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Deutsche Grammatik: Adverbiale - Zeit, Grund, Art, Ort | A2, B1, B2

Lingster Academy10:42 47.675 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 39 Zeilen
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  1. Wann? Warum? Wie? Wo? te-ka-mo-lo Hallo und herzlich willkommen in der Lingster Academy! Ich bin deine Deutschlehrerin Julia
  2. und dieses Video ist wieder ein echter Grammatik-Leckerbissen, denn du lernst heute das Thema te-ka-mo-lo – Was ist das? Ein Satz besteht ja immer aus Informationen
  3. und die bekommt immer man durch Fragen – in der Grammatik geht es immer um Fragen. Zuerst braucht man eine Aktion oder einen Zustand: Was passiert? Und das gibt man mit Verben an,
  4. z.B. essen – diese Aktion im Satz heißt Prädikat. Und zu jedem Prädikat gehört ein Subjekt. Wer isst? Ich esse, du isst, wir essen. Dann gibt es Objekte. Was esse ich? Ich esse eine
  5. Pizza. Ich esse ein Stück Kuchen. Das sind jetzt schon 3 von 4 Arten der Information in einem Satz. Und die 4. Art? Das sind Adverbiale und die haben ihre eigenen Fragen: Wann? Warum? Wie? Wo? esse
  6. ich meine Pizza? Ich esse heute Abend um 19 Uhr eine Pizza. Ich esse aus Hunger zwei Pizzen. Ich esse die Pizza mit meinen Händen auf der Couch. Das lernst du heute + plus: Wo stehen
  7. Adverbiale im Satz? Denn es heißt aus einem Grund te-ka-mo-lo, wir sagen ja nicht lo-ka-mo-te. Klar? Übrigens: Ein Adverb ist eine Wortart: heute, dort, gerne - aber ein Adverbial ist eine ganze
  8. Aufgabe im Satz: Ich stehe um 7 Uhr in der Früh auf. - Wann stehe ich auf? Das Adverbial der Zeit ist hier "um 7 Uhr in der Früh ", das besteht aus sechs Wörtern, alle mit ihrer eigenen Wortart:
  9. "um" ist eine Präposition, Uhr ist ein Nomen, der ein Artikel usw. Wenn ich aber sage: Ich stehe früh auf, dann besteht das Adverbial nur aus einem Wort: früh - und welche Wortart
  10. ist das? Ein Adverb. Also: Adverb = Wortart; Adverbial = Aufgabe im Satz Wenn du dich noch für andere Themen der Grammatik interessierst,
  11. dann hol dir mein kostenloses E-Book mit vielen Regeln, Übungen und Lösungen. Das heutige Video ist übrigens Teil meines kompletten B-Grammatikkurses, mit dem du alle
  12. wichtigen Themen auf einfache Weise lernst und gleichzeitig deine Schreibkompetenzen verbesserst. So machst du die schnellsten Fortschritte! Alle Infos findest du über den
  13. Link in der Beschreibung unter dem Video. Also, bist du bereit? Dann geht’s los! Temporaladverbiale antworten auf Fragen wie wann? wie lange? wie oft? also auf alles,
  14. was mit Zeit zu tun hat. Kausaladverbiale hingegen antworten auf die Fragen warum? oder wozu? Modaladverbiale geben die Art und Weise von etwas an, also wie? oder mit wem? womit? etc.
