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Nachhaltigkeit und Klimawandel - Teil 2 Mai-Magazin 2016

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  1. weniger ist mehr wird ihnen präsentiert von der psd bank karlsruhe neustadt eb hallo und willkommen zum hochschule pforzheim magazin das vergangene mal
  2. wollten wir es genau wissen was wird in dem studiengang ressourceneffizienz mensch mensch eigentlich alles gelehrt mit welchen inhalten befassen sich die
  3. studentinnen und studenten neben den technischen und betriebswirtschaftlichen grundlagen spielen der umweltschutz und die nachhaltigkeit eine große rolle
  4. professor mario schmidt vom institut für industrial ecology hat er exklusiv für uns eine kleine vorlesung gehalten und einiges über nachhaltigkeit erklärt
  5. beispielsweise welche eine herausforderung es ist die ziele der weltweiten klimapolitik zu erfüllen das berühmte zwei grad ziehen wonach die
  6. temperatur weltweit nicht mehr als zwei grad steigen darf diesen globalen blick setzt er heute fort wieder bei uns im studio
  7. im ersten teil dieser sendung hatten wir uns mit nachhaltigkeit und mit dem klimaschutz befasst das schwierige an der nachhaltigkeit ist
  8. das zusammenspiel von umwelt wirtschaft und soziales am beispiel der treibhausgasemissionen haben wir gesehen dass sie von der bevölkerungszahl und
  9. den pro-kopf-emissionen abhängen wir gehen heute aber noch einen schritt weiter und arbeiten die bedeutung des einkommensniveaus heraus diesmal
  10. berechnen wir die weltweiten treibhausgas aus drei faktoren weltweit werden pro jahr mehr als 44 milliarden tonnen treibhausgase
  11. freigesetzt sie ergeben sich aus der multiplikation der bevölkerungszahl mit den emissionen die pro dollar güterproduktion
  12. verursacht werden und dem durchschnittlichen einkommen pro kopf die bevölkerungszahl kennen wir bereits etwas mehr als sieben milliarden
  13. menschen weltweit tendenz steigend pro dollar rechnet man mit etwa 0 6 kilogramm treibhausgasemissionen bei heutiger produktionstechnologie das
  14. durchschnittliche einkommen weltweit beträgt großen ordnungsmäßigkeit 1000 dollar pro person und jahr das sind werte aus dem sogenannten
  15. brutto welt produkt diese darstellung ist interessant weil wir hier die drei entscheidenden einflussfaktoren sehen mit denen die emissionen verringert
  16. werden könnten durch eine geringere bevölkerungszahl durch eine bessere technische effizienz mit der wir unsere produkte und güter herstellen oder durch
  17. einen geringeren pro-kopf-konsum in dem also weniger einkommen zur verfügung steht in der politischen
  18. nachhaltigkeitsdiskussion tauchen diese punkte immer wieder als mögliche lösungsstrategien auf zuerst zu nennen wäre die bevölkerungspolitik in meinem
  19. eigenen geburts jahr lebten nur drei milliarden menschen auf der erde heute sind es mehr als doppelt so viele im jahr 2050 mehr als dreimal so viele
  20. fast zehn milliarden menschen trotzdem kann man es als erfolg vermelden dass die wachstumsrate seit 1960 halbiert wurde
  21. aber erinnern wir uns das wurde teilweise mit so radikalen maßnahmen wieder ein kind von die in china erreicht ein wichtiger
  22. punkt ist die technische effizienz wieviel umweltbelastungen verursacht die produktion von gütern im wert von einem dollar wieder im durchschnitt in unserem
  23. fall geht es also um die treibhausgasemissionen durch effizientere technologien oder durch energiesparende maßnahmen können wir
  24. diesen wert strücken zum beispiel brauchte man 1910 für die produktion von rohstahl fast dreimal so viel energie wie heute und dementsprechend mehr
  25. emissionen hatte man durch moderne technologien könnte man das deutlich verbessern heute ist der wert allerdings technisch
  26. ausgereizt eine weitere verringerung der emissionen durch rohstahl erreicht man nur wenn man beispielsweise mehr recycling betreibt diese technischen
  27. verbesserungspotenziale kennen wir in vielen bereichen denken sie an den kraftstoffverbrauch bei pkws oder an den stromverbrauch von kühlschränken oder
  28. waschmaschinen wenden wir uns nun einen weiteren punkt zu oft wird das maßhalten gefordert der bewusste und sparsame umgang mit konsum
  29. oder mit dem materiellen nutzen das fachwort heißt hier suffizienz es geht also nicht um das sparsamere auto sondern darum weniger kilometer
  30. zurückzulegen es geht nicht um die wärmegedämmte wohnung oder um die energiesparende geräte sondern wie viel quadratmeter ich
  31. bewohner und ob ich diese geräte überhaupt nutzer oder besitzen muss also geht es hier um das wie viel wie viel konsumieren wie viel nutzen nehme ich in
  32. anspruch oder nebelig genügsam in unserem diagramm können wir dass da einfach durch das einkommensniveau abbilden
  33. hätte ich weniger einkommen zur verfügung könnte ich mir weniger materielle güter leisten schauen wir uns nun das einkommen
  34. genauer an wir haben bisher nur mit globalen durchschnittswerten gerechnet wir wissen aber das ist hier große unterschiede
