01 Crashkurs Mikrobiologie - Pilze (Mycota) allgemein derfloetz https://www.youtube.com/watch?v=jcez1c4jitk Transkript (automatisch erstellt) 0:01 okay lass uns einmal über Pilze ganz allgemein sprechen was sind eigentlich Pilze und jetzt vergesst bitte einmal 0:07 kurz das was ihr unter Pilz versteht nämlich den normalen Champignon der heißt auf schlau Agaricus bisporus das 0:14 ist zwar auch ein Pilz und es gibt do eine große Klasse oder ein ein großes Reich der Pilze welche diese hutpilze 0:22 tatsächlich bilden aber die meisten Pilze sind eher mikroskopisch und bilden eben nicht 0:28 diese Hut alle Pilze oder die meisten Pilze haben eine Gemeinsamkeit das ist die 0:34 sogenannte hüfe was ist so eine hüfe eine hüfe ist ein schlauchförmiges 0:44 Gebilde was eindimensional wächst das heißt das wächst in dieser Richtung es wächst die 0:51 Spitze die Spitze wächst eben nach vorne bei so einer hüfe das ist eine mikroskopische Struktur und bei dieser 0:58 hüfe werden bei einigen Pilz im Nachhinein dann sogenannte Septen eingezogen das gilt nicht für alle Pilze 1:06 aber für viele Pilze gilt dies das heißt wir haben einen Unterschied zur normalen Zelle und Z zur 1:14 normalen Zellteilung wenn wir jetzt eine eine normale beispielsweise Pflanzenzelle denken diese teilt sich in 1:19 der Mitte und danach haben wir zwei Zellen die hier so aneinander sind das ist schon mal ein 1:28 großer Unterschied wie so eine Struktur sich bildet und wie gesagt sie wachsen nur eindimensional aus seiner hüfe kann 1:35 hier zur Seite theoretisch noch mal so eine hüfe rauswachsen aber es ist keine Zellteilung nächste wichtige Vokabel das 1:44 ist das Myzel das ist die Gesamtheit aller hüfen das heißt ich gucke auf meine Petrischale drauf oder auf meinen 1:51 Waldboden und dass die hüfen die ich dort finde die zu einem Organismus gehören oder zu zwei sichpen Organismen 1:58 die dann miteinander verschmelzen da kommen wir später noch dazu das nenne ich 2:02 Myzel schauen wir un so eine hüfe einmal etwas genauer an eine hüfe besteht aus einer Zellwand einer Zellmembran und dem 2:11 Zytoplasma wie be das ist jetzt nichts so besonderes diese einfachen Strukturen die finden wir ja beispielsweise bei 2:18 Pflanzenzellen auch gucken wir mal ein zu ein paar Unterschieden zu den Pflanzenzellen auch hier besteht die 2:24 Zellwand zu einem großen Teil aus polysachariden bei Pflanzenzellen polysacharid woraus es oft besteht oder 2:31 woraus Pflanzenzellen meist bestehen ist die Zellulose die haben wir nicht wir haben hier an polysachariden mannane 2:38 glucoronsäuren glucane und so weiter ein weiteres polysacharid was sehr sehr Typ oder was das typische ist am Pilz das 2:47 ist das Chitin und das Chitin heißt auf schlau Poly Beta 14N 2:54 acetylglucosamin das hat einen Grund warum es diesen Namen hat und wenn man diese Struktur sich ang guckt kann man 3:00 das auch gut ableiten diesen Namen da gebe ich einmal den Link hier in der Beschreibung und das könnt ihr euch 3:06 gerne mal auf Wikipedia oder ähnliches ansehen und daran ein bisschen organisch chemische Strukturformel lernen warum 3:13 das ganze Ding so heißt weitere Vokabel womit Weise ich so ein ch nach ich nehme eine Substanz die nennt sich 3:22 kalkoflur und gehe damit unter ein Fluoreszenz Mikroskop also ein fluoreszenzlichtmikroskop und dann kann 3:29 ich eben die Anfärbung von dem Chitin sehen so viel zur Zellwand gucken wir uns die Zellmembran an auch hier 3:40 Gemeinsamkeiten mit prinzipiell fast allen anderen Lebewesen das ist die lipidoppelschicht das sind Proteine und 3:46 noch weitere Bestandteile die habe ich jetzt nicht mit hier aufgeführt könnt ihr euch gerne einmal ansehen ich glaube 3:54 hier stelle ich auch mal einen Link rein zu einer normalen Biomembran was jetzt hier das Besondere an Pilzen ist das ist 4:00 das Ergosterin oder Ergosterin dieses Wort Sterin das kennen 4:05 wir von irgendwoher auch aus den normalen Medien nämlich vom Cholesterin ja das Ergosterin gehört