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01 Crashkurs Mikrobiologie - Pilze (Mycota) allgemein

derfloetz18:21 29.285 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 144 Zeilen
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  1. okay lass uns einmal über Pilze ganz allgemein sprechen was sind eigentlich Pilze und jetzt vergesst bitte einmal
  2. kurz das was ihr unter Pilz versteht nämlich den normalen Champignon der heißt auf schlau Agaricus bisporus das
  3. ist zwar auch ein Pilz und es gibt do eine große Klasse oder ein ein großes Reich der Pilze welche diese hutpilze
  4. tatsächlich bilden aber die meisten Pilze sind eher mikroskopisch und bilden eben nicht
  5. diese Hut alle Pilze oder die meisten Pilze haben eine Gemeinsamkeit das ist die
  6. sogenannte hüfe was ist so eine hüfe eine hüfe ist ein schlauchförmiges
  7. Gebilde was eindimensional wächst das heißt das wächst in dieser Richtung es wächst die
  8. Spitze die Spitze wächst eben nach vorne bei so einer hüfe das ist eine mikroskopische Struktur und bei dieser
  9. hüfe werden bei einigen Pilz im Nachhinein dann sogenannte Septen eingezogen das gilt nicht für alle Pilze
  10. aber für viele Pilze gilt dies das heißt wir haben einen Unterschied zur normalen Zelle und Z zur
  11. normalen Zellteilung wenn wir jetzt eine eine normale beispielsweise Pflanzenzelle denken diese teilt sich in
  12. der Mitte und danach haben wir zwei Zellen die hier so aneinander sind das ist schon mal ein
  13. großer Unterschied wie so eine Struktur sich bildet und wie gesagt sie wachsen nur eindimensional aus seiner hüfe kann
  14. hier zur Seite theoretisch noch mal so eine hüfe rauswachsen aber es ist keine Zellteilung nächste wichtige Vokabel das
  15. ist das Myzel das ist die Gesamtheit aller hüfen das heißt ich gucke auf meine Petrischale drauf oder auf meinen
  16. Waldboden und dass die hüfen die ich dort finde die zu einem Organismus gehören oder zu zwei sichpen Organismen
  17. die dann miteinander verschmelzen da kommen wir später noch dazu das nenne ich
  18. Myzel schauen wir un so eine hüfe einmal etwas genauer an eine hüfe besteht aus einer Zellwand einer Zellmembran und dem
  19. Zytoplasma wie be das ist jetzt nichts so besonderes diese einfachen Strukturen die finden wir ja beispielsweise bei
  20. Pflanzenzellen auch gucken wir mal ein zu ein paar Unterschieden zu den Pflanzenzellen auch hier besteht die
  21. Zellwand zu einem großen Teil aus polysachariden bei Pflanzenzellen polysacharid woraus es oft besteht oder
  22. woraus Pflanzenzellen meist bestehen ist die Zellulose die haben wir nicht wir haben hier an polysachariden mannane
  23. glucoronsäuren glucane und so weiter ein weiteres polysacharid was sehr sehr Typ oder was das typische ist am Pilz das
  24. ist das Chitin und das Chitin heißt auf schlau Poly Beta 14N
  25. acetylglucosamin das hat einen Grund warum es diesen Namen hat und wenn man diese Struktur sich ang guckt kann man
  26. das auch gut ableiten diesen Namen da gebe ich einmal den Link hier in der Beschreibung und das könnt ihr euch
  27. gerne mal auf Wikipedia oder ähnliches ansehen und daran ein bisschen organisch chemische Strukturformel lernen warum
  28. das ganze Ding so heißt weitere Vokabel womit Weise ich so ein ch nach ich nehme eine Substanz die nennt sich
  29. kalkoflur und gehe damit unter ein Fluoreszenz Mikroskop also ein fluoreszenzlichtmikroskop und dann kann
  30. ich eben die Anfärbung von dem Chitin sehen so viel zur Zellwand gucken wir uns die Zellmembran an auch hier
  31. Gemeinsamkeiten mit prinzipiell fast allen anderen Lebewesen das ist die lipidoppelschicht das sind Proteine und
  32. noch weitere Bestandteile die habe ich jetzt nicht mit hier aufgeführt könnt ihr euch gerne einmal ansehen ich glaube
  33. hier stelle ich auch mal einen Link rein zu einer normalen Biomembran was jetzt hier das Besondere an Pilzen ist das ist
  34. das Ergosterin oder Ergosterin dieses Wort Sterin das kennen
