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Nachhaltigkeit und Klimawandel - Teil 2 Mai-Magazin 2016
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 69 Zeilen
- weniger ist mehr wird ihnen präsentiert von der psd bank karlsruhe neustadt eb hallo und willkommen zum hochschule pforzheim magazin das vergangene mal
- wollten wir es genau wissen was wird in dem studiengang ressourceneffizienz mensch mensch eigentlich alles gelehrt mit welchen inhalten befassen sich die
- studentinnen und studenten neben den technischen und betriebswirtschaftlichen grundlagen spielen der umweltschutz und die nachhaltigkeit eine große rolle
- professor mario schmidt vom institut für industrial ecology hat er exklusiv für uns eine kleine vorlesung gehalten und einiges über nachhaltigkeit erklärt
- beispielsweise welche eine herausforderung es ist die ziele der weltweiten klimapolitik zu erfüllen das berühmte zwei grad ziehen wonach die
- temperatur weltweit nicht mehr als zwei grad steigen darf diesen globalen blick setzt er heute fort wieder bei uns im studio
- im ersten teil dieser sendung hatten wir uns mit nachhaltigkeit und mit dem klimaschutz befasst das schwierige an der nachhaltigkeit ist
- das zusammenspiel von umwelt wirtschaft und soziales am beispiel der treibhausgasemissionen haben wir gesehen dass sie von der bevölkerungszahl und
- den pro-kopf-emissionen abhängen wir gehen heute aber noch einen schritt weiter und arbeiten die bedeutung des einkommensniveaus heraus diesmal
- berechnen wir die weltweiten treibhausgas aus drei faktoren weltweit werden pro jahr mehr als 44 milliarden tonnen treibhausgase
- freigesetzt sie ergeben sich aus der multiplikation der bevölkerungszahl mit den emissionen die pro dollar güterproduktion
- verursacht werden und dem durchschnittlichen einkommen pro kopf die bevölkerungszahl kennen wir bereits etwas mehr als sieben milliarden
- menschen weltweit tendenz steigend pro dollar rechnet man mit etwa 0 6 kilogramm treibhausgasemissionen bei heutiger produktionstechnologie das
- durchschnittliche einkommen weltweit beträgt großen ordnungsmäßigkeit 1000 dollar pro person und jahr das sind werte aus dem sogenannten
- brutto welt produkt diese darstellung ist interessant weil wir hier die drei entscheidenden einflussfaktoren sehen mit denen die emissionen verringert
- werden könnten durch eine geringere bevölkerungszahl durch eine bessere technische effizienz mit der wir unsere produkte und güter herstellen oder durch
- einen geringeren pro-kopf-konsum in dem also weniger einkommen zur verfügung steht in der politischen
- nachhaltigkeitsdiskussion tauchen diese punkte immer wieder als mögliche lösungsstrategien auf zuerst zu nennen wäre die bevölkerungspolitik in meinem
- eigenen geburts jahr lebten nur drei milliarden menschen auf der erde heute sind es mehr als doppelt so viele im jahr 2050 mehr als dreimal so viele
- fast zehn milliarden menschen trotzdem kann man es als erfolg vermelden dass die wachstumsrate seit 1960 halbiert wurde
- aber erinnern wir uns das wurde teilweise mit so radikalen maßnahmen wieder ein kind von die in china erreicht ein wichtiger
- punkt ist die technische effizienz wieviel umweltbelastungen verursacht die produktion von gütern im wert von einem dollar wieder im durchschnitt in unserem
- fall geht es also um die treibhausgasemissionen durch effizientere technologien oder durch energiesparende maßnahmen können wir
- diesen wert strücken zum beispiel brauchte man 1910 für die produktion von rohstahl fast dreimal so viel energie wie heute und dementsprechend mehr
- emissionen hatte man durch moderne technologien könnte man das deutlich verbessern heute ist der wert allerdings technisch
- ausgereizt eine weitere verringerung der emissionen durch rohstahl erreicht man nur wenn man beispielsweise mehr recycling betreibt diese technischen
- verbesserungspotenziale kennen wir in vielen bereichen denken sie an den kraftstoffverbrauch bei pkws oder an den stromverbrauch von kühlschränken oder
- waschmaschinen wenden wir uns nun einen weiteren punkt zu oft wird das maßhalten gefordert der bewusste und sparsame umgang mit konsum
- oder mit dem materiellen nutzen das fachwort heißt hier suffizienz es geht also nicht um das sparsamere auto sondern darum weniger kilometer
- zurückzulegen es geht nicht um die wärmegedämmte wohnung oder um die energiesparende geräte sondern wie viel quadratmeter ich
- bewohner und ob ich diese geräte überhaupt nutzer oder besitzen muss also geht es hier um das wie viel wie viel konsumieren wie viel nutzen nehme ich in
- anspruch oder nebelig genügsam in unserem diagramm können wir dass da einfach durch das einkommensniveau abbilden
- hätte ich weniger einkommen zur verfügung könnte ich mir weniger materielle güter leisten schauen wir uns nun das einkommen