zur 4:13 Gruppe der Sterole und es hat dieselbe Funktion wie das Cholesterin Cholesterin kommt nicht 4:20 in Pilzen vor Cholesterin kommt in tierischen Zellen vor auch nicht im pflanzlichen das heißt wir haben mir 4:27 gleich zwei neue Sachen gelernt Cholesterin kommt in tierischen Substanzen vor ergysterin in Pilz Form 4:33 und das hat die Funktion eben der Stabilität und der Durchlässigkeit also die Regulation der Stabilität und 4:40 Durchlässigkeit der Biomembran dadurch dass das eine pilzspzifische Substanz ist kann ich 4:47 eine Probe nehmen Messe den ergosteringehalt und kann darauf auf die Menge des vorhandenen Pilzes also kann 4:54 dadurch die Menge des vorhandenen Pilzes messen und das auch eine in der Ökologie hier eine interessante Fragestellung die 5:01 damit beantwortet wird dann schauen wir uns einmal das Zytoplasma an Pilze sind eukaryioten das 5:09 heißt wir haben Zellkerne wir haben aber auch alle anderen wichtigen Bestandteile wie beispielsweise golgia Apparat 5:16 endoplasmatische Retikulum Ribosom Mitochondrien keine Chloroplasten wie sie bei den Pflanzen 5:24 vorkommen aber wie gesagt guckt euch mal eine ganz normale eukaryotische Zelle an dieselben 5:30 Bestandteile finden wir prinzipiell in den Pilzen auch was an dem Zellkern also was an der was noch besonders ist das 5:37 sind die vielen haploiden Zellkerne das ist typisch nicht unbedingt alle Pilze haben viele haploide Zellkerne aber die 5:46 meisten Pilze haben dies was haploid und diploid ist das könnt ihr hier nachschauen dass wir viele Pilze in 5:56 Entschuldigung viele Zellkerne in so einer hüfe drin haben das hat auch eine Konsequenz wir haben hier ganz viele 6:04 Zellkerne in einer so einer hüfe wenn wir jetzt kurz mal zum Vergleich nehmen wir jetzt mal unsere 6:11 Pflanzenzelle diese hat einen Zellkern dann gehen wir mal kurz in die Mitose hinein 6:19 mitthose sollte auch jeder vom Prinzip her kennen weil der Mitose da kondensieren die Chromosomen und wandern 6:26 dann zu den zellpolen in unserem Fall hier nach links und nach rechts an entlang des 6:34 spindelapparates der sich in der Zelle ausbildet und daher wissen die Chromosomen prinzipiell wo Sie hin 6:42 müssen nämlich zu den zellpolen und dann teilt sich die gesamte Zelle wenn wir jetzt an unsere hüfe hier 6:49 denken mit so einem Zellkern hier innen drin der kann ja nicht in irgendwelche zellpole hinein zumal es ist noch nicht 6:57 einmal gegeben es gibt do viele Pilze die haben keine Septen das heißt zellpole haben wir nicht und diese Kerne 7:03 müssen sich trotzdem irgendwie irgendwie vermehren und das ganze geht eben nicht über eine normale Mitose das ganze Ding 7:12 nennt man dann Moment das nennt man endomitose viele Zellkerne viele Zellkerne in einer Zelle 7:28 können unterschiedlich benannt werden wir haben einmal hier den Begriff der jetzt auf 7:34 die Pilze zutrifft das ist die sogenannte zenozyte viele Zellkerne in einer Zelle und die zenozyte ist die 7:42 Variante dass die Zellkerne sich innerhalb einer Zelle vermehren und dadurch haben wir mehr Zellkerne pro 7:49 Zelle es gibt auch eine andere Vokabel die schreibe ich hier mal kurz mit auf die kommt auch in diversen Organismen 7:56 vor ich denke auch beispielsweise bei uns in unseren menschlichen Muskelzellen das ist das syn 8:05 syzium und das synzyzium ist das Gegenteil wir haben viele einkernige Zellen wo sich dann im wo sich dann die 8:15 Zellmembran und das die zellwende wenn vorhanden auflösen und dann eben die mehrkernigkeit 8:23 entsteht so viel dann dazu dann kommen wir zu einem weiteren Thema 8:33 das Thema habe ich unter Ökologie zusammengefasst jetzt Ökologen würden jetzt sagen na das passt jetzt von der 8:40 Definition her nicht das für mich ist das jetzt eine etwas globalere Ansicht ob das jetzt der einer vernünftigen 8:46 Definition entspricht oder nicht ich bitte da um Nachsicht Moment ich ma das noch mal 8:53 kurz zu sonst verwirrt das mit unter ich habe jetzt zwei verschiedene Punkte