  35. wir von irgendwoher auch aus den normalen Medien nämlich vom Cholesterin ja das Ergosterin gehört zur
  36. Gruppe der Sterole und es hat dieselbe Funktion wie das Cholesterin Cholesterin kommt nicht
  37. in Pilzen vor Cholesterin kommt in tierischen Zellen vor auch nicht im pflanzlichen das heißt wir haben mir
  38. gleich zwei neue Sachen gelernt Cholesterin kommt in tierischen Substanzen vor ergysterin in Pilz Form
  39. und das hat die Funktion eben der Stabilität und der Durchlässigkeit also die Regulation der Stabilität und
  40. Durchlässigkeit der Biomembran dadurch dass das eine pilzspzifische Substanz ist kann ich
  41. eine Probe nehmen Messe den ergosteringehalt und kann darauf auf die Menge des vorhandenen Pilzes also kann
  42. dadurch die Menge des vorhandenen Pilzes messen und das auch eine in der Ökologie hier eine interessante Fragestellung die
  43. damit beantwortet wird dann schauen wir uns einmal das Zytoplasma an Pilze sind eukaryioten das
  44. heißt wir haben Zellkerne wir haben aber auch alle anderen wichtigen Bestandteile wie beispielsweise golgia Apparat
  45. endoplasmatische Retikulum Ribosom Mitochondrien keine Chloroplasten wie sie bei den Pflanzen
  46. vorkommen aber wie gesagt guckt euch mal eine ganz normale eukaryotische Zelle an dieselben
  47. Bestandteile finden wir prinzipiell in den Pilzen auch was an dem Zellkern also was an der was noch besonders ist das
  48. sind die vielen haploiden Zellkerne das ist typisch nicht unbedingt alle Pilze haben viele haploide Zellkerne aber die
  49. meisten Pilze haben dies was haploid und diploid ist das könnt ihr hier nachschauen dass wir viele Pilze in
  50. Entschuldigung viele Zellkerne in so einer hüfe drin haben das hat auch eine Konsequenz wir haben hier ganz viele
  51. Zellkerne in einer so einer hüfe wenn wir jetzt kurz mal zum Vergleich nehmen wir jetzt mal unsere
  52. Pflanzenzelle diese hat einen Zellkern dann gehen wir mal kurz in die Mitose hinein
  53. mitthose sollte auch jeder vom Prinzip her kennen weil der Mitose da kondensieren die Chromosomen und wandern
  54. dann zu den zellpolen in unserem Fall hier nach links und nach rechts an entlang des
  55. spindelapparates der sich in der Zelle ausbildet und daher wissen die Chromosomen prinzipiell wo Sie hin
  56. müssen nämlich zu den zellpolen und dann teilt sich die gesamte Zelle wenn wir jetzt an unsere hüfe hier
  57. denken mit so einem Zellkern hier innen drin der kann ja nicht in irgendwelche zellpole hinein zumal es ist noch nicht
  58. einmal gegeben es gibt do viele Pilze die haben keine Septen das heißt zellpole haben wir nicht und diese Kerne
  59. müssen sich trotzdem irgendwie irgendwie vermehren und das ganze geht eben nicht über eine normale Mitose das ganze Ding
  60. nennt man dann Moment das nennt man endomitose viele Zellkerne viele Zellkerne in einer Zelle
  61. können unterschiedlich benannt werden wir haben einmal hier den Begriff der jetzt auf
  62. die Pilze zutrifft das ist die sogenannte zenozyte viele Zellkerne in einer Zelle und die zenozyte ist die
  63. Variante dass die Zellkerne sich innerhalb einer Zelle vermehren und dadurch haben wir mehr Zellkerne pro
  64. Zelle es gibt auch eine andere Vokabel die schreibe ich hier mal kurz mit auf die kommt auch in diversen Organismen
  65. vor ich denke auch beispielsweise bei uns in unseren menschlichen Muskelzellen das ist das syn
  66. syzium und das synzyzium ist das Gegenteil wir haben viele einkernige Zellen wo sich dann im wo sich dann die
  67. Zellmembran und das die zellwende wenn vorhanden auflösen und dann eben die mehrkernigkeit
  68. entsteht so viel dann dazu dann kommen wir zu einem weiteren Thema
  69. das Thema habe ich unter Ökologie zusammengefasst jetzt Ökologen würden jetzt sagen na das passt jetzt von der
  70. Definition her nicht das für mich ist das jetzt eine etwas globalere Ansicht ob das jetzt der einer vernünftigen
  71. Definition entspricht oder nicht ich bitte da um Nachsicht Moment ich ma das noch mal
