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Informatik Klassenstufe 7 Saarland - Information und Daten - Video 09 Ascii und Latin-1

Lerne Informatik18:28 15 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 82 Zeilen
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  1. Hallo alle zusammen, wir haben ja schon über den Asky Code Codes gesprochen und heute möchte ich noch einen anderen
  2. vorstellen, nämlich Latin 1 und dann möchte ich auch noch ein paar Worte zu Unicode sagen. Es ist recht wichtig, dass man eine
  3. Vorstellung davon hat, was diese Sachen grob sind, denn diese Begriffe werden dir häufiger begegnen. Aber wir gehen da jetzt nicht ins
  4. Detail. Es genügt, wenn du eine Vorstellung davon hast, um was es sich dabei handelt. Wiederholen wir Askin noch einmal kurz. Wir haben ja schon
  5. über dieses Thema gesprochen. Das Problem war ja, dass ein Computer nur Zahlen versteht und zwar Zahlen im Binärsystem.
  6. Das Binärsystem hast du ja jetzt kennengelernt und jetzt ist ja klar, dass ein Computer mit Buchstaben nichts anfangen kann. Der
  7. Trick, der da angewendet wird, ist bekanntermaßen derjenige, dass wir einem Buchstaben eine Zahl zuordnen und somit geben wir dem Computer wieder
  8. etwas, dass er wunderbar in Binärzahlen umwandeln kann. Also wir sagen einfach ein großes A ist die 65, ein großes B ist die 66 und so weiter.
  9. Und schon ist ASKI geboren. Und ASKI macht genau das. Jedem Zeichen wird eine Zahl zugewiesen und die kann dann wunderbar ins Binärsystem
  10. umgerechnet werden. Also diese Werte hier, diese Zuordnungen sind genau die aus ASKI. Jetzt haben wir allerdings ein Problem. Askki ist nicht so groß, da
  11. passen nur einige Zeichen rein und z.B. kann ASKI wunderbar die Buchstaben von A bis Z groß und klein Buchstaben codieren. Aber gerade wir Deutschen
  12. kennen das, wir haben ja auch noch diese Buchstaben und andere Sprachen haben noch andere Zeichen. Was ist denn damit? Und das Problem ist, dass diese Zeichen
  13. in ASKI nicht enthalten sind. Also der Asky Code enthält erst einmal nur die Zeichen, die im Englischen eine Rolle spielen. Natürlich nicht nur Buchstaben,
  14. sondern auch Ziffern, Sonderzeichen, also Fragezeichen, Punkt Dollarzeichen und so weiter. Klammern, also im Grunde der alles, was du auf der Tastatur
  15. finden kannst. Aber dann kommen die unterschiedlichen Sprachen und die unterschiedlichen Sprachen bringen dann noch einmal
  16. weitere Zeichen mit, die ja auch irgendwie für den Computer verständlich sein sollen. Ich habe hier mal vier bekannte Sonderzeichen
  17. aus dem Deutschen hingeschrieben und schon diese vier sind in ASKI nicht enthalten. Und es gibt ja noch weitere Sprachen, Französisch, Spanisch und so
  18. weiter. Die verwenden natürlich alle die gleichen Buchstaben wie das englische auch, aber bringen noch einmal eigene Sonderzeichen mit, genauso wie das
  19. Deutsche auch. Okay, das ist ein Problem. Askki ist dafür nicht geeignet, also hat man das erweitert und daraus wurde dann Lättchen 1. Lättchen 1 ist
  20. größer als ASI. ASKI hat, ich habe es hier stehen, 7 Bit pro Zeichen, also 7 x 0 oder 1 und Lettin 1 bringt 8 Bit pro Zeichen mit. Also haben wir mehr
  21. Möglichkeiten, Kombinationen aus Einzen und Nullen zu speichern. Je mehr Bit wir haben, umso mehr
  22. Informationen können wir speichern. Und deswegen kriegen wir natürlich in Latin 1 mehr Zeichen rein als in ASKI. Aber das Prinzip ist immer noch das
  23. gleiche. Die Sonderzeichen haben eine Zuordnung, also jedem Zeichen ist eine Zahl zugeordnet. Nur stehen uns jetzt
  24. mehr Zahlen zur Verfügung als mit ASKI und damit können wir auch mehr Zeichen zuordnen. Ich sage dir gleich, wie viele Möglichkeiten ASKI und Lettin 1 bieten.