dort mir raus gegriffen einmal die Bedeutung 9:00 für den Menschen von Pilzen ganz grob wir haben eine biotechnologische Bedeutung wir haben die Bedeutung 9:08 Lebenskreislauf vor allem als Destruenten und wir haben pathogene in der 9:15 Biotechnologie habe ich nur zwei kleine Beispiele einmal die carotinoidherstellung und die 9:21 Alkoholherstellung die Alkoholherstellung passiert durch einen wichtigen Pilz das ist Sachar 9:36 yzesere zevisi e W Gattungsnamen mit Artnamen also Gattungsnamen werden kursiv 9:47 geschrieben sacharo myzis cevise ein Hefepilz dieser wächst beispielsweise nicht in einer typischen hüfeform da 9:56 kommen wir aber später noch dazu das ist der Pilz der uns mit dem Alkohol herstellt mit der also der uns das Bier 10:07 cerevisia wer noch Asterix Comics kennt der weiß das dass S dort lauwarme cerevisia glaube ich war das getrunken 10:15 haben das ist der Pilz der für die Alkoholherstellung hergestellt wird es gibt auch noch Vitamine und und und 10:21 sucht euch da mal ein paar Beispiele raus biotechnologische Anwendung von Pilzen sind 10:27 manikfaltig die ökologische Bedeutung zwei Beispiele wir haben einmal als Destruenten den lninabbau 10:35 guckt euch mal die Struktur vom lnin an wer ein bisschen was von organischer Chemie versteht der sieht sofort wenn er 10:42 sich die Struktur anguckt dass dieses Lignin unglaublich schwierig abzubauen ist das macht der Pilz aber der Pilz 10:50 kann Lignin abbauen und er kann auch weitere schwierig abzubauen Substanzen abbauen auch sogenannte xenobiotika das 10:58 heißt Substanzen die normalerweise so nicht in der Natur vorkommen beispielsweise 11:03 phenolplaste unser Trabi Pestizide wie DDT und und und das macht der Pilz aus einem bestimmten Grund da komme 11:12 ich auch noch dazu jedenfalls kann das der Pilz ohne die Pilze hätten wir wahrscheinlich draußen wenn man nach 11:19 draußen gucken unglaublich viele Baumleichen herumliegen weil die nicht komplett abgebaut werden würden im 11:25 übrigen das was es in den normalen Medien heißt dass Plastik nicht abgebaut werden kann und dass wir irgendwann hier 11:32 in auf der Welt in Plastik ertrinken werden das ist wissenschaftlich gesehen falsch 11:39 Plastik kann abgebaut werden wird durch Pilze gerne abgebaut allerdings dauert es eben seine Zeit das Heß ich will 11:45 jetzt nicht sagen dass Plastik oder so grundsätzlich gut ist aber es ist falsch zu sagen dass es nicht abgebaut werden 11:53 kann gucken wir uns einmal auch noch zwei pathogene an einmal Candida aldikans candida albikans ist ein sehr 12:00 gut erforschter Erreger guckt euch auch mal dazu ein paar ekelhafte Bilder in Wikipedia an für diejenigen die so ein 12:08 bisschen morbider sind und eher in so in die medizinische Mikrobiologie gehen schönes Beispiel und auch ein sehr sehr 12:14 gut erforschter Organismus über den man sehr sehr viel erfahren kann auch aus genetischer in genetischer Hinsicht und 12:21 und und ein weiteres Beispiel um zu zeigen dass wenn ich über pathogene spreche nicht nur über ekelhafte 12:29 menschenpathogene spreche sondern eben auch über pflanzenpathogene dort gibt es auch unglaublich interessante Ansätze 12:35 und hier ein kleines Beispiel könnt ihr auch mal dann irgendwo Wikipedia oder google mal nachsehen okay dann lass einm 12:43 kurz über Ernährung sprechen Ernährung von Pilzen hier ist nicht jetzt wieder der Champignon in der Pfanne gemeint 12:50 nein ich möchte wissen wie sich eigentlich die Pilze ernähren und die Pilze benutzen 12:56 Glykolyse Atmung Gährung zetratzyklus das also zum zum Stoffwechsel bringe ich mal 13:04 hier kurz einen Link was typisch ist ich gehe da jetzt nicht so im Detail drauf ein physiologisch gehe ich vielleicht 13:10 irgendwann mal ma ich irgendwann mal Videos allgemein über Mikroorganismen Physiologie wichtig in der Ernährung ist 13:18 dass der Organismus sich Chemo organo hetero und osmotrop ernährt trop heißt Ernährung wenn man so will 13:29 heterotroph heißt die