  72. kurz zu sonst verwirrt das mit unter ich habe jetzt zwei verschiedene Punkte dort mir raus gegriffen einmal die Bedeutung
  73. für den Menschen von Pilzen ganz grob wir haben eine biotechnologische Bedeutung wir haben die Bedeutung
  74. Lebenskreislauf vor allem als Destruenten und wir haben pathogene in der
  75. Biotechnologie habe ich nur zwei kleine Beispiele einmal die carotinoidherstellung und die
  76. Alkoholherstellung die Alkoholherstellung passiert durch einen wichtigen Pilz das ist Sachar
  77. yzesere zevisi e W Gattungsnamen mit Artnamen also Gattungsnamen werden kursiv
  78. geschrieben sacharo myzis cevise ein Hefepilz dieser wächst beispielsweise nicht in einer typischen hüfeform da
  79. kommen wir aber später noch dazu das ist der Pilz der uns mit dem Alkohol herstellt mit der also der uns das Bier
  80. cerevisia wer noch Asterix Comics kennt der weiß das dass S dort lauwarme cerevisia glaube ich war das getrunken
  81. haben das ist der Pilz der für die Alkoholherstellung hergestellt wird es gibt auch noch Vitamine und und und
  82. sucht euch da mal ein paar Beispiele raus biotechnologische Anwendung von Pilzen sind
  83. manikfaltig die ökologische Bedeutung zwei Beispiele wir haben einmal als Destruenten den lninabbau
  84. guckt euch mal die Struktur vom lnin an wer ein bisschen was von organischer Chemie versteht der sieht sofort wenn er
  85. sich die Struktur anguckt dass dieses Lignin unglaublich schwierig abzubauen ist das macht der Pilz aber der Pilz
  86. kann Lignin abbauen und er kann auch weitere schwierig abzubauen Substanzen abbauen auch sogenannte xenobiotika das
  87. heißt Substanzen die normalerweise so nicht in der Natur vorkommen beispielsweise
  88. phenolplaste unser Trabi Pestizide wie DDT und und und das macht der Pilz aus einem bestimmten Grund da komme
  89. ich auch noch dazu jedenfalls kann das der Pilz ohne die Pilze hätten wir wahrscheinlich draußen wenn man nach
  90. draußen gucken unglaublich viele Baumleichen herumliegen weil die nicht komplett abgebaut werden würden im
  91. übrigen das was es in den normalen Medien heißt dass Plastik nicht abgebaut werden kann und dass wir irgendwann hier
  92. in auf der Welt in Plastik ertrinken werden das ist wissenschaftlich gesehen falsch
  93. Plastik kann abgebaut werden wird durch Pilze gerne abgebaut allerdings dauert es eben seine Zeit das Heß ich will
  94. jetzt nicht sagen dass Plastik oder so grundsätzlich gut ist aber es ist falsch zu sagen dass es nicht abgebaut werden
  95. kann gucken wir uns einmal auch noch zwei pathogene an einmal Candida aldikans candida albikans ist ein sehr
  96. gut erforschter Erreger guckt euch auch mal dazu ein paar ekelhafte Bilder in Wikipedia an für diejenigen die so ein
  97. bisschen morbider sind und eher in so in die medizinische Mikrobiologie gehen schönes Beispiel und auch ein sehr sehr
  98. gut erforschter Organismus über den man sehr sehr viel erfahren kann auch aus genetischer in genetischer Hinsicht und
  99. und und ein weiteres Beispiel um zu zeigen dass wenn ich über pathogene spreche nicht nur über ekelhafte
  100. menschenpathogene spreche sondern eben auch über pflanzenpathogene dort gibt es auch unglaublich interessante Ansätze
  101. und hier ein kleines Beispiel könnt ihr auch mal dann irgendwo Wikipedia oder google mal nachsehen okay dann lass einm
  102. kurz über Ernährung sprechen Ernährung von Pilzen hier ist nicht jetzt wieder der Champignon in der Pfanne gemeint
  103. nein ich möchte wissen wie sich eigentlich die Pilze ernähren und die Pilze benutzen
  104. Glykolyse Atmung Gährung zetratzyklus das also zum zum Stoffwechsel bringe ich mal
  105. hier kurz einen Link was typisch ist ich gehe da jetzt nicht so im Detail drauf ein physiologisch gehe ich vielleicht
  106. irgendwann mal ma ich irgendwann mal Videos allgemein über Mikroorganismen Physiologie wichtig in der Ernährung ist
  107. dass der Organismus sich Chemo organo hetero und osmotrop ernährt trop heißt Ernährung wenn man so will
  108. heterotroph heißt die kohlenstofffixierung passiert über organische Substanzen also nicht wie