  25. So, das ist die Idee von Lättchen 1 und die Funktionsweise ist im Grunde genau die gleiche wie bei ASKI auch. Wir haben die verschiedenen
  26. Zeichen und denen wird dann jeweils eine Zahl zugeordnet. Der große Unterschied ist die Größe. Also ASKI hat 7 Bit, Letin 1 hat 8 Bit.
  27. 7 Bit bedeutet, wir können das hier mal kurz rechnen, also erklären, wie man auf diese Zahlen hier kommt. 128
  28. und 256. Wo kommen diese Werte her? Das erkläre ich mal. Also 7 Bit bedeutet, wir haben sieben Stellen in
  29. unserer Binärzahl. 1 2 3 4 5 6 7 Stellen. Das bedeutet, die kleinste mögliche Zahl ist im Grunde 0, also alle Stellen auf
  30. 0. Die größte mögliche Zahl sind alle Stellen auf 1 und dann gibt es dazwischen alle Kombinationen, z.B. diese hier
  31. oder diese hier. Schreibe jetzt einfach mal irgendeine Zahl da rein. 1 2 3 4 5 6 7 Stellen. Und natürlich gibt es nur eine bestimmte Anzahl an
  32. Kombinationsmöglichkeiten. Wenn ich sieben Stellen habe, dann kann ich auch diese sieben Stellen nur eine bestimmte Anzahl mal kombinieren.
  33. Ich kann da keine unendlich große Art von Kombinationen finden. Es gibt eine Obergrinse. Auf jeder Stelle kann 0 oder ein stehen
  34. und ich kann diese Nullen und Einzen nur n mal, also eine bestimmte Anzahl mal kombinieren. Irgendwann ist Schluss. Also, wenn ich hier angekommen bin, wenn
  35. ich einmal durchzähle und jede Kombinationsmöglichkeit einmal hinschreibe, dann ist bei dieser Zahl Schluss. Dann habe ich keine
  36. Möglichkeit mehr irgendetwas zu tun, außer ich nehme noch eine Stelle dazu. Und wenn ich noch eine Stelle dazu nehme, habe ich natürlich noch einmal
  37. viel mehr Kombinationsmöglichkeiten. Und genau das hat Letin 1 getan, eine Stelle dazu geschrieben, also ein Bit mehr und damit ist der Bereich, den man
  38. damit abbilden kann, größer geworden. Okay, das ist mal Grundprinzip. Jetzt ist die Frage, wo kommen jetzt diese beiden Werte eigentlich her? Warum hat
  39. ASKI 128 Möglichkeiten und Lettin 1 256 Möglichkeiten?
  40. Und auch das kann man ganz ganz einfach ausrechnen. Also wie gesagt, es geht dabei um die Kombinationsmöglichkeiten.
  41. Also bei ASKI habe ich die Möglichkeit 128 unterschiedliche Kombinationen
  42. von 0 und 1 zu erzeugen. Ich zeige das mal an einem kleinen Beispiel. Stellen wir uns mal vor, wir hätten nur 2 Bit. So, das sind meine beiden Bit. Ich kann
  43. also schreiben 00 01 1 und damit ist Schluss. Mehr Möglichkeiten
  44. 0 und 1 auf zwei Stellen zu kombinieren, habe ich nicht mehr. Also, wenn ich 2 Bit habe, kann ich vier Kombinationsmöglichkeiten
  45. finden, [räuspern] mehr nicht. Jetzt nehmen wir noch ein drittes Bit dazu und ich schreibe jetzt auch mal alle Kombinationsmöglichkeiten
  46. hin. Wie viele haben wir? 1 2 3 4 5 6 7 8 Möglichkeiten und interessant ist dir fällt auf hier sind die vier Möglichkeiten,
  47. die ich mit zwei Bit habe auch mit drin. Also ich habe jetzt tatsächlich den Raum der Möglichkeiten erweitert. Ich habe jetzt dadurch, dass ich ein Bit
  48. dazu genommen habe, viel mehr Möglichkeiten. Schreiben wir das mal hin. Hier hatte ich vier Möglichkeiten.