kohlenstofffixierung passiert über organische Substanzen also nicht wie 13:36 pflanzenpflanzen fixieren ihren Kohlenstoff in der Regel über CO2 aus der Luft und das machen Pilze eben nicht 13:45 sie erähen sich heterotrop und nicht wie bei Pflanzen autotrop chemoorganotrop heißt auch dass sie ihre 13:52 Energie aus diesem aus organischen ähm Substanzen gewinnen es gibt beispielsweise auch 14:03 Bakterien die gewinnen ihre Energie aus anorganischen also aus anorganischen Substanzen wie verschiedenen Gesteinen 14:11 die würden dann chemolitotrop heißen und dann das Gegenteil zu Chemo 14:17 wäre Foto beispielsweise was ein interessante eine interessante Vokabel ist ist dieses 14:26 osmotrop hier einmal kurz denkt wir mal kurz an unsere hüfe was hat es mit diesem osmotrop auf 14:33 sich zuerst ein mal kurz noch mal Osmose erklärt Osmose ist wir bringen Substanz eine Substanz von 14:41 Ort A zu Ort B über eine semipermeable Membran soweit so gut Diffusion und Osmose sollte jeder kennen wenn nicht 14:52 sind hier noch einmal Links dazu der Pilz hat ja eine total feste Zellwand das heißt im Gegensatz zu einer 15:01 Amöbe nehmen wir mal hier so eine Amöbe kann der Pilz nicht wie diese Amöbe hier die Nahrung 15:09 umschließen und dann im Inneren verdauen und der hat ja auch keinen Mund oder kein Organ das heißt irgendwie muss er 15:16 seine Nahrung die ich mal hier so andeute in seine Zelle hineinbringen um sie dort weiter zu verarbeiten das heißt 15:26 der Pilz muss seine Nahrung außerhalb seiner hüfe verdauen und dazu muss er Enzyme 15:36 sekretieren damit dann die damit dann die Nahrung in kleine Bestandteile zerlegt wird und diese wird 15:45 dann wieder vom Pilz aufgenommen und das ganze passiert eben osmotrop das ist im übrigen auch der Grund oder 15:53 wahrscheinlich einer der Gründe warum Pilze schwer abbaubare Stoffe in der Natur abbauen können weil diese einfach 16:01 einen ganz eine ganze Mixtur an abbauenzymen nach außen sekretieren die eventuell auch gar nicht für diese 16:08 sogenannten xenobiotika gedacht waren sondern sie sekretieren die 16:14 einfach und diese bauen gleichzeitig diese anderen Substanzen mit ab das wäre das osmotrop abbauende Enzyme nennt man 16:23 oft Asen zum Schluss und Lipasen beispielsweise fett abbauen Proteas Protein abbauen sacharasen sacharide 16:32 abbauen oder polysacharide abbauen und prinzipiell kann man dann den abzubauenden Stoff nehmen und einfach 16:38 ASE dran hängen damit ist man oft richtig beispielsweise bei zellulase zellulasen baut eben Zellulose 16:46 ab so viel kurz zur Ernährung eine kleine phylogenetische Betrachtung noch phylogenie ist jetzt ganz grob sowas wie 16:57 artbetrachtung oder Kategorisierung und Einteilung ich weiß nicht ob diese ob diese Definition jetzt komplett richtig 17:03 ist ich gebe mal hier einen Link dazu wir haben vier große reiche auf die ich dann später im einzelnen noch eingehen 17:11 werde die hitridiumikota die zygomikota und die askomykota und die basidiomkota es gibt noch eine weitere 17:19 Gruppe wo sich die Experten streiten ob sie zu den zygomyikota gehört das sind die glomeromykota wenn ich die 17:26 zygomikota betrachte dann werde ich auch einmal kurz auf die glomero mykota eingehen alles andere was es sonst noch 17:34 gibt wie beispielsweise sogenannte o mykota das sind streng genommen keine Pilze der Definition nach da werde ich 17:42 dann aber auch im einzelnen noch drauf eingehen wenn ihr wenn euch das ganze hier interessiert dann könnt ihr gerne 17:48 meinen Kanal abonnieren bzw dann die entsprechende Playlist euch angucken ich werde noch einige weitere Videos zur 17:56 Mikrobiologie hier hochladen um einen kleinen Crashkurs zu absolvieren wenn ich irgendwelche 18:03 Fehler gemacht haben sollte bitte nicht warten sondern gleich in die Kommentare reinschreiben oder eben mir eine E-Mail 18:10 schreiben denn ich möchte hier ungern Fehler stehen lassen bzw ich bin eben auch ein Mensch ich weiß dass ich eben 18:18 auch Fehler mache