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Was ist Sucht?

Stiftung Gesundheitswissen2:59 102.034 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 27 Zeilen
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  1. Was ist Sucht? Fast jeder hat etwas, von dem er gar nicht genug kriegen kann.
  2. In der Regel ist das unbedenklich. Doch wenn wir die Kontrolle über unser Verhalten verlieren und nicht aufhören
  3. können, obwohl sich schon schädliche Folgen bemerkbar machen, kann eine Sucht vorliegen.
  4. Dabei gilt in Deutschland nicht alles, wonach man süchtig sein kann, aus medizinischer Sicht als Sucht.
  5. Auch wenn das Verhalten starke Ähnlichkeiten zu einer Sucht aufweist. So spricht man z.B. von Mediensucht oder
  6. Kaufsucht, obwohl es sich in beiden Fällen um andere Erkrankungsbilder handelt. Manche Fachleute unterscheiden
  7. dennoch zwei Arten von Sucht. Einerseits die sogenannte Substanzgebundene Sucht, wie z.B. die
  8. Abhängigkeit von Substanzen wie Alkohol, Nikotin, Medikamenten oder illegalen Drogen.
  9. Andererseits die sogenannte nicht Substanzgebundene Sucht, bzw. Verhaltenssucht, wie Mediensucht oder
  10. Kaufsucht. In Deutschland soll zukünftig auch krankhaftes Glücksspiel und krankhaftes
  11. Computerspielen als Sucht eingeordnet werden. Im Folgenden geht es um
  12. Substanzgebundene Sucht. Man geht davon aus, dass das Auftreten einer Sucht durch ein Zusammenspiel von
  13. biologischen, psychologischen und sozialen Einflüssen begünstigt werden kann.
  14. Ein biologischer Einfluss kann z.B. die erbliche Veranlagung sein. Auf psychischer Ebene können
  15. beispielsweise fehlende gute Strategien zur Stressbewältigung zur Entstehung einer Sucht beitragen.
  16. Ebenso können soziale Einflüsse, wie z.B. Freunde und Familie, eine Sucht begünstigen.
  17. Eine Substanzgebundene Sucht liegt dann vor, wenn mindestens drei der nachfolgenden Merkmale innerhalb eines
  18. Jahres ein Monat gleichzeitig aufgetreten sind. Ein starkes Verlangen oder Zwang eine
  19. Substanz zu konsumieren. Verminderte Kontrolle darüber, wann, wie lange und wie viel konsumiert wird.
  20. Entzugserscheinungen, wenn die Substanz abgesetzt wird. Eine Toleranzentwicklung, sodass immer mehr
  21. konsumiert werden muss, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Vernachlässigung von allem anderen zugunsten des Konsums.
  22. Oder es wird weiter konsumiert, obwohl bereits gesundheitliche Schäden entstanden sind.
  23. Sucht ist behandelbar. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die sich nach der Art der Sucht und der
  24. persönlichen Situation der Betroffenen richten. Doch der erste Schritt von einer Sucht loszukommen ist die
  25. Erkenntnis, dass man süchtig ist. Weitere Informationen über Sucht und welche Anlaufstellen Unterstützung
  26. bieten, finden Sie auf dem Gesundheitsportal der Stiftung Gesundheitswissen.
  27. Wissen ist gesund.