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Leiden und nicht wissen, warum - wo bleibt Gottes Gerechtigkeit? | Bibelimpuls zu Hiob 23, 1-17

Andacht Harscheid25:58 139 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 142 Zeilen
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  1. ging es ihnen schon mal so richtig schlecht so richtig umfassend schlecht gesundheitlich und materiell
  2. wir haben Sie darauf reagiert haben sie ihr Schicksal verflucht haben sie gejammert oder einfach nur resigniert
  3. waren sie selbst dran schuld dass es ihnen so schlecht ging oder hat es sie ohne jeglichen Grund getroffen haben sie sich gefragt warum Gott so
  4. etwas zugelassen hat oder war er ihn sowieso schon egal hat sich in ihrer Einstellung inzwischen irgendetwas geändert
  5. eines der Bücher des Alten Testaments befasst sich fast ausschließlich mit der Frage
  6. warum Gott Menschen leiden lässt auch wenn sie sich eindeutig nichts haben zu Schulden kommen lassen es ist eine uralte Menschheitsfrage
  7. die heute so aktuell ist wie eh und je [Musik] wir lesen dazu aus dem Buch Hiob im 23 Kapitel
  8. Hiob antwortete und sprach auch heute lehnt sich meine Klage auf seine Hand drückt schwer dass ich Seufzen muss
  9. ach dass ich wüsste wie ich ihn finden und zu seiner Stätte kommen könnte so würde ich ihm das Recht da legen und meinen Mund mit Beweisen füllen und
  10. erfahren die Reden die er mir antworten und vernehmen was er mir sagen würde würde er mit großer Macht mit mir rechten nein er selbst würde acht haben
  11. auf mich dort würde ein redlicher mit ihm Rechten und für immer würde ich entrinnen meinem Richter dabei gehe ich nach Osten so ist er
  12. nicht da gehe ich nach Westen so spüre ich ihn nicht wirkt er im Norden so schaue ich ihn nicht verbirgte sich im Süden so sehe
  13. ich ihn nicht er aber kennt meinen Weg gut er prüfe mich so will ich befunden werden wie das Gold denn ich hielt
  14. meinen Fuß auf seiner Bahn und bewahrte seinen Weg und ich nicht ab und übertrat nicht das Gebot seiner Lippen und bewahrte die Reden seines Mundes bei mir
  15. doch er hat's beschlossen wer will ihm wehren und er macht's wie er will ja er wird vollenden was mir bestimmt ist und hat noch mehr derart im Sinn
  16. darum erschrecke ich vor seinem Angesicht und wenn ich darüber nachdenke so fürchte ich mich vor ihm gott ist der mein Herz mutlos macht und
  17. der Allmächtige der mich erschreckt hat der nicht der finstern deswegen muss ich schweigen und nicht weil dunkel mein Angesicht deckt
  18. [Musik] das ist ein Musterbeispiel für ein Leid ohne
  19. erkennbaren oder ersichtlichen Grund er hat wo es ihm vorher gesundheitlich und materiell sehr gut
  20. ging dann alles verloren auch seine Gesundheit er hat auch die Achtung seiner Frau verloren die hat ihm gesagt
  21. kaum verfluchte einen Gott und stirb einfach er hat das Verständnis seiner Freunde verloren die also
  22. ihm sagen ja du musst doch in irgendeiner Weise irgendwas dir zu Schulden haben kommen lassen sonst würdest du nicht so schwer geprüft
  23. werden es muss doch einen Grund geben du musst doch ganz schwer gesündigt haben gibt das doch einfach zu sei doch mal einsichtig und dann wird er das schon
  24. wieder es dir besser gehen lassen aber er kann nämlich nachgeben er findet
  25. nichts bei sich ja für diesen Zusammenhang das es einem gut geht wenn man
  26. den Willen Gottes befolgt und das ist einem schlecht geht wenn man gegen ihn verstößt für diesen Zusammenhang hat sich die Theologie eben einen Namen
  27. einfallen lassen tun ergehen Zusammenhang so wird das dann genannt und das ist vor allen Dingen etwas was im Alten