  35. gibt schon allein bei uns in deutschland aber erst recht natürlich weltweit verglichen mit anderen regionen dieser welt leben wir weit über unsere verhält
  36. hier in diesem diagramm sehen wir eine verteilung der pro kopf einkommen nach weltregion wieder sind links die reichen länder mit hohen werten zu sehen
  37. australien nordamerika europa deutschland liegt bei dem vier bis fünffachen wert des welt durchschnitts deutschland bei über 40.000 dollar pro
  38. person und jahr rechts dagegen die armen weltregionen mit werten weit oder dem durchschnittswert von 10.000 dollar
  39. würden alle menschen auf der erde gleich viel einkommen haben dann wählen wir etwa bei diesen 10.000 euro pro kopf und jahr
  40. stellen sie sich das einmal vor für viele arme regionen wäre das ein segen sie könnten ihr einkommen deutlich erhöhen für viele bliebe es dagegen
  41. gleich zum beispiel für länder wie in brasilien vor allem aber müssten wir aus den reichen region sehr viel abgeben und zum
  42. vergleich in den usa liegt die armutsgrenze derzeit bei etwa 12.000 dollar pro jahr und person bei uns in deutschland sogar noch etwas höher
  43. das heißt wir müssten uns mit einem materiellen verdienst zufriedengeben der sogar unter unserer selbst definierten armutsgrenze liegt
  44. ob das erstrebenswert ist oder nicht aus moralischen gründen geboten erscheint oder nicht ist dabei zweitrangig es wird vermutlich politisch nicht
  45. durchsetzungsfähig sein das ist das problem für eine solche politik des radikalen verzicht gebe es keine unterstützung in der bevölkerung
  46. suchen wir also nach einem anderen weg der umverteilung bei dem folgendes szenario heben wir aus gerechtigkeitsgründen die armen ländern
  47. mindestens über die armutsgrenze in den usa an die reichen länder müssen nicht auf die armutsgrenze abfallen sondern ihren reichtum nur halbieren
  48. auch das ist eigentlich utopisch aber was wäre das ergebnis in diesem fall das welt einkommen müsste um circa 30 prozent steigen
  49. das durchschnittseinkommen pro kopf und jahr läge dann bei circa 13.000 euro in einer sozial gerechteren welt die aber mehr ressourcen als heute beansprucht
  50. mehr energie benötigt mehr emissionen als heute wir haben jetzt also zwei eckpunkte definiert aus der ökologischen sicht
  51. halbierung der treibhausgasemissionen bis 2050 und aus der sozialen sicht anheben des welt einkommens auf mindestens 13.000 euro pro kopf und jahr
  52. und das bei gleichzeitigem anstieg der bevölkerung auf nämlich 97 milliarden menschen wir haben es hier eigentlich mit der
  53. quadratur des kreises zu tun der einzige freiheitsgrad der uns hier noch bleibt sind die emissionen pro dollar güterproduktion das ist im grunde
  54. genommen die technische effizienz wie wir produzieren wir müssen den gleichen nutzen mit deutlich weniger treibhausgas emissionen produzieren
  55. hier müssten wir bis 2050 einen wert von 0,17 kilogramm pro dollar erreichen das ist ein faktor vier weniger als derzeit das heißt bis zum jahr 2050
  56. bräuchten wir in der wirtschaft eine effizienzsteigerung in der güterproduktion um das vierfache und zwar weltweit also nicht nur in
  57. hochtechnisierten ländern wie deutschland japan oder den usa sie sehen an diesem beispiel wie umwelt mit den sozialen anforderungen und den
  58. wirtschaften plötzlich zusammenhängt wenn wir unsere ökologischen lebensgrundlagen global sichern wollen dann hätte das auswirkungen auf den
  59. sozialen bereich wenn wir hier aus gerechtigkeitsgründen ebenfalls höhere anforderungen stellen dann sind die technischen
  60. herausforderungen enorm und der adressat ist die wirtschaft und die industrieproduktion eine effizienzsteigerung um einen faktor 4
  61. ist nicht trivial ist enorm sie wird euch kontinuierliche verbesserung nicht zu erreichen sein es sind besondere anstrengungen
  62. erforderlich und eine große rolle spielen hierbei meter strategien wie die energiewende oder die kreislaufwirtschaft
  63. sie stellen innerhalb der technischen strategien effizienz sprünge da also nicht nur kleine veränderungen sondern der übergang zu anderen technischen
  64. konzepten mit denen deutlich weniger treibhausgas emissionen freigesetzt werden können mit diesen lösungen versucht man
  65. momentan aus dem klammergriff von ökologischen und sozialen ansprüchen zu kommen sie sind ambitioniert und sie sind auch
  66. teuer aber es stellt sich die frage wer in der welt soll diese herausforderungen angehen wenn nicht wir und zugleich ist es auch eine wirtschaftliche chance für
  67. die zukunft wenn wir in deutschland und in europa lösungen für ein globales problem zu bieten haben das war es schon für dieses mal vom hochschule pforzheim
  68. magazin ich freue mich wenn sie das nächste mal wieder einschalten bis dahin machen sie es gut
  69. weniger ist mehr wird ihnen präsentiert von der psd bank karlsruhe neustadt eg

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