  15. Und zum Schluss Lokaladverbiale. Sie erfragt man mit „Wo, wohin? und woher? Sie können also nicht nur eine Position angeben, sondern auch eine Richtung. Es ist ziemlich selten, dass man in
  16. einem Satz alle vier Informationen findet, aber es ist durchaus möglich. Hier mal ein Beispiel: Die Studenten lernen diese Woche wegen ihrer Prüfung fleißig in der Bibliothek. Wann lernen
  17. sie? diese Woche Warum lernen sie? wegen ihrer Prüfung Wie lernen sie? fleißig Wo lernen sie? in der Bibliothek Der Vollständigkeit halber erfragen wir noch das Subjekt:
  18. Wer lernt? die Studenten Du siehst jetzt ganz klar die verschiedenen Satzteile, quasi die Bausteine des Satzes, ähnlich wie Lego. Man nennt diese Satzteile auch Phrasen, sie haben kein Verb
  19. und sind deshalb keine Sätze. Du siehst, dass z.B. das Kausaladverbial „wegen ihrer Prüfung“ im Genitiv steht. Warum ist das so? Weil „wegen“ einen Genitiv braucht. Und warum steht „in der
  20. Bibliothek“ im Dativ? Weil die Präposition „in“ als Ortsangabe ohne Bewegung einen Dativ braucht, das habe ich ja bereits erklärt. Das heißt also, dass nicht nur manche Verben einen Akkusativ,
  21. Dativ usw. brauchen, sondern auch Adverbiale. Und der Grund dafür sind die Präpositionen. Diese kleinen Wörter haben so viel Kraft und das ist für Deutschlerner oft ein großes Problem. Deshalb
  22. arbeiten wir intensiv daran, die gesamte Struktur von Sätzen zu verstehen, denn dann ist es viel logischer für dich. 2 Aber zurück zum Satz: Wir haben in der Struktur eine bestimmte Reihenfolge
  23. eingehalten, nämlich te-ka-mo-lo. Meistens haben wir aber nicht alle vier Informationen, sondern vielleicht nur eine, zwei oder auch drei. Hier noch mehr Beispiele: Max und Lisa fahren in den
  24. Ferien mit dem Wohnwagen an die Ostsee. Wer fährt? Max und Lisa – sie sind das Subjekt Wann fahren sie? in den Ferien (temporal) Womit fahren sie? mit dem Wohnwagen (modal) Wohin fahren sie? an die
  25. Ostsee (lokal) Wir haben hier drei Adverbiale, also drei Phrasen mit unterschiedlichem Kasus. „In den Ferien“ ist Dativ, das ist typisch für die Frage „wann?“, das Modaladverbial steht
  26. auch im Dativ, denn „mit“ braucht immer den Dativ und wie du weißt, braucht „wohin“ den Akkusativ, daher „an die Ostsee“. Was passiert, wenn wir eine Information streichen? Max und Lisa fahren
  27. in den Ferien mit dem Wohnwagen. Ist das ein Satz? Hmm, er klingt nicht korrekt, denn wir brauchen doch eine Ortsangabe. Also entweder: Max und Lisa fahren in den Ferien an die Ostsee.
  28. oder Max und Lisa fahren mit dem Wohnwagen an die Ostsee. Auch wenn wir weniger Informationen geben, bleibt die Reihenfolge te-ka-mo-lo gleich. Hier noch ein Beispiel: Frau Paulus bleibt heute aus
  29. Krankheitsgründen zuhause im Bett. Wer bleibt heute zuhause im Bett? Frau Paulus – sie ist das Subjekt Wann bleibt sie zuhause im Bett? heute (temporal) Warum bleibt sie zuhause im Bett? aus
  30. Krankheitsgründen Wo bleibt sie heute? zuhause im Bett Auch hier gilt: Wenn du Informationen aus dem Satz wegnimmst, bleibt die Reihenfolge der Adverbiale gleich: 3 Frau Paulus bleibt aus
  31. Krankheitsgründen zuhause im Bett. Frau Paulus bleibt heute zuhause im Bett. Natürlich gibt es auch Sätze mit Objekten UND Adverbialen in der Mitte: Die Chefin hat ihrer Mitarbeiterin gestern
  32. in der Pause ein Kompliment für ihre Arbeit gemacht. Es gibt eine Tendenz, dass Dativobjekte am Anfang der Mitte stehen und Akkusativobjekte am Ende. Dazwischen stehen dann Adverbiale.
  33. Aber Achtung! Auch wenn das eine Regel ist, gilt auch sie nicht immer zu 100%. Man kann die Reihenfolge nämlich ändern, wenn man Informationen besonders betonen möchte: Der Hollywoodstar hat
  34. sich mit seiner neuen Freundin in einem Luxushotel getroffen. Der Hollywoodstar hat sich in einem Luxushotel mit seiner neuen Freundin getroffen. In Satz 1 haben wir die klassische Reihenfolge
  35. modal (also mit wem?) und lokal (wo?). Die neue Information ist hier, dass sie sich in einem Luxushotel getroffen haben. Aber in Satz 2 ist die neue Information, dass er sich mit seiner neuen
  36. Freundin in einem Hotel getroffen hat. Und da neue Information ans Ende gehört, wurden hier die Positionen getauscht, aber der Satz ist trotzdem noch korrekt. Was sagt dir das jetzt? Regeln
  37. sind schön und gut, damit du dich orientieren kannst, aber das wirkliche Verständnis für die Sprache bekommst du vor allem, wenn du sehr viel liest, hörst und natürlich selbst produzierst.
  38. Ja, so viel zum Thema Adverbiale und das war’s auch schon wieder für heute. Wenn dir das Video gefallen hat und du etwas gelernt
  39. hast, dann abonniere jetzt meinen Kanal. Ich sag tschüss, bis zum nächsten Video! Deine Julia

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