  28. Testament immer wieder vorkommt der Wille Gottes sorgt für ein gutes Leben und dem sündigen Schaden wir uns selbst
  29. und das erzeugt ein schlechtes Leben und vor allen Dingen ein materiell schlechtes Leben man kennen wir auch wer raucht muss ich
  30. nicht wundern wenn er Lungenkrebs kriegt so könnte man das meinen ja damals waren es eben andere Dinge die dann ein materiell gutes Leben
  31. kennzeichnen zum Beispiel ein langes Leben oder auch viele Kinder zu haben oder eine große Viehherde zu haben und
  32. angesehen zu sein alles das das ist etwas wo es einem gut geht interessanterweise wenn man sich das Buch der Sprüche
  33. wo sehr viele Sinnsprüche gesammelt sind mal anschaut steht das ja häufig da drin dass wenn man so und so ist dass man dann ein gutes Leben haben kann und das
  34. wenn man so und so ist dass das dann zur Folge hat ein schlechtes Leben zu haben das Buch des Predigers ist das schon ein bisschen anders
  35. der ist da sehr skeptisch in dieser Hinsicht und in vielen Psalmen können wir das auch erkennen da wird auch darüber geklagt dass es doch
  36. offensichtlich diesen bösen Leuten auch sehr gut geht und den guten Leuten eben nicht unbedingt immer gut geht da ist dieser Zusammenhang schon in Frage
  37. gestellt aber hier auch selbst ist erst einmal davon überzeugt
  38. er so überzeugt dass er darauf besteht er hat penibel außerordentlich genau jede Regel also der Wille Gottes der ihm bekannt ist
  39. eingehalten er ist sich da absolut sicher das ist doch schon was beeindruckendes wer könnte das von uns sagen
  40. und deswegen kann er Gott nicht verstehen für ihn ist das was ihm weder fährt eindeutig und glasklar ungerecht ja
  41. warum wiederfährt ihm das ist das alles jetzt nur vielleicht ein Irrtum oder so weiß Gott nicht ganz genau was da los ist oder ist das eine Laune von ihm hat
  42. er sozusagen jetzt mal Lust mal was anderes zu machen ist das also Willkür er weiß es nicht aber er möchte den Grund gerne erfahren
  43. er möchte eigentlich sich mit Gott auseinandersetzen er möchte ihm ihn fragen warum warum tust du mir das an
  44. er möchte sich vor ihm rechtfertigen und er hat da keine Sorge dass da in irgendeiner Weise ihm da irgendwas abgeht er möchte sich rechtfertigen und
  45. er möchte eine Rechtfertigung verlangen und zwar von Gott selbst er möchte irgendwie eine Möglichkeit haben vor Gott zu treten und ihn zu
  46. fragen warum ich verlange von dir dass du klar machst mir klar machst warum du mir das zumutest denn ich bin mir absolut und garantiert keiner Schuld
  47. bewusst ja aber Gott bleibt unsichtbar
  48. ja kannst suchen wo er will da kann hinfühlen wo er will nach allen Richtungen er findet diesen Gott nicht mit dem er jetzt gerne ein Hühnchen
  49. rupfen möchte das können wir sagen ja mit so einem Gott will ich nichts mehr zu tun haben
  50. das macht er nicht absolut nicht er hält an Gott fest er besteht darauf dass Gott doch normalerweise nichts ohne seinen Willen
  51. zulässt also er muss es doch in irgendeiner Form wissen alles was geschieht kann nur dadurch geschehen dass er es zugelassen hat er muss also
  52. alles wissen er muss auch hier aufs Weg genau kennen davon geht er aus und wenn er vielleicht irgendwie sich
  53. irrt dann soll er ihn prüfen in der konkreten Auseinandersetzung sag mir was ich falsch gemacht habe
  54. ja und außerdem möchte er gerne seiner grundsätzlichen Gutwilligkeit Vertrauen ja möchte einen Gott haben der sich dann in dem Augenblick auch dem stellt der
  55. gutwillig ihm gegenüber ihm zuhört und der dann in dem Augenblick das auch ganz gerecht prüft er bleibt sich dabei aber immer seiner selbst sicher ich werde