- genauer an wir haben bisher nur mit globalen durchschnittswerten gerechnet wir wissen aber das ist hier große unterschiede
- gibt schon allein bei uns in deutschland aber erst recht natürlich weltweit verglichen mit anderen regionen dieser welt leben wir weit über unsere verhält
- hier in diesem diagramm sehen wir eine verteilung der pro kopf einkommen nach weltregion wieder sind links die reichen länder mit hohen werten zu sehen
- australien nordamerika europa deutschland liegt bei dem vier bis fünffachen wert des welt durchschnitts deutschland bei über 40.000 dollar pro
- person und jahr rechts dagegen die armen weltregionen mit werten weit oder dem durchschnittswert von 10.000 dollar
- würden alle menschen auf der erde gleich viel einkommen haben dann wählen wir etwa bei diesen 10.000 euro pro kopf und jahr
- stellen sie sich das einmal vor für viele arme regionen wäre das ein segen sie könnten ihr einkommen deutlich erhöhen für viele bliebe es dagegen
- gleich zum beispiel für länder wie in brasilien vor allem aber müssten wir aus den reichen region sehr viel abgeben und zum
- vergleich in den usa liegt die armutsgrenze derzeit bei etwa 12.000 dollar pro jahr und person bei uns in deutschland sogar noch etwas höher
- das heißt wir müssten uns mit einem materiellen verdienst zufriedengeben der sogar unter unserer selbst definierten armutsgrenze liegt
- ob das erstrebenswert ist oder nicht aus moralischen gründen geboten erscheint oder nicht ist dabei zweitrangig es wird vermutlich politisch nicht
- durchsetzungsfähig sein das ist das problem für eine solche politik des radikalen verzicht gebe es keine unterstützung in der bevölkerung
- suchen wir also nach einem anderen weg der umverteilung bei dem folgendes szenario heben wir aus gerechtigkeitsgründen die armen ländern
- mindestens über die armutsgrenze in den usa an die reichen länder müssen nicht auf die armutsgrenze abfallen sondern ihren reichtum nur halbieren
- auch das ist eigentlich utopisch aber was wäre das ergebnis in diesem fall das welt einkommen müsste um circa 30 prozent steigen
- das durchschnittseinkommen pro kopf und jahr läge dann bei circa 13.000 euro in einer sozial gerechteren welt die aber mehr ressourcen als heute beansprucht
- mehr energie benötigt mehr emissionen als heute wir haben jetzt also zwei eckpunkte definiert aus der ökologischen sicht
- halbierung der treibhausgasemissionen bis 2050 und aus der sozialen sicht anheben des welt einkommens auf mindestens 13.000 euro pro kopf und jahr
- und das bei gleichzeitigem anstieg der bevölkerung auf nämlich 97 milliarden menschen wir haben es hier eigentlich mit der
- quadratur des kreises zu tun der einzige freiheitsgrad der uns hier noch bleibt sind die emissionen pro dollar güterproduktion das ist im grunde
- genommen die technische effizienz wie wir produzieren wir müssen den gleichen nutzen mit deutlich weniger treibhausgas emissionen produzieren
- hier müssten wir bis 2050 einen wert von 0,17 kilogramm pro dollar erreichen das ist ein faktor vier weniger als derzeit das heißt bis zum jahr 2050
- bräuchten wir in der wirtschaft eine effizienzsteigerung in der güterproduktion um das vierfache und zwar weltweit also nicht nur in
- hochtechnisierten ländern wie deutschland japan oder den usa sie sehen an diesem beispiel wie umwelt mit den sozialen anforderungen und den
- wirtschaften plötzlich zusammenhängt wenn wir unsere ökologischen lebensgrundlagen global sichern wollen dann hätte das auswirkungen auf den
- sozialen bereich wenn wir hier aus gerechtigkeitsgründen ebenfalls höhere anforderungen stellen dann sind die technischen
- herausforderungen enorm und der adressat ist die wirtschaft und die industrieproduktion eine effizienzsteigerung um einen faktor 4
- ist nicht trivial ist enorm sie wird euch kontinuierliche verbesserung nicht zu erreichen sein es sind besondere anstrengungen
- erforderlich und eine große rolle spielen hierbei meter strategien wie die energiewende oder die kreislaufwirtschaft
- sie stellen innerhalb der technischen strategien effizienz sprünge da also nicht nur kleine veränderungen sondern der übergang zu anderen technischen
- konzepten mit denen deutlich weniger treibhausgas emissionen freigesetzt werden können mit diesen lösungen versucht man
- momentan aus dem klammergriff von ökologischen und sozialen ansprüchen zu kommen sie sind ambitioniert und sie sind auch
- teuer aber es stellt sich die frage wer in der welt soll diese herausforderungen angehen wenn nicht wir und zugleich ist es auch eine wirtschaftliche chance für
- die zukunft wenn wir in deutschland und in europa lösungen für ein globales problem zu bieten haben das war es schon für dieses mal vom hochschule pforzheim
- magazin ich freue mich wenn sie das nächste mal wieder einschalten bis dahin machen sie es gut
- weniger ist mehr wird ihnen präsentiert von der psd bank karlsruhe neustadt eg