. zwei Systeme. Wie die funktionieren, das werde ich dir später noch genauer erklären. Im Moment reicht es für dich zu wissen, dass das Binärsystem nur zwei
  50. Ziffern kennt, nämlich 0 und 1. Und das Dezimalsystem, mit dem wir normalerweise arbeiten, kennt zehn Ziffern, nämlich von 0 bis 9.
  51. Okay, jetzt haben wir also diese beiden Systeme und jetzt ein Computer versteht ja anscheinend nicht das Dezimalsystem.
  52. Was fangen wir damit jetzt an? Und das Schöne ist, wir können von dezimal in binär umrechnen und der Computer kann das auch. Wie das funktioniert, erkläre
  53. ich dir noch. Das ist überhaupt nicht schwer. Wir sehen uns diese Umrechnung später noch genauer an. Das möchte ich jetzt im heutigen Video nicht erklären.
  54. Also ganz konkret bedeutet das, ich kann jede Zahl im Dezimalsystem in eine Bitfolge umwandeln. Das bedeutet z.B. die 6 im Dezimalsystem
  55. ist im Binärsystem 010. Also, wenn ich eine 6 in dezimal umrechne in binär, dann bekomme ich als
  56. Ergebnis 01. Wie das funktioniert, erkläre ich dir wie gesagt noch später. Aber jetzt weißt du, jede Zahl, die es gibt, kannst du
  57. umrechnen in Binär und genau das macht der Computer auch. Es gibt ein paar Zahlen, bei denen es schwieriger ist. Das sind Minus und
  58. Kommazahlen, aber die spielen jetzt im Moment noch keine Rolle. Schön, das ist eine sehr interessante Sache, aber wir benutzen nicht nur Zahlen, wenn wir am
  59. Computer arbeiten, sondern wir haben ja auch Texte oder Bilder. oder Musik und alles, was es am Computer gibt,
  60. alles was du am Computer siehst und machst besteht im Grunde nur aus Nullen und Einzen im Binärsystem. Wie das genau möglich ist, sehen wir uns
  61. auch später noch genauer an. Erst einmal widmen wir uns den Buchstaben. Also, ein Computer kann eigentlich nur Zahlen speichern, aber was bringt mir
  62. das, wenn ich auch mit Texten arbeiten möchte? Texte bestehen ja aus Buchstaben, Punkte, Doppelpunkte, Anführungszeichen
  63. und so weiter und so fort. Da ist also noch viel viel mehr drin als einfach nur zahlen. Was machen wir denn damit? Und damit das funktioniert, wenden wir einen
  64. kleinen Trick an. Jeder Buchstabe bekommt eine Zahl. Wir ordnen also jedem Buchstaben eine Zahl zu. Aha. Und was bedeutet das bitteschön genau? Ich habe
  65. hier mal Beispiele hingeschrieben. Das große A könnte eine 5 60 sein. Das große B eine 66 und so weiter. Damit hätte dann jeder
  66. Buchstabe eine Zahl und ich muss dann nur noch die Zahlen in Binär umrechnen bzw.
  67. der Computer. Also, wenn der Computer AC bekommt, dann bekommt er in Wirklichkeit 65 667.
  68. Und das hier sind Zahlen, die kann ich ohne weiteres umrechnen in das besagte Binärsystem. Okay, klingt alles immer noch ein
  69. bisschen komisch. Wir sehen uns auch das noch etwas genauer an. Im Moment geht es erst einmal um die grundsätzliche Idee. Also, du siehst, wir wenden
  70. einfachen Trick an, geben jedem Buchstaben und jedem Zeichen eine Zahl und dann spielt es keine Rolle mehr, dass wir es mit Buchstaben zu tun haben.
  71. Der Computer merkt das eigentlich nicht und ähnliche Tricks werden dann auch bei Bildern oder Filmen oder Musik angewendet.
  72. Okay, warum habe ich jetzt hier bei der 65 angefangen? Das habe ich mir tatsächlich nicht
  73. ausgedacht, sondern es gibt fertige Codierungsmöglichkeiten, die heißen Asky bzw. Unicode, denn wir brauchen ja einen Standard. Wenn ich
  74. sage, mein großes A ist 7 und mein großes B ist 8, dann hilft das nur meinem Computer und ein anderer Computer könnte damit nichts mehr anfangen,
  75. außer er verwendetelbe System und aus diesem Grund gibt es vordefinierte Systeme, die alle Computer kennen und Diese Systeme heißen z.B.
  76. Asky oder Unicode. Und diese Codierung, die ich hier hingeschrieben habe, also großes A ist 65,
  77. das ist nun einmal die Standardcodierung, die man aus diesen beiden Systemen kennt. Auch darauf gehen wir noch ein
  78. bisschen genauer ein. Für den Moment soll auch das mal so reichen. Das hier sind einfach ausgedrückt Tabellen und in den Tabellen ist jedes Zeichen, also
  79. Buchstaben Punkt Komma, Ausrufezeichen und so weiter einer Zahl zugeordnet und das sind Standards. Das bedeutet, jeder Computer kann damit umgehen und
  80. das ist auch wichtig, denn ein Computer bekommt ja nur eine Bitfolge, also eine Menge von Nullen und Einzen, und die muss der Computer irgendwie
  81. interpretieren. Und aus diesem Grund brauchen wir klare Vorgaben, also klar definierte Zuordnungen, die jeder Computer
  82. versteht. Sonst würde ja jeder Computer die Bitfolgen unterschiedlich interpretieren
  83. und unterschiedlich darstellen und das darf natürlich nicht sein. Also, du musst dir merken, eine Datenmenge ist die Anzahl der
  84. gespeicherten Bits und je mehr Bits ich habe, desto größer ist die Datenmenge. Und jetzt Vorsicht, Daten benötigen natürlich Platz. Ein Buchstabe braucht
  85. wenig Speicherplatz. Ein Buch benötigt etwas mehr Speicherplatz, denn ein Buch besteht ja aus vielen Buchstaben. Ein Foto benötigt noch mehr
  86. Speicherplatz und Videos bestehen ja vereinfacht gesagt aus vielen Fotos und deswegen benötigen Videos dann noch viel mehr Speicherplatz, also besonders viel
  87. Speicherplatz. Tatsächlich sind Videos sehr sehr große Datenmengen, aber für den Moment soll das mal reichen
  88. und im nächsten Video sehen wir uns das dann noch etwas genauer an.