  56. dann gerechtfertigt sein das was ich getan habe war bezogen auf Gottes Willen pures Gold
  57. ja [Applaus] das ist die eine Seite und dann beginnt er auch
  58. sich klar zu machen dass Gott eigentlich allmächtig ist und allmächtig heißt er kann machen was er will er ist ihm
  59. völlig ausgeliefert und wenn man sich das mal richtig klar macht dass wenn man an Gott glaubt und man seine Allmacht auch wirklich
  60. kennt oder beginnt innerlich zu realisieren dann ist das eine erschreckende Angelegenheit da gibt es jemanden der kann wollen was er will
  61. niemand niemand kann ihn daran hindern erschrickt also davor ja warum denn
  62. ja weil es keinen Schutz gibt vor einem solchen Gott kann man sich nicht schützen es ist überhaupt nicht möglich in irgendeiner Weise es gibt keine
  63. Instanz keine Gewalt nichts was ihn schützen könnte es gibt doch keine Sicherheit
  64. ja und es gibt auch offensichtlich keine Sicherheit durch ein noch so perfektes Wohlverhalten man kann sich noch so
  65. genauestens an seinem Willen orientieren das bietet keinen Schutz beginnt er zu begreifen und das weckt die Angst in ihm
  66. eine zunehmend größer werdende Angst mit welchem Gott habe ich es zu tun
  67. ja ist das eine alte Geschichte haben wir überhaupt nichts mehr zu tun heute von wegen heute noch genauso wir sprechen
  68. doch so gerne immer von dem unschuldigen Opfer dass dieses und jenes erleiden musste wenn man das mal umdreht wie ist es denn
  69. mit dem Schuldigen Opfer ist es das was es dann erleiden sollte und wo wir sagen ja
  70. klar jetzt schuldig ist geschieht dem doch recht oder ihr schließlich hat sie ja dieses oder eher dieses und jenes gemacht
  71. ist doch selbst dran schuld wenn er oder sie dieses oder jenes getan hat und verdient der betreffende ist doch eigentlich auch gar nicht anders also
  72. dieses Denken in schuldkategorien wo das was einem wieder fährt eigentlich irgendwie doch angemessen ist oder machen wir das nicht ständig
  73. betrachten wir nicht ständig auch das was uns oder anderen widerfährt immer von diesen tun ergehen Zusammenhang Schuld oder nicht schuld
  74. das ist ein sozialer Grundmechanismus und dieser soziale Grundmechanismus dient dazu normgerechtes Verhalten zu erzeugen es
  75. dient dazu dass wir uns anpassen ist doch klar wir sollen uns so verhalten im Sinne von Wohlverhalten wie es von uns verlangt
  76. wird und wenn wir das machen bekommen wir einen angemessenen Lohn und sonst die Strafe und der Lohn kann auch darin bestehen eben nicht bestraft zu werden
  77. und für alles das wo wir gegen diese Regeln verstoßen werden wir sanktioniert und es gibt viele viele Formen von Sanktion das muss jetzt nicht unbedingt
  78. diese gesetzlichen Sanktionen sein dass die ganz persönliche Ablehnung der Ausschluss aus Gemeinschaft Verachtung der Entzug von
  79. Zuneigung oder Aufmerksamkeit oder so richtig Züchtigungen dass man den betreffenden so das mal so spüren lässt und dem Extremfall
  80. gehört auch der Tod ihn zu töten dazu das heißt es gibt so etwas wie eine Erwartung
  81. an Menschen innerhalb ihres sozialen Kontextes dass sie sich Wohlverhalten und das dieses Wohlverhalten dazu führt dass es ihnen dann äußerlich gut geht
  82. oder zumindestens nicht schlecht geht und jetzt übertragen wir das offensichtlich ganz instinktiv in einer
  83. Erwartung an Gott oder meinetwegen auch an das Schicksal oder wie auch immer nämlich das irgendeine Form von Anständigkeit oder sagen wir mal ein
  84. Wohlverhalten sich doch irgendwie auch lohnen müsste in diese Richtung werden wir doch auch erzogen oder
  85. wir sollen gehorchen wir sollen brav sein und da gibt es aufgrund dessen ja auch eine Vorstellung von Gerechtigkeit