  109. pflanzenpflanzen fixieren ihren Kohlenstoff in der Regel über CO2 aus der Luft und das machen Pilze eben nicht
  110. sie erähen sich heterotrop und nicht wie bei Pflanzen autotrop chemoorganotrop heißt auch dass sie ihre
  111. Energie aus diesem aus organischen ähm Substanzen gewinnen es gibt beispielsweise auch
  112. Bakterien die gewinnen ihre Energie aus anorganischen also aus anorganischen Substanzen wie verschiedenen Gesteinen
  113. die würden dann chemolitotrop heißen und dann das Gegenteil zu Chemo
  114. wäre Foto beispielsweise was ein interessante eine interessante Vokabel ist ist dieses
  115. osmotrop hier einmal kurz denkt wir mal kurz an unsere hüfe was hat es mit diesem osmotrop auf
  116. sich zuerst ein mal kurz noch mal Osmose erklärt Osmose ist wir bringen Substanz eine Substanz von
  117. Ort A zu Ort B über eine semipermeable Membran soweit so gut Diffusion und Osmose sollte jeder kennen wenn nicht
  118. sind hier noch einmal Links dazu der Pilz hat ja eine total feste Zellwand das heißt im Gegensatz zu einer
  119. Amöbe nehmen wir mal hier so eine Amöbe kann der Pilz nicht wie diese Amöbe hier die Nahrung
  120. umschließen und dann im Inneren verdauen und der hat ja auch keinen Mund oder kein Organ das heißt irgendwie muss er
  121. seine Nahrung die ich mal hier so andeute in seine Zelle hineinbringen um sie dort weiter zu verarbeiten das heißt
  122. der Pilz muss seine Nahrung außerhalb seiner hüfe verdauen und dazu muss er Enzyme
  123. sekretieren damit dann die damit dann die Nahrung in kleine Bestandteile zerlegt wird und diese wird
  124. dann wieder vom Pilz aufgenommen und das ganze passiert eben osmotrop das ist im übrigen auch der Grund oder
  125. wahrscheinlich einer der Gründe warum Pilze schwer abbaubare Stoffe in der Natur abbauen können weil diese einfach
  126. einen ganz eine ganze Mixtur an abbauenzymen nach außen sekretieren die eventuell auch gar nicht für diese
  127. sogenannten xenobiotika gedacht waren sondern sie sekretieren die
  128. einfach und diese bauen gleichzeitig diese anderen Substanzen mit ab das wäre das osmotrop abbauende Enzyme nennt man
  129. oft Asen zum Schluss und Lipasen beispielsweise fett abbauen Proteas Protein abbauen sacharasen sacharide
  130. abbauen oder polysacharide abbauen und prinzipiell kann man dann den abzubauenden Stoff nehmen und einfach
  131. ASE dran hängen damit ist man oft richtig beispielsweise bei zellulase zellulasen baut eben Zellulose
  132. ab so viel kurz zur Ernährung eine kleine phylogenetische Betrachtung noch phylogenie ist jetzt ganz grob sowas wie
  133. artbetrachtung oder Kategorisierung und Einteilung ich weiß nicht ob diese ob diese Definition jetzt komplett richtig
  134. ist ich gebe mal hier einen Link dazu wir haben vier große reiche auf die ich dann später im einzelnen noch eingehen
  135. werde die hitridiumikota die zygomikota und die askomykota und die basidiomkota es gibt noch eine weitere
  136. Gruppe wo sich die Experten streiten ob sie zu den zygomyikota gehört das sind die glomeromykota wenn ich die
  137. zygomikota betrachte dann werde ich auch einmal kurz auf die glomero mykota eingehen alles andere was es sonst noch
  138. gibt wie beispielsweise sogenannte o mykota das sind streng genommen keine Pilze der Definition nach da werde ich
  139. dann aber auch im einzelnen noch drauf eingehen wenn ihr wenn euch das ganze hier interessiert dann könnt ihr gerne
  140. meinen Kanal abonnieren bzw dann die entsprechende Playlist euch angucken ich werde noch einige weitere Videos zur
  141. Mikrobiologie hier hochladen um einen kleinen Crashkurs zu absolvieren wenn ich irgendwelche
  142. Fehler gemacht haben sollte bitte nicht warten sondern gleich in die Kommentare reinschreiben oder eben mir eine E-Mail
  143. schreiben denn ich möchte hier ungern Fehler stehen lassen bzw ich bin eben auch ein Mensch ich weiß dass ich eben
  144. auch Fehler mache

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