  49. Bei 2 Bit, bei 3 Bit habe ich acht Möglichkeiten. Aha, eine Verdopplung. Also, das ist bei 2 Bit und bei 3 Bit.
  50. Bei 4 Bit hätten wir dann 16 Möglichkeiten. Ich schreibe das mal hin. Also bei 4 Bit hätten wir dann verdoppelt
  51. 16 Möglichkeiten. Bei 5 Bit hätten wir 32 Möglichkeiten. Bei 6 Bit hätten wir dann 64 Möglichkeiten
  52. und bei 7 Bit aha 128 Möglichkeiten und bei 8 Bit, wenn wir noch einmal verdoppeln
  53. 256 Möglichkeiten. Aha, interessant. und dir fällt
  54. vielleicht auch noch etwas anderes auf. Ich habe nämlich genau diese Zahlen hier schon mal erwähnt bei der Umrechnung von Dezimalzahlen
  55. in Binärzahlen. Da habe ich gesagt, die werden dir immer wieder begegnen und hier begegnen sie dir wieder. Und das liegt einfach daran,
  56. dass ein Computer mit 0 und 1 arbeitet und damit immer mit Bits. Und damit haben wir immer dieses zweier Zahlensystem,
  57. das allen Überlegungen zugrunde liegt. Also so kommen wir drauf, dass bei 7 Bit 128 Kombinationsmöglichkeiten
  58. existieren. Oder noch in einer Formel ausgedrückt, wenn wir zwei nehmen, überraschenderweise ist die
  59. 2 wieder einmal die Basis. Wie gesagt, wir arbeiten sehr häufig mit der zwei als Basis. Und 2 hoch 78.
  60. 2 hoch 2 da. 2 hoch 3 hier. Also 2 hoch die Anzahl der Bit
  61. sagt dir, wie viele Kombinationsmöglichkeiten du hast. Klingt jetzt kompliziert, aber wenn du
  62. dir das mal überlegst, ist es sehr einleuchtend. Wie gesagt, spiel das mal mit zwei oder mit drei Stellen durch, dann siehst du
  63. ja die Kombinationsmöglichkeiten. Dann einfach zählen und dann kannst du das hochrechnen auf mehrbit. Und so kommt man auf diese Größen der
  64. Codes und deswegen ist ASKI kleiner als Läti, weil ASKI weniger Bit hat und damit weniger Kombinationsmöglichkeiten.
  65. Und weniger Kombinationsmöglichkeiten bedeutet, wir können weniger Zahlen bilden. Und wenn wir weniger Zahlen bilden können,
  66. können wir natürlich auch weniger Zuordnungen machen. Also alles absolut logisch. Also können wir mit Lättchen 1256
  67. Zeichen speichern und vom Prinzip funktioniert Lettin 1 dann genauso wie ASKI. Wir kriegen also ohne weiteres Deutsch,
  68. Französisch, Spanisch und so weiter in Lin 1 hinein. Okay, fragst du dich jetzt, was ist denn mit Chinesisch oder Arabisch?
  69. Die passen dann doch nicht mehr da rein. Alleine chinesische Schriftzeichen gibt es ja, dann gibt es noch Japanisch und viele
  70. weitere asiatische Sprachen mit tausenden von Schriftzeichen. Aber Lättin 1 hat eine Obergrenze von
  71. 256. Wir kriegen da also noch nicht einmal alle chinesischen Zeichen rein. Das ist
  72. korrekt. Dafür ist Lättchen 1 zu klein. In Lien 1 kriegen wir wirklich nur die europäischen Sprachen rein, also die Sprachen, die auf den lateinischen
  73. Buchstaben basieren, alle anderen nicht. Hm, das ist dumm. Und genau deswegen gibt es noch etwas
  74. ganz Neues. Das nennt sich Unicode. Darauf gehe ich jetzt nicht mehr großartig ein. Nur damit du es mal gehört hast. Unicode ist noch viel viel
  75. größer. Unicode ist auch ein bisschen komplexer. Unicode kann noch viel mehr als ASKI oder Lettin. In Unicode passen wirklich
  76. tausende und aber tausende von Zeichen. Das heißt, alle Zeichen, die es im Moment gibt und die es jemals gab auf der Erde, passen in Unicode und wir
  77. haben immer noch jede Menge Platz. Das heißt, wenn Außerliche kommen, dann können wir deren Zeichen auch noch mit Unicode codieren.
  78. Also Unicode ist riesig groß, aber auch da ist die Grundidee die gleiche. Wir haben Zahlen und diese Zahlen sind irgendwelchen Zeichen zugeordnet.
  79. Allerdings kann Unicode noch mehr Informationen speichern, aber darauf gehen wir jetzt nicht näher ein, sondern es reicht, wenn du dir unter Unicode
  80. etwas vorstellen kannst. Das soll jetzt für den Moment auch mal reichen zu diesem Thema. Also, du hast jetzt eine Vorstellung von
  81. ASKI und von Latin 1 und weißt auch, wo die Unterschiede zwischen den beiden liegen und du hast jetzt auch mal eine grobe Vorstellung davon, was
  82. Unicode ist. Gerade das Wort Unicode wird dir noch häufiger begegnen.

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