  86. und dieses diese Vorstellung selber die ist relativ simpel jedes Leid
  87. in Anführungszeichen Strafe ohne Schuld ist ungerecht und damit ungerechtfertigt wir können doch warum drehen jeder Lohn jede Belohnung ohne Leistung
  88. ist auch ungerecht ist doch klar also das heißt es muss immer angemessen sein was man bekommt was man
  89. vorenthalten bekommt was man im Unterschied zu anderen erleben oder erleiden muss
  90. ja man kann das ganze auch umdrehen man kann auch sagen der Erfolg der Erfolg ist der Beweis für eine Leistung wenn man etwas richtig gut
  91. gemacht hat kann man das einmal Erfolg feststellen und diese Art von Logik hat zum Beispiel Max Weber ja in seinem Buch die
  92. protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus versucht auf den Punkt zu bringen das nämlich doch in irgendeiner Form der ist sowas
  93. wie eine Art von Auserwähltheit gibt für diejenigen die wirklich ganz und gar gottesfürchtig sind und zwar der Erfolg in ihrem Leben
  94. das ist gar nicht so selten und wenn sie jetzt nicht gottesfürchtig ist dann heißt das ja im Kapitalismus ja ganz einfach die
  95. Tatsache dass man reich geworden ist und dass man Erfolg hat da muss ja was Gutes vorher gewesen sein nach diesen Maßstäben das ganze kann man auch
  96. übertragen zu religiösen Leistungen in Teilen der charismatischen Gemeinden beispielsweise gibt es so diese Art von Versprechen von Wohlstand
  97. und Gesundheit wenn man nur Gottes Geist in sich wirken lässt richtig wirken lässt dann wird es einem gut gehen dann wird man auch wieder gesund werden
  98. der Umkehrschluss ist ganz logisch wenn man dann nicht reich und gesund wird dann hat man eben nicht richtig oder genügend oder
  99. ausreichend gebetet und aufgrund dessen lässt sich das natürlich immer erklären interessant ist dass genau diese Form von Gemeinden aufgrund dieser dieses
  100. verführerischen Versprechens auch wachsen ist jetzt diese Erfolg dieser Gemeinden der Beweis dafür dass dass das richtige
  101. Evangelium ist naja angesichts der Realität
  102. lässt sich das überhaupt nicht aufrechterhalten oder man muss das zurechtbiegen dadurch dass
  103. Gott eben eine Präsentation vorgenommen hat also er hat zuvor schon auserwählt diejenigen die er für auserwählt hält bevor sie
  104. überhaupt gelebt haben hatte sie schon auserwählt und dann können die gar nicht anders als gottesfürchtig zu sein das ist alles so eine Art von
  105. calvinistisches Grundprinzip und die anderen sind vorher schon verdammt und die das Ergebnis kann man dann sehen die einen sind verdammt die anderen sind
  106. außerwelt und trotzdem wenn man sich das mal ganz klar macht
  107. eines bleibt dieser Gott der da so seltsam willkürlich dann seiner Entscheidungen trifft bleibt immer irgendwie
  108. furchterregend eigentlich dass ein Gott zum Verzweifeln eigentlich muss man Angst haben Angst vor dem unerbittlichen Schicksal
  109. das einen da trifft wenn ich auserwelt bin und dass ich das an der Erfolg zeigt dann muss ich meinen Erfolg auch mir selbst beweisen um dann meine
  110. Auserwähltheit mir zu beweisen aber eigentlich ist diese Art von Gottesvorstellung unfassbar lieblos das ist ein eiskaltes
  111. Universum das dort als Grundlage dieses Denkens und Fühlens wirksam wird eigentlich werden wir innerlich durch diese Art von
  112. Gottesvorstellungen zermalmt da können wir auch Gott weglassen wir werden überhaupt dann von einem kalten Universum
  113. letztendlich zermalmt und der Tod ist doch ein Beweis dafür jede Form von Verwesung wir werden letztendlich einfach
  114. bunt gemacht von uns bleibt nichts übrig was soll man denn da machen da bleibt nur der Konsum das Leben zu genießen der Rausch der ablenkt auch der
  115. Erfolgsrausch ist eine Möglichkeit wo man dann triumphieren kann aber das Verhängnis bleibt dieses untergründige Gefühl von Angst dass man
  116. es irgendwie nicht schafft und das ist dennoch irgendwie ganz unerbittlich auf einen zukommt das bleibt und das droht
  117. ja sollen wir angesichts dessen dann überhaupt noch an Gott festhalten festhalten stehen wir doch vor der gleichen Frage
  118. wie Hiob auch an welchen Gott wenn er allmächtig ist und vielleicht auch willkürlich und eigentlich
  119. gnadenlos launenhaft vielleicht oder gleichgültig das ist die eine Variante oder ist er gerecht ist er fürsorglich ist er
  120. liebevoll ist er vielleicht persönlich und zugewandt selber
  121. weiß es auch nicht so genau er möchte eigentlich dem Gott vertrauen und zugleich hat er fürchterliche Angst er ist irgendwie innerlich zerrissen
  122. und angesichts dessen beginnt sein Leistungsdenken also dieses dieser Glaube an das perfekt mögliche Wohlverhalten zu zerbrechen
  123. ja wie sieht das überhaupt aus mit Jesus wie hat er denn das Ganze betrachtet er hat da ganz eindeutig Positionen bezogen mehrfach diese materielle Sicht
  124. von Lohn und Strafe hat er konsequent abgelehnt als er zum Beispiel mit seinen Jüngern einem Blind geborenen begegnete haben
  125. die Jünger ihn gefragt ja wer hat denn jetzt Schuld er selbst blind geboren ja woher sollten die Schuld kommen oder seine Eltern oder was war der Grund nein
  126. nichts dergleichen er hat das abgelehnt oder er sagt zum Beispiel in Matthäus 5 45 er also Gott der Vater lässt über
  127. alles seine Sonne aufgehen also über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte da ist nichts von
  128. Lohn und Strafe darin enthalten oder als einmal der Turm von Siloah umkippte und eine ganze Menge von Menschen erschlug und die Jünger dann
  129. fragten ja was haben die denn getan und dann sagte er das ist Lukas 13 meint ihr dass die 18 auf die der Turm von Siloah fiel und er schlug sie Schuldiger
  130. gewesen sein als alle anderen Menschen die in Jerusalem wohnen ich sage euch nein
  131. für Jesus hat Schuld tatsächlich ausschließlich eine geistige Dimension nämlich ihm geht es immer um die Motive
  132. um die grundabsichten des Herzens also praktisch um die treibende Kraft unseres Wollens
  133. welche Quelle hat das was wir tun welcher Quelle in uns geben wir nach und lassen uns davon erfüllen ist das liebe liebe aus Gott und zu Gott ist das Liebe
  134. zu den nächsten oder ist das ein Ehrgeiz zum Beispiel auch der Ehrgeiz das Richtige zu tun und das ganz konsequent zu tun
  135. aber aus welchen Gründen tun wir das dann wirklich aus Liebe oder aus den Angst vor den Konsequenzen wenn wir das Falsche tun
  136. deshalb gibt es eine Aufforderung von Jesus in dieser Hinsicht Buße tun ja bitte jetzt nicht irgendwelche äußeren Boos
  137. Rituale vollziehen das ist damit nicht gemein sondern das heißt umkehren nämlich sich an ihn wenden ihm vertrauen
  138. wirklich sich so innerlich an ihn zu wenden dass man bereit ist sich von seiner Liebe umwandeln zu lassen denn wenn wir das nicht tun haben wir doch
  139. überhaupt gar keine Chance aus einer anderen Motivation heraus zu handeln aber wenn wir es tun dann können wir lernen uns von ihm erfüllen zu lassen
  140. mit ihm zusammen zu wachsen um dann aus ihm heraus handeln wollen denken fühlen zu können und da gilt wirklich
  141. das ganz radikal was er in Matthäus 11 28 gesagt hat kommt her zu mir die ihr mühselig und beladen seid ich will euch erquicken
  142. [Musik] [Applaus] [Musik]

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